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IT-Infrastruktur Backup-Strategie: Was Unternehmen heute tun müssen, um morgen zu bestehen

Ein Gastbeitrag von Eric Brüning 2 min Lesedauer

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Backup, Restore und die damit verbundene Storage-Verwaltung sind längst keine Randthemen der IT-Infrastruktur mehr. Dennoch greifen viele Unternehmen auf Standardlösungen zurück – ohne ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass eine durchdachte Backup-Strategie heute über die Unternehmenszukunft entscheiden kann.

(Bild: kiimoshi – stock.adobe.com)
(Bild: kiimoshi – stock.adobe.com)

Technische Fehler, menschliches Versagen oder Ransomware – die Art und Weise, wie Systemsicherungen und Wiederherstellungen organisiert sind, kann über den Fortbestand von Unternehmen entscheiden. Doch Organisationen haben je nach Branche und Größe oft sehr unterschiedliche Anforderungen an ihre Backup- und Restore-Prozesse. So benötigen Unternehmen im FIN/BaFIN-Umfeld beispielsweise häufig Infrastrukturen mit höchster Verfügbarkeit. Start-ups, die oft mit aktuellen Technologien wie Containern und Kubernetes arbeiten, haben hingegen andere Prioritäten. Für sie spielen nicht nur die Flexibilität und Skalierbarkeit der Infrastruktur eine Rolle, sondern häufig auch moderne Technologien, um Sicherungen in automatisierte Workflows und DevOps-Prozesse zu integrieren.

Backup-Strategie: Kernfunktionen für die Systemverfügbarkeit

Unabhängig von Branche und Unternehmen sind einige Kernfunktionen entscheidend für eine Backup-Strategie: Ein umfassendes Sicherheitskonzept für Storage- und Backup-Systeme beginnt in der Regel mit einem rollenbasierten Zugriff (Role-Based Access Control, RBAC), der sicherstellt, dass nur autorisierte Personen auf das System zugreifen können. Neben dem Schutz vor Ransomware – einer der aktuell größten Bedrohungen – sollte ein Security Operations Center sorgen, verdächtige Aktivitäten frühzeitig erkennen und Abwehrmaßnahmen initiieren zu können. Bewährt hat sich auch das Snapshot-Konzept: Dabei handelt es sich um die Verwendung von Wiederherstellungspunkten, die den Zustand eines Systems zu einem bestimmten Zeitpunkt abbilden und so ein besonders schnelles Restore im Falle eines Datenverlusts gewährleisten.

Um den Zugang zu den Back­up-Systemen weiter abzusichern, sollte ­eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) greifen. Sie stellt sicher, dass selbst bei einem kompromittierten Benutzerkonto kein unautorisierter Zugriff erfolgen kann, da neben dem Passwort eine zweite Sicherheits­stufe überwunden werden muss.Mit einem Audit-System lässt sich schließlich detailliert nachverfolgen, welcher Administrator wann welche Aktionen durchgeführt hat. Besonders in regulierten Branchen wie im Finanzumfeld ist dies unverzichtbar, weil Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtet sind, sowohl den digitalen als auch physischen Zugriff auf ihre Systeme lückenlos zu dokumentieren.

STaaS – Speicher dynamisch zuweisen

Geht es im Rahmen der Backup- und Restore-Strategie um den Storage, haben sich STaaS-Technologien (Storage as a Service) durchgesetzt. STaaS ermöglicht es, den Speicherbedarf flexibel an den aktuellen Anforderungen auszurichten. Schließlich sorgt der Einsatz von WORM-Speicher (Write Once, Read Many) dafür, dass in sensiblen Branchen Daten nach ihrer ersten Speicherung nicht mehr verändert oder gelöscht werden können. Dies schützt die Integrität kritischer Informationen und stellt sicher, dass diese dauerhaft und unveränderlich archiviert werden.

Backup-Strategie: Fazit

Die Anforderungen für Backup und Storage lassen sich in Unternehmen sehr individuell umsetzen – umfassen aber auch hohe Personalkosten. Eine Alternative sind externe, zertifizierte Experten und sichere Rechenzentren für den Betrieb der Backup/Restore-Umgebung.

Eric Brüning
ist Principal IT Systems Engineer Enterprise Storage bei Noris Network.

Bildquelle: Eric Brüning

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