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Incident Response als Schutz vor Cyber-Attacken Cyber-Resilienz erreichen: Maßnahmen, um Ihr Unternehmen nicht angriffbar zu machen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Heiner Sieger 2 min Lesedauer

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Angesichts zunehmender Hackerattacken ist eine umfassende Vorbereitung auf mögliche Angriffe wichtiger denn je. Viele IT-Verantwortliche empfinden Pläne für den Notfall jedoch als aufwändig oder zeitraubend. Diese sind aber für die Cyber-Resilienz eines Unternehmens unabdingbar und deren Umsetzung muss klar definiert sein.

(Bild: freepik/freepik)
(Bild: freepik/freepik)

Die Methoden der Cyberkriminellen werden immer raffinierter. Die Schäden, die sie anrichten können, werden immer größer. Eine wirksame Incident Response ist entscheidend für die Sicherheit eines jeden Unternehmens. Denn ein erfolgreicher Cyberangriff kann schwerwiegende Folgen für den Betrieb haben: Angefangen bei der Unterbrechung von laufenden Arbeitsprozessen, Daten- und finanziellen Verlusten sowie einem geschädigten Ruf, kann er schlimmstenfalls auch das wirtschaftliche Aus bedeuten.

Cyber-Resilienz: Zusammenspiel verschiedener Sicherheitsfaktoren

Damit Hackerattacken effizient entgegnet und ihre Folgen schnell eingegrenzt werden können, bedarf es einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren: Einer kontinuierlichen und gründlichen Vorbereitung, produktiver Zusammenarbeit zwischen IT-Sicherheitsteams und IT-Entscheidern sowie der Managementebene. Incident Response zählt hier als wichtige präventive Maßnahme und als Eckpfeiler für die Cyber-Resilienz. IR kann im Falle einer Attacke bei der Erkennung, Untersuchung, Eindämmung, Beseitigung und Wiederherstellung effektiv helfen. 

Denn durch IR-Pläne und -Playbooks, Tabletop Exercise, Patch-Management und Mitarbeiterschulungen sind Unternehmen besser für den Ernstfall gewappnet.IR ermöglicht nicht nur eine effiziente Reaktion auf Sicherheitsvorfälle, sondern gewährt auch ein umfassendes Verständnis des Vorfalls. Denn sie umfasst den gesamten Untersuchungs- und Reaktionszyklus: eine schnelle Reaktion auf Vorfälle, die sorgfältige Sammlung von Beweismitteln, die Identifikation zusätzlicher Spuren von Hackerangriffen sowie die Einleitung gezielter Maßnahmen zur Angriffsabwehr.

Incident-Response-Pläne sind Mangelware

IR-Pläne halten die Zuständigkeiten für verschiedene Arten von IT-Sicherheitsvorfällen offiziell fest und definieren schrittweise die erforderlichen Maßnahmen zur Erkennung und Behebung. Obwohl diese Maßnahmen im Notfall enorm wichtig sind, verfügen derzeit laut einer aktuellen Befragung nur rund zwei von zehn (20,5 Prozent) der Unternehmen in Deutschland über Incident-Response-Pläne. 41,0 Prozent der IT-Entscheider sehen in ihrer Erstellung sogar eine Zeit- und Geldverschwendung. Obwohl IR-Pläne für die meisten Cyberversicherungen obligatorisch sind. Neben einem Incident-Response-Plan, der auf eine Vielzahl von Vorfällen anwendbar ist, definieren IR-Playbooks die konkreten Maßnahmen, die Unternehmen im Falle eines bestimmten Vorfalls ergreifen sollten. Sie verleihen dem Sicherheitsteam eines Unternehmens die Fähigkeit, effizient und zeitnah auf einen Cyberangriff zu reagieren.

Die Festlegung der Phasen einer IR-­Strategie müssen klar definiert sein. Aber genauso sollten Tools, Systeme und Leitfäden festgelegt und auch regelmäßig aktualisiert werden. Denn nur so kann eine robuste Cyberresi­lienz erreicht werden.

cyber resilienzKai Schuricht
ist Lead Incident Response Specialist bei Kaspersky

Bildquelle: kai schuricht

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