KI und Collaboration-Tools verändern die Bedrohungslandschaft. Unternehmen erkennen Cyberangriffe zunehmend als übergeordnetes Geschäftsrisiko mit zum Teil existenzgefährdendem Potenzial. Laut dem neuen Report von Mimecast gehen 80 Prozent davon aus, dass Cyberrisiken durch KI weiter zunehmen werden.
(Bild: igor.nazlo/Adobe Stock)
Mimecast Limited hat jetzt zum achten Mal den Jahresreport „The State of Email and Collaboration Security 2024” veröffentlicht. Der Bericht konstatiert eine weiterhin stark zunehmende Anzahl von Cyberattacken und prognostiziert für das „Superwahljahr“ 2024, in dem in 50 Ländern Wahlen anstehen, eine besonders außergewöhnliche Bedrohungslage. Zudem machen KI-getriebene Technologien Fälschungen wie Phishing-Seiten glaubwürdiger und stellen Unternehmen vor zusätzliche Herausforderungen.
Mimecast hat die achte Ausgabe des Reports erweitert, um neben dem Angriffsvektor E-Mail auch Collaboration Tools zu erfassen, die immer öfter zur Zielschreibe von Cyberkriminellen werden. Dazu hatte Mimecast vor kurzem bereits den Analystenbericht Cyberrisiken in einer hybriden Arbeitsumgebung herausgegeben. Der SOECS-Bericht basiert auf einer weltweiten Umfrage unter 1.100 Experten aus den Bereichen IT und Cybersicherheit aus den USA, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland, Südafrika und Australien.
Deutsche Unternehmen geben am meisten für IT-Sicherheit aus
In Deutschland wurden für den Report 37 IT- und Sicherheitsexperten aus Unternehmen befragt, die zwischen 250 und über 10.000 Mitarbeiter beschäftigen. In allen von ihnen befassen sich mindestens sechs Mitarbeiter ausschließlich mit IT-Sicherheit, bei 41 Prozent der Unternehmen sind es sogar über 30 Sicherheitsspezialisten. Ebenso viele Unternehmen gaben an, eine formelle Cybersicherheitsstrategie implementiert zu haben, die sich auf alle wichtigen Geschäftsfunktionen erstreckt.
Das Risiko, das von Collaboration Tools wie Google Workspace, Slack, Zoom, Microsoft Teams ausgeht, schätzten 41 Prozent der Befragten als hoch oder sehr hoch ein. Damit stehen deutsche Sicherheitsverantwortliche den Plattformen deutlich skeptischer gegenüber als ihre Kollegen in Frankreich (31 Prozent) oder dem Vereinigten Königreich (25 Prozent). Deutsche Unternehmen geben zudem mit 53 Prozent den größten Anteil ihres gesamten IT-Budgets für Cybersecurity aus. Jeweils ca. ein Drittel der Befragten gibt zudem an, dass Microsoft 365 Malware-, Phishing- und Social Engineering-Attacken nicht ohne zusätzliche Sicherheitstools aufhalten kann.
Abwehrstrategien gegen Cyberangriffe aufbauen
Der SOECS-Bericht zeigt, dass Unternehmen Cyberrisiken zunehmend als übergeordnetes Geschäftsrisiko anerkennen, dessen Management nicht allein durch die IT-Abteilung geleistet werden kann. Abwehrstrategien werden ausgebaut, und weltweit wie auch in Deutschland gaben mit 97 Prozent fast alle Befragten an, dass ihre Vorstände und leitenden Angestellten diese Bemühungen unterstützen.
Auch der Faktor Human Risk macht Unternehmen stark zu schaffen. Da E-Mails und Collaboration Tools die wichtigsten Einfallstore sind, sind die sie nutzenden Mitarbeiter eine wichtige Verteidigungslinie gegen Angreifer und benötigen Schulung und Schutz. Aber: Obwohl 75 Prozent (Deutschland: 86 Prozent) angaben, dass ihr Unternehmen dem Risiko eines unbeabsichtigten Datenverlusts durch uninformierte oder unvorsichtige Mitarbeiter ausgesetzt sei, bieten nur 15 Prozent der Unternehmen (Deutschland: acht Prozent) ihren Mitarbeitern kontinuierlich entsprechende Trainings an.
E-Mails sind der wichtigste Vektor für Cyberangriffe
Weltweit fahren IT-Teams angesichts der neuen Herausforderungen durch KI die Schilde hoch und verstärken ihre Verteidigungsstrategien. KI-getriebene Technologien beschleunigen und professionalisieren Phishing- und Ransomware-Angriffe und erhöhen die Chance für Cyberkriminelle, solche Angriffe erfolgreich durchzuführen. 80 Prozent der Befragten sehen durch KI ein gestiegenes Bedrohungspotenzial, und 67 Prozent gehen davon aus, dass KI-gesteuerte Angriffe bald der Normalfall sind.
E-Mails sind nach wie vor der Hauptangriffsvektor für Phishing-, Spoofing- und Ransomware-Attacken, aber Collaboration-Tools rücken verstärkt in den Fokus von Angreifern. 70 Prozent (Deutschland: 62 Prozent) der Befragten sehen in den beliebten Plattformen eine zusätzliche Herausforderung, und 69 Prozent (Deutschland: 74 Prozent) halten es für wahrscheinlich, dass ihr Unternehmen durch einen auf Collaboration-Tools basierenden Angriff geschädigt wird.
Stand: 16.12.2025
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Bewusstsein für die größten Risikofaktoren schärfen
Marc van Zadelhoff ist CEO von Mimecast.
(Bild: Mimecast)
Marc van Zadelhoff, CEO von Mimecast, erklärt: „Collaboration Tools und Technologien wie KI und Deep Fakes verändern die Arbeitsweise von Cyberkriminellen. Aber auch der menschliche Faktor spielt eine große Rolle. Cybersecurity- und IT-Teams müssen mit der Geschäftsführung zusammenarbeiten, um ihre Mitarbeiter hinsichtlich Risiken zu sensibilisieren und mittels regelmäßiger Schulungen zu unterstützen, Cyberbedrohungen zu erkennen und damit vom Unternehmen abzuhalten."
Mimecast bietet Lösungen, mit denen Unternehmen die digitale Arbeitsumgebung sichern und sich vor Cyberbedrohungen schützen können. Damit lassen sich Cyberrisiken minimieren und eine zunehmend komplexe Bedrohungslandschaft bewältigen, die von immer professionelleren Cyberangriffen geprägt ist und keine menschlichen oder technologischen Fehler verzeiht. Die KI-unterstützten Lösungen ermöglichen die proaktive Erkennung und Priorisierung von Bedrohungen, E-Mail-Archivierung, das Scannen von Links und QR-Codes, Markenschutz sowie Awareness-Training.