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Cyberangriff? Keine Panik! – Die neuen Wege im Schutz vor digitalen Risiken

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Modern MXDR-Ansätze, künstliche Intelligenz und ein Blick in die zweite Reihe

Welche technologischen Innovationen und Dienstleistungen sind bei G DATA entscheidend, um Unternehmen gegen aktuelle Bedrohungen zu schützen?

Tim Berghoff: IT-Abteilungen sehen sich heute mit einer enormen Aufgabenvielfalt konfrontiert: Sie müssen nicht nur für aktuelle Software sorgen, sondern auch eine immer komplexer werdende Sicherheitsarchitektur betreiben. Dieses Spezialwissen ist auf dem Arbeitsmarkt rar. Deshalb bieten wir neben klassischen Schutzlösungen auch „Managed Services“ an, wie Incident Response, Forensik und Sicherheitsberatung. Besonders gefragt sind Lösungen, die Unternehmen ohne eigene größere Security-Teams nutzen können. Unser Ziel ist es, Unternehmen handlungsfähig zu halten – auch im Notfall.

In der Cybersecurity werden aktuell viele neue Abkürzungen und Begriffe diskutiert. Welche Rolle spielen moderne Ansätze wie Managed Extended Detection and Response (MXDR)?

Tim Berghoff: Klassische Sicherheitslösungen laufen häufig on-premise, das heißt auf eigenen Servern. Sie bieten Schutz, erfordern aber, dass Unternehmen selbst das nötige Know-how zur Auswertung und Reaktion besitzen. Moderne MXDR-Lösungen hingegen werden von spezialisierten Dienstleistern wie unserem Unternehmen gemanagt. Sie analysieren kontinuierlich Protokolle und Angriffsindikatoren. Im Ernstfall greifen Experten ein und leiten Gegenmaßnahmen ein. Gerade für kleinere Unternehmen, die nicht über eigene Sicherheitsanalysten verfügen, ist das ein enormer Vorteil.

GLOSSAR

Ransomware: Schadsoftware, die Daten verschlüsselt und für deren Freigabe Lösegeld fordert.

Incident Response: Maßnahmen zur Reaktion und Bewältigung von IT-Sicherheitsvorfällen.

Forensik: Untersuchung und Analyse digitaler Spuren nach einem Angriff.

Managed Extended Detection and Response (MXDR): Ein Sicherheitsdienst, bei dem ein externer Anbieter die Überwachung, Analyse und Reaktion auf Sicherheitsvorfälle übernimmt.

NIS-2-Richtlinie: EU-weite Vorschrift zur Erhöhung der Cybersicherheit, die künftig mehr Unternehmen betrifft. 

Oft heißt es, die größte Schwachstelle bei Cyberangriffen auf Unternehmen seien die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wie schätzen Sie den Faktor Mensch in der IT-Sicherheit ein und welche Rolle spielen Awareness-Trainings?

Tim Berghoff: Der Mensch ist tatsächlich ein entscheidender Faktor. Zwar versuchen Unternehmen, Risiken durch Automatisierung zu minimieren, doch viele Angriffe setzen gezielt auf menschliches Fehlverhalten. Daher ist es wichtig, Mitarbeitende laufend zu schulen und zu sensibilisieren. Einmalige Schulungen reichen nicht aus; wir setzen auf kontinuierliche, interaktive und praxisnahe Awareness-Programme. Nur so kann das Sicherheitsniveau nachhaltig angehoben werden. Die Rückmeldungen, die wir daraus gewinnen, fließen in die ständige Verbesserung unserer Trainings ein.

Werfen wir noch einen Blick in die Zukunft: Die Cybersecurity-Branche steht vor einem ständigen Wandel. Welche Trends und Herausforderungen sehen Sie für die nächsten Jahre? Wie wird sich G DATA weiterentwickeln?

Tim Berghoff: Künstliche Intelligenz ist sicherlich eines der wichtigsten Themen der nächsten Jahre. Sie eröffnet beeindruckende neue Möglichkeiten, stellt uns aber auch vor völlig neue Herausforderungen. Wir entwickeln zum Beispiel Trainings, die gezielt auf Angriffsszenarien mit KI eingehen. Hinzu kommen gesetzliche Vorgaben wie die NIS-2-Richtlinie der EU, die die Anforderungen an Unternehmen weiter verschärfen wird. G DATA wird sich weiter anpassen, um seinen Kunden schnell und effizient helfen zu können. Konkrete Zukunftsprognosen sind aber schwer zu treffen, da sich die Bedrohungslage ständig und teils völlig überraschend verändert. Flexibilität und schnelle Reaktion werden deshalb noch wichtiger.

Herr Berghoff, was geben Sie Unternehmen abschließend mit auf den Weg?

Tim Berghoff: Ganz viel im Bereich IT-Sicherheit braucht Kontext und den Kontext zu finden, das ist halt nicht immer leicht. Dazu gibt es ein sehr schönes Zitat von dem von mir sehr geschätzten Bochumer Kabarettisten Jochen Malmsheimer, der mal gesagt hat: „Hören Sie neben das Laute: Lassen Sie sich nicht vom Geklingel und Geschepper aus der ersten Reihe ablenken und schauen Sie auch mal in die zweite Reihe.“ Mein Tipp: Vertrauen Sie auf professionelle Unterstützung und stellen Sie Ihr Sicherheitskonzept regelmäßig auf den Prüfstand.

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