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KRITIS Cyberangriffe: Kritische Infrastrukturen sind unter Dauerfeuer

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Der schädliche Datenverkehr im Internet steigt immer weiter an – im ersten Halbjahr 2024 ein Plus von über 50 Prozent. Vor allem Öffentliche Verwaltungen und Kritische Infrastrukturen (KRITIS) sind im Fokus der Cyberangriffe.

(Bild:  janews094 / Adobe Stock)
(Bild: janews094 / Adobe Stock)

Bei immer mehr über das Internet übertragenen Bits und Bytes handelt es sich schädlichen Datenverkehr – also um Cyberangriffe. Besonders betroffen sind vor allem Öffentliche Verwaltungen und Kritische Infrastrukturen (KRITIS) wie Unternehmen aus den Bereichen Energie, Finanz- und Versicherungswesen, Transport und Verkehr sowie dem Gesundheitswesen.

Die Anzahl schädlicher Anfragen auf Webseiten, Online-Portale und Web-Schnittstellen (APIs) stieg im ersten Quartal 2024 um 29,8 Prozent im Vergleich zu 2023. Im zweiten Quartal fiel der Zuwachs mit 80 Prozent noch gravierender aus. Über das gesamte erste Halbjahr 2024 hinweg beträgt der Anstieg schädlicher Anfragen 53,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.  Zu diesem Ergebnis kommt der „Cybersecurity Report H1 2024“ von Myra Security. 

Laut dem Report zielten im vergangenen Jahr 74 Prozent aller Cyberangriffe in der EU auf Kritische Infrastrukturen ab. Allein im ersten Quartal 2024 wurden 181 Angriffe auf KRITIS-Unternehmen gemeldet. 

Cyberangriffe sind keine Ausnahme mehr, sondern eine Konstante. Das ist das neue Normal.

Christof Klaus, Myra Security

Neue Angriffsmethode auf Applikations-Ebene

Angriffe auf der Applikations-Ebene bleiben für die meisten Unternehmen ein ernst zu nehmendes Problem. Aufgrund der hohen Komplexität moderner Web-Applikationen ist die Abwehr von Attacken hier besonders herausfordernd. Umso besorgniserregender sind deshalb neue Angriffsformen, die insbesondere auf diese Netzwerkschicht abzielen – wie die im April neu entdeckte „HTTP/2 Continuation Flood“.

 In vielen Fällen ist die Continuation Flood eine größere Bedrohung als die im vergangenen Jahr entdeckte Angriffsmethode „Rapid-Reset“. Auf einzelne Bots als Angriffs-Client heruntergebrochen, erlaubt die Continuation Flood im Vergleich die siebenfache Menge schädlicher Requests pro Sekunde (RPS). Damit genügt Angreifern prinzipiell schon ein einzelner Rechner als Werkzeug, um die Web-Server von Unternehmen auszuschalten. 

„Die Zahlen unseres neuen Cybersecurity-Reports zeigen, dass sich die Gefahrenlage weiter ver- statt entschärft“, kommentiert Christof Klaus, Head of Global Network Defense bei Myra Security. „Cyberangriffe sind keine Ausnahme mehr, sondern eine Konstante. Das ist das neue Normal. Nur wer trotz andauernder Angriffe geschäftsfähig bleibt, ist wirklich resilient – und kann stets datenbasiert und in Echtzeit die bestmöglichen Entscheidungen treffen.“ 

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