DB Podcast

Neue Studie von G Data Cyberangriffe: Unternehmen sind Ziel sensibler Daten

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Drei von fünf Deutschen halten ihr eigenes Unternehmen wegen sensibler Daten für ein lukratives Ziel für Cyberkriminelle. Eine neue Studie von G Data zeigt, dass Arbeitnehmer nicht an zufällige, sondern strategische Cyberangriffe glauben.

(Bild:  G Data CyberDefense)
(Bild: G Data CyberDefense)

Die Mehrheit der deutschen Arbeitnehmenden (fast 62 Prozent) denkt, dass Cyberkriminelle ihr Unternehmen gezielt angreifen, weil sie viele kritische Daten wie Kundeninformationen verarbeiten. Das ist ein Ergebnis der repräsentativen Studie „Cybersicherheit in Zahlen" von G Data CyberDefense, Statista und Brand eins. Grundsätzlich ist jede Firma ein interessantes Angriffsziel – unabhängig von Konstruktionsplänen oder anderer Daten. Täter setzen vielmehr auf Massenangriffe mit Systemverschlüsselung und Erpressung. Das Resultat zeigt, dass in Unternehmen noch viel Aufklärungsarbeit in der Belegschaft geleistet werden muss.

Cyberangriffe erfolgen zum Erlangen von Geschäftsdokumenten

Arbeitnehmer glauben nicht an zufällige, sondern strategische Cyberangriffe.(Bild:  G Data CyberDefense)
Arbeitnehmer glauben nicht an zufällige, sondern strategische Cyberangriffe.
(Bild: G Data CyberDefense)

Warum ist ein Unternehmen ein interessantes Ziel für Cyberkriminelle? Arbeitnehmer in Deutschland glauben, dass Kriminelle für Cyberangriffe Unternehmen gezielt und aufgrund von wertvollen Informationen wie Geschäftsgeheimnissen attackieren. Drei von fünf Befragten gehen davon aus, dass große Mengen an verarbeiteten oder gespeicherten Daten das eigene Unternehmen attraktiv für Kriminelle macht. 46 Prozent der Befragten sieht die Branchenzugehörigkeit der Firmen – zum Beispiel Gesundheits- oder Finanzwesen als ausschlaggebenden Faktor. Fast ein Viertel der Arbeitnehmer vermutet Schwachstellen in den IT-Systemen oder unzureichende IT-Sicherheitsmaßnahmen als Grund für Cyberangriffe.

Andreas Lüning ist Mitgründer und Vorstand von der G Data CyberDefense AG.(Bild:  G Data CyberDefense)
Andreas Lüning ist Mitgründer und Vorstand von der G Data CyberDefense AG.
(Bild: G Data CyberDefense)

Die Realität ist aber eine andere: Das „Geschäft Cybercrime“ funktioniert über eine Vielzahl automatisierter Attacken und folgt dabei dem Grundsatz eines maximalen Profits bei einem möglichst geringen Aufwand. Für IT-Verantwortliche stellt sich nicht die Frage, ob ihr Unternehmen angegriffen wird, sondern vielmehr, wann dies passieren wird.

„Jedes Unternehmen ist für Cyberkriminelle ein attraktives Angriffsziel. Die Täter unterscheiden nicht nach Branche oder der Größe“, erklärt Andreas Lüning, Mitgründer und Vorstand von der G Data CyberDefense AG. „Die Angreifergruppen setzen auf massenhafte und automatisierte Angriffe, um IT-Systeme mit Ransomware lahmzulegen und Lösegeld zu erpressen. Deshalb ist es unerlässlich, dass alle Unternehmen in eine wirksame IT-Sicherheitsstrategie investieren und ihre Mitarbeitenden gezielt für digitale Gefahren sensibilisieren.“
 

Die Angreifergruppen setzen auf massenhafte und automatisierte Angriffe, um IT-Systeme mit Ransomware lahmzulegen und Lösegeld zu erpressen.

Andreas Lüning, G Data CyberDefense

Cyberangriffe: Nicht an den Zufall glauben

Nur wenige Unternehmen werden von Angreifergruppen gezielt und strategisch attackiert, um beispielsweise Dienste zu stören oder um an Daten wie Geschäftsgeheimnisse zu gelangen. Vielmehr ist der überwiegende Anteil der Cyberangriffe massenhaft und trifft Firmen, weil etwa ein Mitarbeiter auf eine Phishing-Mail reingefallen ist und Zugangsdaten für einen Dienst preisgegeben hat.

IT-Verantwortliche müssen daher immer davon ausgehen, dass ihr Unternehmen das Ziel einer Cyberattacke ist und ihre Security-Maßnahmen daraufhin auslegen. Dazu gehört auch, die Belegschaft für die Gefahrensituation zu sensibilisieren und mit dem nötigen Wissen auszustatten. So wissen sie, wo Gefahren lauern und wie sie mit diesen umgehen sollten.

Zur Methodik der Studie „Cybersicherheit in Zahlen“

Cybersicherheit in Zahlen“ erschien bereits zum vierten Mal und zeichnet sich durch eine hohe Informationsdichte und besondere methodische Tiefe aus: Die Marktforscher von Statista haben Zahlen, Daten und Fakten aus mehr als 300 Statistiken zu einem einzigartigen Gesamtwerk zusammengeführt. 

Mehr als 5.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland wurden im Rahmen einer repräsentativen Online-Studie zur Cybersicherheit im beruflichen und privaten Kontext befragt. Die Fachleute von Statista haben die Befragung eng begleitet und können dank einer Stichprobengröße, die weit über dem branchenüblichen Standard liegt, belastbare und valide Marktforschungsergebnisse präsentieren.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung