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Kundenportale Beschaffungsprozesse: Nachholbedarf bei der Digitalisierung

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 2 min Lesedauer

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Eine neue Studie von ECC Köln und dotSource zeigt, dass die Relevanz des Onlinekanals bei der industriellen Beschaffung wächst. Auch die Investitionen in die Digitalisierung der Beschaffungsprozesse steigen, eine ganzheitliche Automatisierung der Prozesse ist jedoch noch nicht erkennbar. Dabei bieten digitale Services und KI-Einsatz großes Potenzial für mehr Effizienz und Kundenzufriedenheit.

(Bild:  dotSource)
(Bild: dotSource)

Neue Technologien, Dienstleistungen und Systeme drängen in die Handelslandschaft und verändern industrielle Beschaffungsprozesse. Auch wenn der persönliche Kontakt im B2B-Beschaffungsprozess über alle Kaufphasen hinweg an erster Stelle steht, holt der Onlinekanal auf: Rund 80 Prozent der befragten Herstellerunternehmen gehen davon aus, dass die deutsche Industrie in naher Zukunft mehr über Onlinekanäle einkaufen wird. Entsprechend planen sechs von zehn Unternehmen trotz anhaltender Herausforderungen wie Preissteigerungen und Fachkräftemangel im nächsten Jahr mehr in die Digitalisierung ihrer internen Prozesse in der Beschaffung zu investieren als bisher. Das zeigen die Ergebnisse der dreiteiligen Studienreihe „Von Katalogen zu Klicks: Neue Wege in der industriellen Beschaffung“ des ECC Köln in Zusammenarbeit mit der Digitalagentur dotSource, für die 308 Mitarbeiter von Herstellerbetrieben in Deutschland befragt wurden.

Digitalisierung der Beschaffungsprozesse mit Potenzial

Beschaffungsprozesse
Christian Otto Grötsch ist Gründer und Vorsitzender des Verwaltungsrats der dotSource SE.
(Bild: dotSource)

Insgesamt wird das Digitalisierungspotenzial im Einkauf als sehr hoch bewertet: 84 Prozent sind davon überzeugt, dass sich das gesamte Tagesgeschäft digitalisieren ließe. „In der Umsetzung gibt es allerdings noch Nachholbedarf: Zwar sind einzelne Prozesse wie die Digitalisierung der Lieferpapiere oder die digitale Bestands- und Kostenkontrolle bei einigen Unternehmen bereits umgesetzt, eine durchgängige digitale Erfassung und Durchführung der Beschaffungsprozesse ist jedoch noch nicht erkennbar. Erschwerend kommt hinzu, dass knapp die Hälfte der Befragten über generelle Unklarheiten bei den Beschaffungsprozessen klagt“, kommentiert Christian Otto Grötsch, Gründer und Vorsitzender des Verwaltungsrats der dotSource SE, die Ergebnisse der Studie.

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Kundenportale: Angebot und Anforderungen gehen auseinander

Bei der Digitalisierung der Beschaffungsprozesse besteht noch großes Potenzial.(Bild:  dotSource)
Bei der Digitalisierung der Beschaffungsprozesse besteht noch großes Potenzial.
(Bild: dotSource)

Fest steht: Mit der wachsenden Relevanz des Onlinehandels in der industriellen Beschaffung steigt auch die Erwartung an die digitalen Kanäle entlang der Customer Journey. Anbieter können insbesondere mit einem vielfältigen Zahlungsangebot (72 Prozent) und detaillierten Informationen zu Verfügbarkeiten (68 Prozent) überzeugen. Außerdem wird ein Kundenportal in diesem Kontext als besonders relevant eingestuft ─ sowohl auf Unternehmensseite (78 Prozent) als auch auf Einkäuferseite (79 Prozent).

Beschaffungsprozesse
Dr. Kai Hudetz ist Geschäftsführer des IFH Köln und Gründer des ECC Köln.
(Bild: IFH Köln)

„Damit ein Kundenportal Prozesse effizienter gestalten und zu einer positiven Customer Experience beitragen kann, gilt es, die angebotenen Services gut zu prüfen. Während Self Services für Beschaffende beispielsweise sehr relevant sind, werden diese von Unternehmen oft weniger hoch priorisiert. Zusätzlich unterscheiden sich die Anforderungen an solche Portale je nach Unternehmensgröße, weshalb Anbieter die verschiedenen Zielgruppen unbedingt im Blick haben sollten“, erklärt Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln und Gründer des ECC Köln.

KI für Beschaffungsprozesse wird wichtiger

Mehr als jeder zweite Befragte (55 Prozent) findet den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Beschaffung interessant, insbesondere wenn dadurch Prozesse optimiert und Mitarbeitende entlastet werden. Zu den Top 3 der Einsatzmöglichkeiten von KI gehört für die Befragten die automatische Verbuchung von Zahlungseingängen (80 Prozent), das Stammdatenmanagement (78 Prozent) sowie die digitale Belegerkennung (76 Prozent).

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