Mittelständische Unternehmen sind bei Cyberkriminellen ein beliebtes Ziel, weil sie viele wertvolle Daten besitzen, aber in der Regel nicht über die gleichen Ressourcen verfügen wie große Unternehmen, um diese zu schützen. Mit einigen Ansätzen können Mittelständler ihr Sicherheitsniveau verbessern und Cybersecurity-Risiken reduzieren.
(Quelle: Looker_Studio - Adobe Stock)
Mittelständische Unternehmen gelten als das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und treiben die digitale Transformation zügig voran. Oft gelingt es diesen edoch nicht, ihre IT-Infrastrukturen zuverlässig vor Cybersecurity-Risiken zu schützen. Es fehlt an Budget, Know-how und Fachpersonal. Cyber-Angriffe treffen diese Unternehmen deshalb oft hart: Laut Praxisreport 2022 des Vereins Deutschland sicher im Netz (DsiN) entstanden bereits bei 76 Prozent der Mittelständler zusätzliche Aufwände und Schäden durch Cyber-Angriffe. 13 Prozent bezeichnen diese als erheblich und vier Prozent sogar als existenzbedrohend.
Angesichts wachsender Cybersecurity-Risiken stehen die Unternehmen unter großem Druck, ihre IT-Sicherheit trotz kleiner IT-Teams und knapper Ressourcen deutlich zu verbessern. Ein Patentrezept dafür gibt es leider nicht. Mit den folgenden fünf Maßnahmen lassen sich die Cyber-Abwehrkräfte nachhaltig stärken und so die Cybersecurity-Risiken reduzieren.
1. Cybersecurity-Risiken: Schulung der Mitarbeiter
Die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das schwächste Glied in der Cyber-Abwehr, denn Fehler sind menschlich und schnell passiert – gerade durch Unwissenheit. Durch regelmäßige Schulungen können Unternehmen das Bewusstsein für Cybersecurity-Risiken jedoch schärfen und Best Practices im sicheren Umgang mit Daten, Anwendungen und Geräten vermitteln. Wichtig ist, dass die Schulungen keine einmalige Angelegenheit bleiben, sondern kontinuierlich stattfinden. So lassen sich Inhalte in leichter verdaulichen Häppchen vermitteln, Wissen durch Wiederholung festigen und Lernfortschritte besser überprüfen.
2. Konzentration auf die Daten
In einem digitalisierten Unternehmen werden Daten überall generiert und verarbeitet – auf Endgeräten, im Rechenzentrum, in der Cloud und am Edge. Statt sich also auf den Schutz einzelner Systeme zu konzentrieren, zwischen denen die Daten hin- und herfließen, sollten Unternehmen die Daten selbst in den Mittelpunkt ihrer Sicherheitsbemühungen stellen. Das bedeutet, Daten konsequent zu verschlüsseln und genau zu kontrollieren, wer auf sie zugreift. Darüber hinaus wird eine moderne Data Protection benötigt. Diese muss über klassische Back-ups und Replikationen hinausgehen, da Cyber-Kriminelle diese oft unbrauchbar machen. Unveränderbare Speicher und Datentresore helfen, Back-ups und Kopien besonders wertvoller Daten vor Manipulation zu schützen.
3. Reduzierung der Komplexität von Zero Trust
Laut dem Global Data Protection Index 2022 (GDPI) von Dell Technologies beschäftigen sich bereits 91 Prozent der Unternehmen mit Zero Trust. Dabei handelt sich um ein Sicherheitskonzept, das ausschließlich den bekannten und autorisierten Datenverkehr über Systeme und Anwendungen hinweg erlaubt. Und daher eine höhere Schutzebene als herkömmliche Perimeterverteidigung bietet. Lösungen, die Sicherheitsfunktionen wie Multifaktor-Authentifizierung und rollenbasierte Zugriffskontrollen von vornherein integrieren, können die Komplexität von Zero Trust reduzieren und die Einführung erheblich beschleunigen.
4. Evaluierung von As-a-Service-Modellen
Bei knappen IT-Budgets, geringem oder fehlendem Know-how und Personal lohnt der Blick auf Managed Services. Erfahrene IT-Dienstleister übernehmen dann den Betrieb der Infrastruktur und den Schutz von Daten und Anwendungen. Abgerechnet wird verbrauchsabhängig, was eine gute Kostenkontrolle und einfache Skalierung ermöglicht. Das Angebot an Managed Services ist zudem sehr vielfältig. Dadurvh können mittelständische Unternehmen flexibel entscheiden, welche IT-Services sie selbst erbringen und welche sie einem externen Spezialisten überlassen.
Die Erfahrung zeigt, dass es für mittelständische Unternehmen schwierig ist, mit den immer raffinierteren Angriffen Schritt zu halten. Das liegt auch daran, dass die Angreifer häufig nicht sofort zuschlagen, sondern sich zunächst vorsichtig innerhalb der Infrastruktur ausbreiten. Um diese aufzuspüren, braucht es Lösungen für Extended Detection and Response (XDR), die Status- und Aktivitätsdaten von Endpoints, Netzwerkgeräten, Sicherheitslösungen und Cloud-Plattformen zusammentragen und auswerten. Da die Analyse der Auswertungen und das Einleiten von Gegenmaßnahmen erfahrenes Personal erfordert, ist es meist am sinnvollsten, XDR als Service zu beziehen. So ist sichergestellt, dass sich Sicherheitsexperten rund um die Uhr darum kümmern, die IT-Infrastruktur zu überwachen, mögliche Cybersecurity-Risiken und -Bedrohungen zu untersuchen und Angriffe abzuwehren.
IT-Lösungen mit integrierten Sicherheitsfunktionen
„Im deutschen Mittelstand gibt es viele Hidden Champions, deren Daten für Cyber-Kriminelle hochattraktiv sind. Werden diese Daten verschlüsselt oder geraten sie in die falschen Hände, kann das für ein Unternehmen schnell existenzbedrohend sein“, betont Ingo Gehrke, Senior Director & General Manager, Medium Business bei Dell Technologies in Deutschland. „Um sich trotz begrenzter Ressourcen zuverlässig zu schützen, benötigen Mittelständler deshalb IT-Lösungen, die Sicherheitsfunktionen bereits mitbringen und nicht erst nachgerüstet werden müssen. Zudem müssen sich Mittelständler auch nicht allein dieser Herausforderung stellen: Lagern sie komplexe Security-Aufgaben an spezialisierte IT-Dienstleister aus, können sie ihr Sicherheitsniveau ohne großen Aufwand erhöhen und sich ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.“ (sg)
Stand: 16.12.2025
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(Ingo Gehrke ist Senior Director & General Manager, Medium Business bei Dell Technologies. (Bild: Dell Technologies))