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Unternehmensführung Compliance-Prozesse implementieren und Konsequenzen vermeiden

Ein Gastbeitrag von Peter Herr 2 min Lesedauer

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Durch die jüngsten Entwicklungen der Weltlage wird es für Unternehmen immer wichtiger, robuste und transparente Compliance-Prozesse zu implementieren. Hierzu gehören ebenfalls ESG-Initiativen. Denn für alle Organisationen gibt es weltweit neue regulatorische Vorstöße.

(Bild:  Freepik)
(Bild: Freepik)

Eine ESG-Integration bedeutet, ESG-Prinzipien in die Unternehmensstrategie zu integrieren und in die übergeordnete GRC-Strategie einzubinden. Ein kürzlich von Diligent veröffentlichter Report zeigt, dass regulatorische Entwicklungen in der EU, Kalifornien und Kanada die ESG-Berichterstattung standardisieren werden. Unternehmen müssen ein durchdachtes ESG-Programm entwickeln, das auf den Entscheidungsfaktoren der Investoren basiert, um greifbare Konsequenzen bei Nichteinhaltung der Berichtspflichten zu vermeiden. Dies beinhaltet die Identifizierung von ESG-Risiken in der Lieferkette, die Auswahl von Lieferanten mit ESG-Eigenschaften und die interne Schulung der Mitarbeitenden zu ESG-Aspekten. Nur so wird es möglich sein, die Compliance zu wahren und trotzdem Innovationen des Unternehmens zu fördern.

Compliance-Prozesse: Richtlinien aus Europa werden verpflichtend für globale Player

Aktuelle Gesetzgebungen erfordern proaktive Einhaltung, da der Trend zu obligatorischer ESG-Berichterstattung für externe Kontrolle steigt. Die EU-Richtlinie CSRD macht ESG zum regulatorischen Risiko und verlangt von US-Unternehmen mit europäischen Niederlassungen die Einhaltung von Due-Diligence-Vorschriften. Ein gutes Beispiel für die Bestrebungen um mehr globale Transparenz bildet das sogenannte Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, das 2023 in Deutschland in Kraft trat. Im Januar 2024 folgte die planmäßige Ausweitung, da nun auch kleinere Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitenden inkludiert werden – zuvor waren es Unternehmen ab 3.000 Mitarbeitenden. Es zielt darauf ab, die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards in globalen Lieferketten offenzulegen und zu verbessern. Daher müssen in Deutschland agierende Unternehmen nun bestimmte Sorgfaltspflichten erfüllen. Hierzu gehört auch die Prüfung der Geschäftstätigkeiten in Bezug auf Menschenrechtsverletzungen oder Umweltschäden – sowie die Ergreifung von Gegenmaßnahmen.

Verantwortungsvolle Unternehmensführung ist ein wichtiger Faktor

Skalierbare und transparente Compliance ist entscheidend, um finanzielle Risiken zu vermeiden. Unternehmen sollten wirksame Compliance-Prozesse und -Programme implementieren, die Due-­Diligence-Prüfungen und ESG-Faktoren einschließen. Investoren bevorzugen Unternehmen mit nachhaltigen Initiativen und guter Compliance. Die Gesetzgebung, wie die Sustainable ­Finance Disclosure Regulation (SFDR), das EU Deforestation Law und das EU Nature Restoration Law, fördert diesen Trend. Selbst kleine Programme können den richtigen Weg weisen, neue Fachkräfte anziehen und gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit miteinander verbinden. Junge Arbeitnehmer suchen vermehrt nach Arbeitgebern mit Prinzipien und Umweltbewusstsein. ESG-Maßnahmen können auch die Mitarbeiterbindung stärken – eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Fazit: Mehr Nachweispflichten für eine bessere Zukunft

Die EU-Gesetzgebung wird für ihre Standardisierung der ESG-Berichterstattung gelobt. Unternehmen sollten frühzeitig auf Compliance und Anforderungen achten, um für zukünftige Gesetze gerüstet zu sein. Es ist wichtig, Risiken zu minimieren und eigene Prioritäten zu setzen.

Compliance-ProzessePeter Herr 
Director Sales DACH bei Diligent

Bildquelle: Diligent

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