Fernunterricht öffnet Schwachstellen für Cyberangriffe
Als die Welt von der Corona-Pandemie betroffen war, wurde das Bildungssystem fast aller Länder umgestaltet, wobei das Fernlernen eine zentrale Rolle spielte. Viele Bildungseinrichtungen waren auf einen solch drastischen Schritt nicht vorbereitet und mussten schnell ihr System umstellen, ohne in dieser kurzen Zeit angemessene und sichere Dienste zu implementieren. Leider hat das Fernlernen zwar den Zugang zur Bildung erweitert, aber auch neue Schwachstellen mit sich gebracht, von schlecht gesicherten Videokonferenz-Tools über gemeinsam genutzte Geräte mit minimalem Schutz bis hin zu ungesicherten Heimnetzwerken, denen es an Sicherheitsmaßnahmen auf Unternehmensniveau fehlt.
Dieses erweiterte Bildungsnetz führte auch zu einer zunehmenden Komplexität, mit der die Cybersicherheitsmaßnahmen nicht Schritt halten konnten, so dass diese Netze und Nutzer verwundbar blieben. Auch nach der Pandemie stehen Schulen und Unternehmen weiterhin vor der Herausforderung, angemessene Cybersicherheits-Best Practices einzuführen.
Cyberangriffe: Sicherheitsbudgets fehlt es an allem
Laut Moody's Global Cyber Risk Insurer Survey haben die Hochschulen zwar mehr Mittel für Cybersicherheit bereitgestellt, doch liegt diese wichtige Gruppe bei den Ausgaben für Cybersicherheit im Vergleich zu anderen Sektoren immer noch zurück. In dem Bericht wird hervorgehoben, dass im Jahr 2023 das durchschnittliche Budget für den Hochschulsektor nur sieben Prozent für Cybersicherheit ausmachen wird, was unter dem weltweiten Durchschnitt von acht Prozent und weit unter dem Durchschnitt von zehn Prozent für Unternehmen liegt.
Leider wissen Cyberkriminelle, dass viele Schulen und Universitäten nicht über die nötigen Ressourcen verfügen, um sich angemessen gegen ihre bösartigen Aktivitäten zu verteidigen. Kriminelle Hackergruppen wissen, dass einige Schulen nicht in der Lage sein werden, Lösegeld für den Zugang zu kompromittierten Systemen zu zahlen und deshalb setzen sie auf den Diebstahl der gespeicherten persönlichen Daten. Diese sind für Cyberkriminelle ungemein wertvoll, da sie damit Identitätsdiebstahl betreiben oder sensible Informationen im Dark Web verkaufen wollen. Das hat zur Folge, dass die Schulen nicht in der Lage sind, sich gegen ausgefeilte und sich weiterentwickelnde Cyberangriffe zu verteidigen, wodurch ein Teufelskreis der Verwundbarkeit entsteht.
Im vergangenen Jahr wurde viel über die Chancen und die Schattenseiten von KI diskutiert. Zunehmend erstellen Cyberangreifer mit KI-Tools überzeugende Phishing-E-Mails und geben sich als Lehrer aus, um Mitarbeiter oder Schüler zu täuschen und auf diese Weise sensible Daten zu entwenden. Darüber hinaus können böswillige Akteure KI-basierte Chatbots und Online-Tools manipulieren, um Malware zu verbreiten oder Nutzerdaten abzugreifen, was ein erhebliches Risiko für den Bildungssektor darstellt. Da die Einrichtungen in hohem Maße auf Online-Tools angewiesen und oft nicht ausreichend auf solche fortschrittlichen Bedrohungen vorbereitet sind, wächst die Gefahr von KI-gestützten Cyberangriffen weiter, wie die Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit hervorhebt.
Mehr KI-unterstützte Angriffe
Die Fähigkeit, KI für böswillige Zwecke einzusetzen, hat es Cyberangriffen ermöglicht, Angriffe in großem Maßstab zu automatisieren und sogar Schwachstellen in Netzwerken zu erkennen und auszunutzen. KI hat Cyberangriffe schneller, intelligenter und schwieriger zu erkennen gemacht und stellt eine wachsende Bedrohung für unzureichend vorbereitete Institutionen dar.
Cyberangriffe: Prävention ist der Schlüssel zu mehr Sicherheit
Obwohl die Herausforderungen groß sind, können Bildungseinrichtungen proaktive Schritte unternehmen, um ihre Cybersicherheit zu verbessern:
Sichere Passwörter verwenden: Sie sollten sichere, eindeutige Passwörter für jeden Account verwenden und die Verwaltung mit einem Passwort-Manager vereinfachen.
Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA): Sicherheitsverantwortliche sollten eine Multi-Faktor-Authentifizierung in allen Bildungssystemen einrichten, um einen zusätzlichen Schutz zu bieten.
Über Phishing und Social Engineering aufklären: Sie sollten Schülern und Mitarbeitern beibringen, wie sie Phishing-Betrügereien und verdächtige Links erkennen. Außerdem sollte auf dem Lehrplan stehen, wie Schüler und Studenten es vermeiden können auf diese zu klicken.
Endpoint Security-Lösungen: Sie sollten alle Geräte mit Sicherheitslösungen für Endgeräte absichern, um sie vor Malware und unberechtigtem Zugriff zu schützen.
Software aktuell und gepatcht halten: Sie sollten regelmäßig die gesamte Software aktuell halten, um Schwachstellen zu beheben und das Risiko einer Ausnutzung zu verringern.
Stand: 16.12.2025
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