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Cloud und Datenschutz Cloud-Dienste: Der neue Super-Standard verdrängt die Risiken

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 2 min Lesedauer

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Eine neue Umfrage von Techconsult im Auftrag der Eperi GmbH hat untersucht, ob und wie Unternehmen Cloud-Dienste nutzen. Ein überraschendes Ergebnis. Trotz der vielen Vorteilen der Cloud-Nutzung vernachlässigen viele Unternehmen den Datenschutz.

(Bild:   © TensorSpark/stock.adobe.com)
(Bild: © TensorSpark/stock.adobe.com)

In einer neuen Studie hat eperi die Planung, Anschaffung und Bereitstellung von Cloud-Anwendungen in Unternehmen in Deutschland unter die Lupe genommen, um den Stand des Datenschutzes bei der Cloud-Nutzung zu ergründen – mit eindrucksvollen Ergebnissen. Cloud-Dienste und deren Anwendung hat sich demnach zum neuen Super-Standard etabliert. Im Durchschnitt gaben 85,8 Prozent aller befragten Unternehmen an, Cloud-Dienste einzusetzen. 

Beim Blick auf die Größen der Unternehmen sind auf diesem hohen Niveau dennoch deutliche Unterschiede zu erkennen: Mit 90,9 Prozent sind Unternehmen mit 2.000 bis 4.999 Mitarbeitern die Top-Nutzer von Cloud-Diensten, Bei Großunternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern sind es hingegen vergleichsweise niedrige 82,1 Prozent.

Jedes dritte Unternehmen nutzt externe Rechenzentren

Spannend sind diese Ergebnisse mit Blick darauf, wo die Daten gespeichert werden. Insgesamt greifen bei der Cloud-Nutzung nur 33,6 Prozent auf externe Rechenzentren zurück, wobei Unternehmen mit 999 bis 1.999 Mitarbeitenden mit 50 Prozent überdurchschnittlich häufig auf externe Rechenzentren setzen. Im Branchenvergleich sind die Ergebnisse bezüglich externer Rechenzentren im Zusammenhang mit der Cloud überraschend: Überdurchschnittliche 52,2 Prozent der öffentlichen Verwaltung setzen auf externe Rechenzentren; dieser Wert ist mit Abstand der höchste im Branchenvergleich.

Verwendung von Datenverschlüsselung für Cloud-Dienste

„Im Zusammenhang mit externen Rechenzentren können die Cloud-Dienste, wie beispielsweise bei Office-Anwendungen, schnell zu einer Herausforderung für den Schutz der Daten werden. Leider setzen bisher nur 37,4 Prozent eine Verschlüsselungstechnologie für die Daten ein, obwohl der Datenschutz seitens des Cloud-Betreibers vielfach nicht garantiert werden kann. Bei allen Vorteilen der Cloud darf die Euphorie nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit ihr auch wirtschaftliche Risiken durch Datenschutzverletzungen einhergehen. An dieser Stelle braucht es mehr Sensibilität“, erklärt sagt Andreas Steffen, CEO von eperi, Anbieter einer Multi-Cloud-Technologie für Datenschutz.

Bei allen Vorteilen der Cloud darf die Euphorie nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit ihr auch wirtschaftliche Risiken durch Datenschutzverletzungen einhergehen.

Andreas Steffen, eperi

Polarisierende Entscheidung über Cloud-Dienste

Im Zusammenhang mit der sehr weit verbreiteten Nutzung von Cloud-Diensten ist insbesondere die Frage interessant, wer im Unternehmen oder der Organisation bei der Planung und Bereitstellung einer Cloud-Lösung Entscheidungen trifft. Erstaunlicherweise werden in 65,4 Prozent aller befragten Unternehmen diese Entscheidungen von nur einer Person getroffen und nur bei 34,6 Prozent im Team.

Andreas Steffen ist CEO der eperi GmbH.(Bild:  Eperi)
Andreas Steffen ist CEO der eperi GmbH.
(Bild: Eperi)

„Dieses Ergebnis ist sehr überraschend, da die Bereitstellung einer Cloud-Lösung nahezu immer diverse Bereiche im Unternehmen betrifft. Die Fachabteilung ist der Nutznießer, die IT ist für den Betrieb und die Sicherheit zuständig und die Chefetage trägt die Verantwortung, wenn etwas maßgeblich schief geht, wie beispielsweise der Abfluss von sensiblen oder geheimen Daten in falsche Hände, aufgrund unsicherer Cloud-Lösungen“ sagt Steffen. „Ehrlich gesagt, hätte ich bei der heutigen und weithin bekannten Risikolage rund um Cloud-Lösungen und dem Bedarf an Datensicherheit sowie der Einhaltung von Compliance mehr Teamarbeit in Unternehmen erwartet.“

Besonders ausgeprägt ist die „Alleinherrschaft“ über die Planung und Bereitstellung von Cloud-Lösungen mit 75,8 Prozent in Firmen mit 2.000 bis 4.999 Beschäftigten, also dem gehobenen Mittelstand. Die Energie- und Wasserversorger, die als kritische Infrastrukturbetreiber eine besondere Sorgfaltspflicht haben, toppen diesen Wert mit 87,5 Prozent sogar noch deutlich.

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