Die Blockchain-Technologie entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. Wie die Studie „Time for Trust“ von PricewaterhouseCoopers (PwC) prognostiziert, wird die neuartige Technologie bereits im kommenden Jahr rund 66 Milliarden US-Dollar zum weltweiten Bruttoinlandsprodukt (BIP) beitragen.
(Quelle: phive - Shutterstock)
Laut einer neuen PwC-Studie kann Blockchain das globale BIP bis 2030 um 1,76 Billionen US-Dollar erhöhen
In Deutschland wird durch die Technologie ein BIP-Anstieg um 2,4 Prozent erwartet.
Die Technologie wird bis 2030 in zehn bis 15 Prozent der globalen Infrastrukturen implementiert sein.
Bis 2030 hat die Blockchain nach Einschätzung der von Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC befragten Ökonomen das Potenzial, die weltweite Wirtschaftsleistung um 1,76 Billionen US-Dollar zu steigern. Wie die Studie „Time for Trust“ zeigt, entspricht einem Anteil von 1,4 Prozent des globalen BIP. Zudem erwarten die Experten, dass die Technologie in den kommenden fünf Jahren global von der Mehrzahl der Unternehmen eingesetzt wird.
Von Blockchain profitieren alle Branchen und Bereiche
Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Mithilfe einer Blockchain lassen sich Dokumente zertifizieren, Daten verschlüsseln, digitale Assets generieren sowie Transaktionen fälschungssicher und in Echtzeit weltweit ohne Intermediäre abwickeln. Allein die Bereiche öffentliche Verwaltung, Bildung und Gesundheit können bis 2030 insgesamt 574 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Erträgen aus möglichen Effizienzen erzielen.
„Das Potential der Blockchain wird nicht ausgeschöpft, wenn ein Unternehmen die Technologie nur für den internen Gebrauch aufbaut. Der größte Vorteil an einer Blockchain ist, dass sie das Vertrauen zwischen Unternehmen fördert und einen gleichberechtigten Austausch ermöglicht, der Zwischenhändler ausschließt“ erläutert Husen Kapasi, Blockchain Leader bei PwC Europe.
Vorreiter bei der Technologie sind China und USA
Vor allem China und die USA werden der Studie zufolge in den kommenden zehn Jahren von der Blockchain profitieren. In Europa dürfte die Technologie Schweden dank vorhandener IT-Infrastrukturen und Fachkräfte einen BIP-Anstieg um drei Prozent bescheren, gefolgt von Luxemburg (2,6 Prozent). Deutschland winken ein BIP-Anstieg um 2,4 Prozent oder 95 Milliarden Euro und die Chance auf 890.000 neue Arbeitsplätze bis 2030.
Das größte Potenzial der Blockchain sehen die Befragten in der eindeutigen Herkunftsbestimmung (Proof of Origin) von Produkten, Rohstoffen oder Medikamenten. Diese Anwendung dürfte bis 2030 mit rund 962 Milliarden US-Dollar den Löwenanteil zum globalen BIP beisteuern. Durch den Herkunftsnachweis steigt die Transparenz von Lieferketten, während Betrug oder Fälschungen verhindert werden können.
Blockchain: Krypto-Markt entwickelt sich gut
Blockchain-Lösungen für den Zahlungsverkehr und die Finanzinstrumente werden der Prognose von PwC zufolge mit 433 Milliarden US-Dollar ebenfalls wesentlich zum erwarteten BIP-Anstieg beitragen. Weltweit erforschen Notenbanken, wie sich nationale Infrastrukturen im Zahlungsverkehr durch digitales Zentralbankgeld verbessern lassen. Banken testen Stable Coins für kostengünstige grenzüberschreitende Zahlungstransfers in Echtzeit.
„Seit 2009 Bitcoins erstmals in Erscheinung traten, ist der Markt für Krypto-Währungen stark gewachsen. Das Interesse der Finanzbranche an der Blockchain und Krypto-Assets steigt. Die Regulierung treibt diese Entwicklungen noch voran. Durch die aktuellen Gesetzesänderungen für die Krypto Asset Verwahrung und elektronische Wertpapiere institutionalisiert sich die Krypto-Industrie“, erklärt Thomas Schönfeld, Direktor Financial Services bei PwC Deutschland, „Viele bisher zurückhaltende Marktteilnehmer erkennen die Optionen, die sich in diesem Feld ergeben. Deutschland übernimmt hier in Europa gerade eine Vorreiterrolle“.
Seit Jahresbeginn werden in Deutschland Krypto-Assets umfangreich reguliert. Die Verwahrung von Krypto-Werten gilt seit 1. Januar 2020 als lizenzpflichtige Finanzdienstleistung und benötigt eine Zulassung von der Finanzaufsicht BaFin. Die EU-Kommission legte im September Legislativvorschläge zu Krypto-Werten vor. Die „Verordnung über Märkte für Krypto-Werte“ (Regulation on Markets in Crypto Assets – MiCA) soll 2022 in Kraft treten sowie europaweit Rechtsklarheit und -sicherheit für Emittenten und Anbieter von Krypto-Werten schaffen.
Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC betrachtet es als ihre Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen aufzubauen und wichtige Probleme zu lösen. Mehr als 276.000 Mitarbeiter in 157 Ländern tragen hierzu mit branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei. (sg)
Stand: 16.12.2025
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