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Datensouveränität CRM-System: Wie Unternehmen die digitale Kontrolle zurückgewinnen

Von Maximilian Modl 4 min Lesedauer

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Daten entscheiden heute über den Erfolg von Kundenbeziehungen. Doch in Zeiten von DSGVO, WhatsApp-Kommunikation und KI wird das Handling dieser Daten zur Vertrauensfrage. Wer souverän kommunizieren will, braucht Kontrolle – über Infrastruktur, Schnittstellen und das CRM-System.

(Bild:  © onephoto/stock.adobe.com)
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Ob Newsletter, Chatbot oder automatisierte WhatsApp-Kampagne: Kundenkommunikation ist heute datengetrieben. Und schon hier beginnt für viele Unternehmen die Herausforderung: Die Ansprüche an smarte, personalisierte Erlebnisse steigen, gleichzeitig wächst die Unsicherheit – rund um Datenschutz, KI-Nutzung und die Kontrolle über die eigene Infrastruktur. Was es jetzt braucht, ist Übersicht. Und ein CRM-System, das Komplexität nicht verdoppelt, sondern reduziert: souverän, sicher – und einfach in der Anwendung.

Zwischen Begeisterung und Bauchschmerzen: Warum jetzt?

KI revolutioniert gerade die Art und Weise, wie wir mit Kunden kommunizieren. Ein CRM-System kann Verhalten analysieren und Zielgruppen automatisch segmentieren. In der Theorie genial – in der Praxis oft ein Drahtseilakt zwischen Effizienzgewinn und Kontrollverlust. Gleichzeitig stellt sich die Frage: Wie unabhängig sind wir eigentlich in unserem Tech-Stack? Wie viele sensible Daten liegen auf Servern außerhalb Europas – und wie DSGVO-konform sind unsere Kanäle wirklich? In Zeiten von neuen EU-Regelwerken wie dem Digital Services Act und der KI-Verordnung ist eines klar: Unternehmen brauchen Systeme, die nicht nur leistungsfähig, sondern auch transparent, sicher, nachhaltig und souverän sind.

Die Infrastrukturfrage: Europa als Standortvorteil

Ein zukunftsfähiges CRM-System beginnt mit der richtigen Infrastruktur. Immer mehr Unternehmen erkennen: Wer auf europäische Server setzt, entscheidet sich nicht nur für mehr Datensicherheit, sondern auch für Rechtsklarheit und Zukunftsfähigkeit. Doch genau hier braucht es mehr Investitionsvolumen. Laut einer aktuellen Bitkom-Studie zum Rechenzentrumsmarkt zählt Deutschland inzwischen über 2.000 Rechenzentren – darunter rund 100 große Hyperscaler mit mehr als 5 Megawatt IT-Anschlussleistung. Auch Frankreich, die Niederlande und andere EU-Staaten investieren massiv in lokale Kapazitäten.

Für Unternehmen heißt das: Es gibt Alternativen – aber auch Handlungsbedarf. Hosting in Deutschland oder Europa ermöglicht DSGVO-konforme Kundenkommunikation und schützt vor geopolitischen Risiken, und dies, ohne auf Performance zu verzichten. Wer langfristig auf digitale Souveränität setzen will, sollte deshalb Infrastruktur nicht als Randthema behandeln, sondern als strategischen Standortfaktor – denn Datenschutz schafft Vertrauen.

CRM-System: Schnittstellen, die verbinden

Eine aktuelle Brevo-Umfrage unter 966 Teilnehmern zeigt, dass 95,6 Prozent besonderen Wert auf Datenschutz- und sicherheit bei einem CRM-Anbieter legen. Und 91,8 Prozent halten es für wichtig, eine europäische Software für Onlinemarketing zu verwenden. Gleichzeitig halten mehr als die Hälfte WhatsApp für einen der relevantesten Kanäle der Zukunft. Wie kann man diesen vermeintlichen Widerspruch vereinbaren? Die Lösung liegt in der Technologie von effizienten CRM-Systemen. Sie sind heute die Kommandozentralen für nahezu alle Kundeninteraktionen: E-Mail, SMS, Website, Social Media – und auch Messaging-Plattformen wie WhatsApp.

Moderne CRM-Systeme ermöglichen es, auch scheinbar widersprüchliche Anforderungen unter einen Hut zu bringen. So lässt sich WhatsApp Business über zertifizierte Schnittstellen sicher und DSGVO-konform integrieren. Nachrichten werden Ende-zu-Ende verschlüsselt übermittelt, sensible Metadaten geschützt – vorausgesetzt, das Hosting erfolgt in der EU und die Systeme folgen klaren Sicherheitsstandards.

Entscheidend ist, dass alle Kanäle innerhalb eines zentralen CRM-Systems orchestriert werden – mit sicherem Hosting, transparenter Datenverwaltung und vollständiger Kontrolle über Einwilligungen. So wird aus Omnichannel-Kommunikation keine Grauzone, sondern ein datenschutzkonformes Erlebnis mit wahrem Mehrwert für Kunden.

Intelligente Automatisierung – ohne Doktortitel

Bei der Kundenkommunikation mittels moderner CRM-Systeme gehört künstliche Intelligenz mittlerweile zur Standardausstattung. Doch viele Unternehmen stehen vor einem ganz praktischen Problem: Die Tools sind da – aber ihre Bedienung ist alles andere als intuitiv. Dabei ist die Stärke guter Systeme genau das: Sie analysieren Nutzerverhalten in Echtzeit, erstellen Zielgruppen automatisch, triggern Kampagnen auf Basis von klar definierten Aktionen – und das alles ohne komplizierte Programmierung oder externes IT-Team.

Ein Warenkorb wird abgebrochen? Ein Kunde klickt zum dritten Mal auf dasselbe Thema? Das System erkennt Muster und reagiert automatisch – zum Beispiel mit einer personalisierten Nachricht via E-Mail oder WhatsApp. Gute CRM-Plattformen machen KI nicht nur leistungsstark, sondern vor allem zugänglich – für Marketing-Teams, Sales-Abteilungen und Support gleichermaßen.

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Menschliche Kontrolle bleibt beim CRM-System unverzichtbar

So hilfreich Automatisierung und KI sind – sie ersetzen nicht das menschliche Urteilsvermögen. Systeme können Verhalten analysieren und Vorschläge machen. Doch wie wir kommunizieren, welche Tonalität wir wählen und welche Werte wir transportieren – das bleibt eine menschliche Entscheidung. Deshalb benötigt jedes CRM-System ein Korrektiv: Menschen, die ethische Fragen stellen, strategische Entscheidungen treffen und die Grenzen der Automatisierung kennen. Denn Kunden spüren, ob Kommunikation durchdacht ist – oder nur durchgeklickt.

Digitale Verantwortung beginnt beim CRM-System

Die digitale Souveränität Europas entscheidet sich nicht nur in der Politik – sondern im Alltag von Unternehmen. Wer heute in ein CRM-System investiert, entscheidet auch über den Umgang mit Kundendaten, über die eigene Unabhängigkeit und über das Vertrauen, das man langfristig aufbaut. Ein souveränes CRM ist eines, das nicht nur technisch überzeugt, sondern auch menschlich, sicher und klar in der Verantwortung ist. Damit können zukunftsorientierte Unternehmen in Kundenbeziehungen einen Unterschied machen.

Maximilian Modl Brevo CRM-SystemMaximilian Modl
ist CEO Germany von Brevo. Mit der Marketing- und Sales-Plattform von Brevo erhalten Unternehmen einen 360-Grad-Einblick in die Customer Journey und können ihre Kampagnen über verschiedene Kanäle ausspielen

Bildquelle: Brevo