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IT-Strategie Cloud-Lösungen: Was deutsche Unternehmen noch davon abhält

Ein Gastbeitrag von Maria Truong 3 min Lesedauer

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Viele Unternehmen sind schon mittendrin, anderen steht der Schritt noch bevor: Weil ihr älteres SAP-System ab 2027 nicht mehr unterstützt wird, müssen sie zum neuen S/4HANA-System wechseln. Bei der Umstellung, deren Umsetzung teils mehrere Jahre benötigt, stehen Unternehmen vor der Entscheidung, ob sie auf eine On-Premise-Umgebung oder Cloud-Lösungen setzen.

(Bild:  Pexels)
(Bild: Pexels)

Schenkt man der Statistik Glauben, so scheint bei deutschen Unternehmen eine regelrechte Euphorie im Hinblick auf die Cloud zu herrschen. Denn laut einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom nutzen bereits neun von zehn Betrieben Cloud-Anwendungen, zudem planen etwas mehr als zwei Drittel für dieses Jahr oder zu einem späteren Zeitpunkt Investitionen in Cloud-Lösungen.

Dennoch ist die Cloud längst nicht allgegenwärtig, auch das lässt sich aus der Umfrage ableiten. Denn nur jedes neunte Unternehmen, das Cloud-Lösungen nutzt, verfolgt eine „Cloud only“-Strategie und nicht einmal jedes dritte Unternehmen verwendet die Cloud für Enterprise-Resource-Planing-Systeme, wie sie etwa der Software-Hersteller SAP anbietet. An der Spitze der bevorzugten Use Cases steht die Nutzung von Speicherplatz (92 Prozent), gefolgt von Web-Conferencing (76 Prozent).

Umstieg auf Cloud-Lösungen als Wettbewerbsvorteil

Im Bereich der ERP-Lösungen beschäftigt viele Unternehmen die Bewältigung des Umstiegs auf SAP S/4HANA, da der Software-Hersteller ältere Systeme in wenigen Jahren nicht mehr unterstützen wird. Und hier stellt sich für Betriebe die Frage, ob sie mittels onPremise, also mit lokal installierter Software auf unternehmenseigenen beziehungsweise von Dritten verwalteten Servern arbeiten wollen, oder auf Cloud-Lösungen umsteigen. Der Trend geht heute klar Richtung Cloud. Beim Gedanken and die Cloud haben viele immer noch die Anfänge der Cloudstrategie und deren Rahmenbedingungen im Kopf. Doch auf dem Markt hat sich seither viel getan.

Datenintegrität und -sicherheit, Flexibilität und Individualität sind Stichwörter, die in den Diskussionen rund um die Frage On-Premise oder Cloud häufig fallen. Klar ist: Die Technologie entwickelt sich rasend schnell, künstliche Intelligenz ist in unserem Alltag angekommen, das Thema Datensicherheit ist aktueller denn je. Die Cloud-Lösungen setzen genau bei diesen Punkten an und Unternehmen verschaffen sich mit dem Umstieg in die Cloud ganz klare Vorteile gegenüber dem Wettbewerb.

Sorge um Datenschutz – Vorbehalt gegenüber Cloud-Lösungen

Ein wiederkehrendes und sich hartnäckig haltendes Argument gegen die Cloud, ist die Auslagerung sensibler Daten, indem man sie sozusagen nicht mehr selbst verwaltet und deren Verwendung daher leichter außer Kontrolle geraten könnte. Sieht man sich aber an, wo Cyberattacken zuletzt größeren Schaden angerichtet haben, so waren hier nicht Cloud-Lösungen betroffen, sondern lokale Server, bei denen es ein Sicherheitsproblem im Bereich des Hostings gab. 

Diesen Tatbestand untermauern auch Zahlen aus einer Bitkom-Umfrage, wo 64 Prozent der Unternehmen, die Cloud-Lösungen nutzen, angaben, dass sie in den vergangenen zwölf Monaten keinerlei Cyberangriff auf die Cloud-Umgebung zu verzeichnen hatten. Lediglich ein Prozent wurde Opfer eines Cyberangriffs auf die Cloud-Umgebung, der starke Störungen des Betriebsablaufs zur Folge hatte. Mit einer Cloud-Lösung würde man auch die Verantwortung an einen externen Anbieter auslagern und müsse dafür unternehmensintern keine Ressourcen binden, argumentiert Truong.

On-Premise-Systeme werden immer kostspieliger

Ein weiterer Aspekt, der bei der Debatte mitunter eingebracht wird, ist, dass On-Premise-Lösungen grundsätzlich günstiger seien. Heute lassen sich aber mit On-Premise keinerlei Preisvorteile mehr erzielen. Denn aufgrund der erhöhten Sicherheitsanforderungen steigen die Wartungskosten mittlerweile ins Unermessliche und die flexible Preisgestaltung bei On-Premise-Lösungen wird durch den Lizenzgeber nicht mehr unterstützt. Nicht nur, aber auch kostentechnisch sei es die richtige Strategie, die Richtung zum SAP Standard, also der Cloud, einzuschlagen. Darüber hinaus verbaut man sich im System nichts und man kann System-Upgrades oder Updates besser managen.

Cloud-LösungenMaria Truong
ist Standortleiterin bei der CNT Management Consulting GmbH in Mainz. Die CNT Management Consulting GmbH ist ein internationales Beratungshaus mit dem Schwerpunkt Digitalisierung und unterstützt seit über 25 Jahren Unternehmen bei der Entwicklung und Implementierung von SAP-Lösungen.

Bildquelle: CNT Management Consulting

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