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Mission KI Bundesminister Wissing eröffnet neues KI-Zentrum in Kaiserslautern

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Mit dem neuen KI-Innovations- und Qualitätszentrum in Kaiserslautern wird im Rahmen der „Mission KI“ eine Anlaufstelle für Gründer, Start-ups und KMU geschaffen, um KI-Produkte anzuwenden und zu entwickeln. Der Schwerpunkt des Zentrums wird zunächst auf dem Einsatz von KI im Gesundheitsbereich liegen.

Bei der Eröffnung des neuen KI-Zentrums in Kaiserslautern (v.l.n.r.): Prof. Dr. Sebastian Vollmer (DFKI), Prof. Dr. Andreas Dengel (DFKI), Staatsministerin Daniela Schmitt, Bundesminister Dr. Volker Wissing, Antonio Krüger und Peyman Khodabakhsh.(Bild:  DFKI)
Bei der Eröffnung des neuen KI-Zentrums in Kaiserslautern (v.l.n.r.): Prof. Dr. Sebastian Vollmer (DFKI), Prof. Dr. Andreas Dengel (DFKI), Staatsministerin Daniela Schmitt, Bundesminister Dr. Volker Wissing, Antonio Krüger und Peyman Khodabakhsh.
(Bild: DFKI)

Bundesdigitalminister Dr. Volker Wissing hat am 19. Juli gemeinsam mit der rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt ein neues Zentrum für künstliche Intelligenz am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern eröffnet. Das KI-Innovations- und Qualitätszentrum ist Teil der Initiative „Mission KI“ und das erste von zwei geplanten Zentren in Deutschland, mit denen die Bundesregierung den Einsatz von vertrauenswürdiger KI vorantreiben will.  

Mission KI: Entwicklung von vertrauenswürdiger KI

Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr, erklärt bei der Eröffnung: „Mit dem KI-Zentrum in Kaiserslautern schaffen wir eine Brücke zwischen Forschung und praktischer Anwendung. Hier können innovative Ideen entstehen und KI-Anwendungen einem Qualitätscheck unterzogen werden. Unternehmen erhalten konkrete Hilfe, um Risiken von KI frühzeitig einzuschätzen – auch im Hinblick auf EU-Vorgaben. Damit wollen wir die Entwicklung von vertrauenswürdiger KI Made in Germany fördern und deutschen Unternehmen den Rücken stärken. Rheinland-Pfalz ist mit seiner dynamischen KI- und Biotech-Szene der ideale Standort.  Dieses Zentrum wird nicht nur Innovationen vorantreiben, sondern auch dazu beitragen, dass wir in Deutschland bei dieser Zukunftstechnologie führend bleiben.“

Mit dem KI-Zentrum in Kaiserslautern schaffen wir eine Brücke zwischen Forschung und praktischer Anwendung. Hier können innovative Ideen entstehen und KI-Anwendungen einem Qualitätscheck unterzogen werden.

Staatsministerin Daniela Schmitt sagt: „Kaiserslautern ist mit dem DFKI der zentrale Standort für künstliche Intelligenz in Deutschland. Es liegt nahe und ich freue mich ganz besonders, dass Rheinland-Pfalz nun eines von zwei neuen, vom Bund finanzierten KI-Zentren beheimaten wird. Von dem Wissenstransfer und der Entwicklung entsprechender Anwendungen werden unsere mittelständischen Unternehmen im Land ganz besonders profitieren.  Durch die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft legen wir den Grundstein für ein florierendes KI-Ökosystem in Rheinland-Pfalz.“

Das KI-Zentrum von Mission KI wird gemeinsam von Acatech und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) betrieben. Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung von Prüfverfahren für KI-Anwendungen, um Vertrauen in diese Technologie zu stärken. Beratung und zukünftige Prüfbegleitung werden ergänzt durch Workshops zum Kompetenzaufbau, Wissenstransfer und die Stärkung der regionalen KI-Community.

Fokus auf künstliche Intelligenz im Gesundheitsbereich

Der Schwerpunkt des neuen Zentrums wird zunächst auf dem Einsatz von KI im Gesundheitsbereich liegen – auch aufgrund der starken Präsenz von Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Medizin, Pharma und Biotechnologie in der Region. Das DFKI wird Werkzeuge zur Bewertung der Qualität medizinischer KI-Systeme und zu deren Verbesserung erarbeiten, die bereits im frühen Entwicklungsprozess ansetzen und die spezifischen Anforderungen von Gesundheits- oder Hochrisikoanwendungen berücksichtigen. Die Erprobung erfolgt anhand von konkreten Anwendungsfällen, wie Erkennung von Hautkrebs oder sichere Intubation. Zudem sollen von Mission KI entwickelte Qualitäts- & Prüfstandards Anwendung finden. 

Prof. Dr. Andreas Dengel, geschäftsführender Direktor des DFKI in Kaiserslautern, erklärt: „Die Ansiedlung des Innovations- und Qualitätszentrums am DFKI ermöglicht es uns, vorhandene Strukturen zu nutzen und über die breite Kompetenz unserer Forschungsbereiche und die weitreichenden Netzwerke im Bereich vertrauenswürdiger KI wertvolle Synergien zu schaffen. Als Forschungspartner von Unternehmen verschiedenster Branchen wissen wir um die besonderen Herausforderungen hinsichtlich Sicherheit, Zuverlässigkeit und ethische Vertretbarkeit, die mit der Entwicklung von marktfähigen KI-Anwendungen einhergehen. Mit dem Innovations- und Qualitätszentrum möchten wir deshalb eine Anlaufstelle für alle Unternehmen schaffen, um diesen Zugang zu KI-Spitzenforschung zu bieten.“

Mission KI soll Innovationsstandort Deutschland stärken

Das Zentrum ist jedoch nicht auf den medizinischen Bereich beschränkt, sondern steht Innovatoren aus allen Branchen offen. Die Einrichtung des KI-Zentrums in Kaiserslautern ist Teil der Mission KI – einer breiteren Initiative zur Förderung der KI-Entwicklung in Deutschland. Mit einem Gesamtbudget von 32 Millionen Euro, finanziert durch das Bundesdigitalministerium, soll Mission KI den Innovationsstandort stärken und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen im Bereich KI fördern. Ein zweites Zentrum soll bis Jahresende in Berlin entstehen. 

Manfred Rauhmeier, Geschäftsführer von Acatech, kommentiert: „Wir verfolgen mit der MISSION KI ein klares Ziel: Die Prüfung von KI-Anwendungen für Unternehmen so praktikabel wie möglich zu machen und dabei gleichzeitig Sicherheit und Transparenz zu gewährleisten. Wir schaffen damit die Voraussetzungen, um das immense Potenzial von KI für unsere Wirtschaft und Gesellschaft voll auszuschöpfen. Deutschland soll nicht nur in der KI-Forschung, sondern auch in der praktischen Anwendung eine Vorreiterrolle einnehmen.“

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