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Unterbrechungen in der Patientenversorgung Cyberangriffe: Immer häufiger ist das Patientenwohl gefährdet

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

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Die Zahl der Cyberangriffe im Gesundheitswesen nimmt besorgniserregend zu: So haben fast alle Organisationen in den USA in den letzten zwölf Monaten mindestens eine Cyberattacke erlebt.

(Bild:  VibrantVisionsStudio / Adobe Stock)
(Bild: VibrantVisionsStudio / Adobe Stock)

Proofpoint hat zusammen mit dem Ponemon Institute die dritte jährlich erscheinende Studie zur Cybersicherheit im Gesundheitswesen veröffentlicht. Der unter dem Titel „Cyber Insecurity in Healthcare: The Cost and Impact on Patient Safety and Care 2024“ erschienene Report zeigt eine besorgniserregende Zunahme der Cyberangriffe im Gesundheitswesen

Demnach haben fast 92 Prozent der befragten Organisationen in den USA in den letzten zwölf Monaten mindestens eine Cyberattacke erlebt, die zu erheblichen Unterbrechungen in der Patientenversorgung geführt hat. Von den Organisationen, die von den vier häufigsten Angriffsarten – Cloud Compromise, Ransomware, Supply-Chain-Attacken und Business Email Compromise (BEC) – betroffen waren, berichteten 56 Prozent von negativen Folgen für Patienten aufgrund von Verzögerungen bei Verfahren und Tests.

Cyberangriffe: Ein globales Problem

Die Studie hebt auch ein anderes wachsendes Problem hervor: Es fehlt an einer klaren Führung im Bereich der Cybersicherheit. Zwar geben 55 Prozent der Befragten einem Mangel an internem Fachwissen in ihren Organisationen die Schuld dafür, dass ihre Cybersicherheit Schwächen aufweist, aber den Mangel an klarer Führung identifizieren in diesem Jahr 49 Prozent der Teilnehmer als Herausforderung – 2023 lag dieser Wert noch bei 14 Prozent.

Obwohl sich diese Studie auf die USA konzentriert, sind die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa relevant. Cyberangriffe kennen keine geografischen Grenzen und die zunehmende Vernetzung im weltweiten Gesundheitswesen macht es anfällig für grenzüberschreitende Bedrohungen. Darüber hinaus sind die Ereignisse in den USA leider auch in der Cybersecurity häufig Vorboten für Entwicklungen in Europa. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit für Akteure im Gesundheitswesen auf der ganzen Welt, ihre Cybersicherheitsmaßnahmen zu verstärken und eine klare Führungsrolle in diesem Bereich zu übernehmen.

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