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IT-Sicherheit in der Gesundheitsbranche Cyberangriffe mit KI: Wie sich Krankenhäuser davor schützen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Cyberangriffe mit Ransomware sind für Krankenhäuser schon seit langem ein großes Problem, der Einsatz von KI verschärft es nun weiter. Angesichts der erhöhten Gefahr sollten Krankenhäuser wissen, wie sich die typischen Schwachstellen in der IT-Infrastruktur beheben lassen.

(Bild:  © Sansert/stock.adobe.com)
(Bild: © Sansert/stock.adobe.com)

Künstliche Intelligenz bietet Gesundheitseinrichtungen viele Chancen. Sie können damit ihre betriebliche Effizienz steigern und dadurch den Fachkräftemangel abfedern oder effektiver forschen, Therapien personalisieren und ihre Patienten besser versorgen. Gleichzeitig erhöht sie aber die Gefahr, die durch Cyberangriffe mit Ransomware ausgeht, weiter. 

Kriminelle nutzen insbesondere generative KI, um hochgradig personalisierte Phishing- und Social-Engineering-Nachrichten zu erstellen, täuschend echte Audio- und Video-Deepfakes zu produzieren oder um ihre Programmcodes so zu verändern, dass sie schwerer zu erkennen und zu analysieren sind. Deshalb ist es wichtiger denn je, etwaige Schwachstellen  in der Cybersecurity zu beseitigen. Warum Krankenhäuser besonders verwundbar sind und wie sie sich vor Cyberangriffen schützen können.

1. Endgeräte mit zentralem Endpoint Management sichern

Eine große Herausforderung für Krankenhäuser ist oft ihr Flickenteppich aus Endgeräten und Systemen. Er besteht zum einen aus vielen Altsystemen, die sich nicht mehr aktualisieren lassen oder denen es an zeitgemäßen Sicherheitsfunktionen etwa für die Zugangskontrolle fehlt. Daneben gibt es zahlreiche moderne Endpoints wie Wearables, Tablets, vernetzte Medikamentenwagen und medizinische Geräte, die nicht zentral verwaltet werden.

Mit einer Endpoint-Management-Lösung können Krankenhäuser sämtliche Endgeräte einheitlich verwalten, absichern und überwachen. Sie sorgt dafür, dass Sicherheitsrichtlinien und Updates zentral ausgerollt und Sicherheitslücken schneller geschlossen werden. Altsysteme lassen sich mit einer geeigneten Lösung durch Isolierung, Überwachung und verhaltensbasierte Bedrohungserkennung so absichern, dass sie ruhigen Gewissens weiterbetrieben werden können.

2. Cyberangriffe mit EDR schnell erkennen

Häufig fehlt es Krankenhäusern an Tools, die Ransomware-Attacken frühzeitig erkennen. Dadurch sind die Schäden dann oft größer, als sie sein müssten. Systeme für Endpoint Detection and Response (EDR) ermöglichen Krankenhäusern eine gezielte Bedrohungserkennung und eine schnelle Reaktion. EDR-Agenten, die direkt auf den Endgeräten laufen, analysieren kontinuierlich alle Aktivitäten. 

Statt nur bekannte Signaturen zu prüfen, nutzt das System künstliche Intelligenz, um ungewöhnliche Aktivitäten zu erkennen. Im Ernstfall isoliert es den Endpoint automatisch, stoppt verdächtige Prozesse und benachrichtigt das Sicherheitsteam. In Form von Managed Detection and Response (MDR) können Krankenhäuser solch eine Lösung auch als Service in Anspruch nehmen, beispielsweise dann, wenn sie selbst dafür nicht das nötige Personal haben. Das garantiert zudem ein hohes Sicherheitsniveau rund um die Uhr.

3. Zuverlässige Backups mit einem Cyber Vault gewährleisten

Unzureichende Backup-Strategien sind der Grund dafür, dass die Wiederherstellung von verschlüsselten Daten und Systemen unverhältnismäßig lange dauert – oder sich nicht alles wiederherstellen lässt. Eine wirksame Backup-Lösung bietet der Ansatz mit Cyber Vault. Dabei handelt es sich einen besonders geschützten Speicherbereich, der durch ein so genanntes Air Gap physisch und logisch vom restlichen Netzwerk getrennt ist, so dass Angreifer nicht über das Produktionssystem darauf zugreifen können. Weitere Mechanismen auf Hardware- und Software-Ebene sorgen zudem für die Unveränderlichkeit der Daten. Diese können von Cyberkriminellen nicht verschlüsselt werden, selbst wenn sie in den Besitz von Administratoren-Rechten gelangen. So kann der Cyber Vault auch dann noch intakte Daten bereitstellen, wenn das gesamte operative Netzwerk durch Cyberangriffe kompromittiert wurde.

Cyberangriffe: Krankenhäuser gehören zu den häufigsten Opfern

Dr.-Ing. Marten Neubauer ist Field Director Healthcare bei Dell Technologies.(Bild:  Dell Technologies)
Dr.-Ing. Marten Neubauer ist Field Director Healthcare bei Dell Technologies.
(Bild: Dell Technologies)

Dr.-Ing. Marten Neubauer, Field Director Healthcare bei Dell Technologies, kommentiert: „Krankenhäuser gehören leider fast schon traditionell zu den häufigsten Opfern von Ransomware-Attacken, und die Gefahr steigt weiter. Deshalb war es noch nie so wichtig wie heute, sich dagegen zu wappnen. Krankenhäuser sollten den Bedrohungen ganzheitlich begegnen und aktuelle technische Schutzmaßnahmen einführen sowie moderne Sicherheitsansätze wie Zero Trust implementieren. Ebenso wichtig – man kann es gar nicht oft genug sagen – ist aber auch der Faktor Mensch, da er oft das schwächste Glied in der Sicherheitskette darstellt. Die Mitarbeiter sollten regelmäßig geschult und dabei insbesondere für die neuen Angriffsmethoden sensibilisiert werden, die durch generative KI möglich werden.“

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