Eine neue Studie von ISC2 zeigt, dass 30 Prozent der Experten für Cybersecurity bereits KI-Tools einsetzen. Die Studie liefert auch Einblicke, wie sich der Einsatz von KI-Tools auf die Teamleistung und Einstellungsentwicklungen auswirkt.
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ISC2, die gemeinnützige Mitgliederorganisation für Experten der Cybersecurity, hat heute ihre Umfrage „2025 AI Adoption Pulse Survey” veröffentlicht, in der nach der Einführung von KI-Sicherheitstools in Cybersicherheitsteams gefragt wurde. Basierend auf den Erkenntnissen von weltweit 436 befragten Experten für Cybersicherheit in Unternehmen aller Größenordnungen, bewertet die Studie die Auswirkungen der Nutzung von KI auf Teameffektivität, Einstiegsjobs und die Einstellung von Experten für Cybersecurity.
Casey Marks, Chief Qualifications Officer bei ISC2, kommentiert die Ergebnisse: „KI verändert die Arbeitsweise von Unternehmen, und die Cybersecurity bildet dabei keine Ausnahme. Unsere aktuelle KI-Umfrage zeigt ein vorsichtiges, aber wachsendes Interesse an KI-Sicherheitstools, deren Einführung sich in Zukunft voraussichtlich beschleunigen wird. Erfreulicherweise geben 44 Prozent der Experten an, dass die derzeitige oder erwartete Einführung von KI-Sicherheitstools keine Auswirkungen auf die Einstellung von Personal hat. 28 Prozent sehen in KI neue Chancen für Berufseinsteiger. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass KI die Cybersicherheitsexperten unterstützt, indem sie repetitive Aufgaben automatisiert und es ihnen ermöglicht, sich auf sinnvollere Aufgaben zu konzentrieren.“
KI-Cybersecurity-Tools in Abläufe integriert
42 Prozent der Cybersecurity-Teams befinden sich bei KI-Tools in der Evaluierungsphase.
(Bild: ISC2)
Laut der Umfrage haben 30 Prozent der Cybersicherheitsexperten bereits KI-Sicherheitstools in ihre Abläufe integriert, die in der Umfrage als „KI-fähige Sicherheitslösungen, generative KI und/oder agentenbasierte KI für automatische Aktionen“ definiert werden. Darüber hinaus prüfen oder testen 42 Prozent der Befragten derzeit deren Einführung, was auf eine starke Dynamik in Richtung einer zukünftigen Implementierung hindeutet. Von denjenigen, die bereits KI-basierte Cybersecurity-Tools nutzen, berichten 70 Prozent von positiven Auswirkungen auf die Gesamteffektivität ihres Teams. Die fünf Bereiche, in denen KI-Sicherheitstools in kürzester Zeit die positivsten Auswirkungen auf den Betrieb haben werden, wie Verbesserung der Effizienz und Automatisierung zeitaufwändiger Aufgaben, sind:
Netzwerküberwachung und Intrusion Detection: 60 Prozent
Endpunktschutz und -reaktion: 56 Prozent
Schwachstellenmanagement: 50 Prozent
Bedrohungsmodellierung: 45 Prozent
Sicherheitstests: 43 Prozent
Cybersecurity: Konzerne sind führend bei Nutzung von KI-Tools
Die größten Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern sind führend bei der Einführung von KI-Tools als Teil ihrer Maßnahmen für Cybersecurity, wobei 37 Prozent diese aktiv nutzen. Dicht dahinter folgen mittelgroße bis große Unternehmen (2.500 bis 9.999 Mitarbeiter) und kleinere Unternehmen (100 bis 499 Mitarbeiter) mit jeweils 33 Prozent Einsatzquote. Im Gegensatz dazu weisen mittelständische (500 bis 2.499 Mitarbeiter) und kleinste Unternehmen (1 bis 99 Mitarbeiter) die niedrigsten Einsatzquoten auf: Nur 20 Prozent jeder Gruppe setzen KI aktiv für Sicherheitszwecke ein. Bemerkenswert ist, dass die kleinsten Unternehmen auch die konservativsten sind: 23 Prozent geben an, keine Pläne zur Evaluierung von KI-Sicherheitstools zu haben.
Bei den Branchen, die KI-Tools für ihre Cybersecurity-Maßnahmen einsetzen, evaluieren oder testen, liegen Industrieunternehmen (38 Prozent), IT-Dienstleister (36 Prozent), der Handels-und Konsumgütersektor (36 Prozent) und professionelle Dienstleistungsunternehmen (34 Prozent) an der Spitze. Im Gegensatz dazu weisen Finanzdienstleister und die öffentliche Hand derzeit mit 21 Prozent beziehungsweise 16 Prozent die niedrigsten Akzeptanzraten auf. Einige Branchen mit den derzeit niedrigsten Akzeptanzraten erwägen jedoch am ehesten die Integration von KI-Tools in der Zukunft. Sowohl im Finanzdienstleistungssektor als auch im Handels-/Verbrauchersektor geben 41 Prozent der Fachleute an, diese Tools aktiv zu evaluieren, während 36 Prozent der Befragten aus dem öffentlichen Sektor dies angeben.
Auswirkungen auf die Einstellung und Einstiegspositionen
70 der Cybersecurity-Teams sehen positive Ergebnisse durch KI-Tools.
(Bild: ISC2)
Die Mehrheit der Befragten stimmt zu, dass KI-Sicherheitstools Auswirkungen auf die Einstellung von Nachwuchskräften im Bereich Cybersicherheit haben werden. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) gibt an, dass KI den Bedarf an Nachwuchskräften erheblich oder etwas reduzieren wird. 31 Prozent äußerten sich jedoch optimistischer und glauben, dass KI auch neue Arten von Einstiegs- und Junior-Positionen schaffen oder die Nachfrage erhöhen wird, was dazu beiträgt, den Rückgang an anderen Stellen bei den Einstiegsmöglichkeiten auszugleichen.
Die Befragten äußerten sich optimistisch über die allgemeine Einstellungslage im Bereich Cybersecurity angesichts der Einführung von KI. Fast die Hälfte (44 Prozent) stimmt zu, dass die Einstellung von Cybersecurity-Experten in ihrem Unternehmen noch nicht von der Einführung von KI-Sicherheitstools beeinflusst wurde. Im Gegensatz dazu geben 21 Prozent an, dass KI ihre Einstellungspläne und Prioritäten in ihren Unternehmen verändert hat.
Stand: 16.12.2025
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Neue Definition der Verantwortlichkeiten der Mitarbeiter
Gleichzeitig ist klar, dass KI-Sicherheitstools die Rollen und Verantwortlichkeiten der bestehenden Mitarbeiter neu definieren. Laut der Umfrage geben 44 Prozent der Cybersicherheitsexperten an, dass ihre Unternehmen aktiv die Rollen und Fähigkeiten überdenken, die für die Einführung und Nutzung von KI-Sicherheitstools erforderlich sind.
Der Umfrage-Bericht enthält wichtige Erkenntnisse für Unternehmen und Personalverantwortliche, die sich mit dem wachsenden Einfluss von KI auf die Cybersicherheit auseinandersetzen. Angesichts der kontinuierlichen Weiterentwicklung der KI müssen Unternehmen ein Gleichgewicht finden. Dabei müssen sie ihre Effizienz nutzen und gleichzeitig Investitionen in Einstiegsmöglichkeiten priorisieren, um sicherzustellen, dass die Cybersicherheitsfachkräfte agil, qualifiziert und zukunftsfähig bleiben.
Zur Methodik der Umfrage: ISC2 führte für die Studie „2025 AI Adoption Pulse Survey“ eine Online-Umfrage durch, um den Einsatz von KI-Sicherheitstools in Unternehmen zu untersuchen und die Auswirkungen dieses Einsatzes auf die Teameffizienz, Einstiegsjobs und die Einstellung von Experten für Cybersecurity besser zu verstehen. Insgesamt nahmen 436 Fachleute in Positionen mit Verantwortung für Cybersecurity teil.
Die Umfrage wurde vom 13. bis 22. Mai 2025 auf die Dashboard-Seiten für Mitglieder von ISC2 gestellt. Bei der Umfrage wurden KI-Sicherheitstools als „KI-fähige Sicherheitslösungen, generative KI und/oder agentenbasierte KI für automatische Aktionen“ definiert.ISC2 ist eine Nonprofit-Organisation für Cybersecurity-Experten, der 265.000 zertifizierte Mitglieder und Partner angehören.