Ein logisches Datenmanagement im Gesundheitswesen verbessert die Patientenversorgung und steigert die betriebliche Effizienz.
(Bild: ipopba / Adobe Stock)
Das Management von Daten aus klinischen Informationssystemen wie KIS, LIMS oder auch der elektronischen Patientenakte (ePA) und ihre Überführung in ein gemeinsames klinisches Daten-Repository stellt das Gesundheitswesen vor große Herausforderungen. Das Problem: Die Daten liegen meist in unterschiedlichen, voneinander getrennten Systemen und in ungleichen Formaten vor. Doch mit einem logischem Datenmanagement lässt sich die Patientenversorgung verbessern und betriebliche Effizienz steigern.
Durch Harmonisierung und Standardisierung der Daten sowie einem einheitlich kanonischen Datenmodell, das mit einem universell semantischen Layer versehen ist, können Data Governance und Datenschutz zu jeder Zeit sichergestellt werden.
Datenmanagement: Herausforderungen im Gesundheitswesen
Durch die Digitalisierung und die dadurch immer stärker zunehmende Vernetzung der Akteure des gesamten Gesundheitssystems kommt der Fähigkeit, Systeme zu integrieren und Daten in Echtzeit bereitzustellen, eine zusehends fundamentalere und entscheidendere Bedeutung zu.
Otto Neuer, Regional VP und General Manager von Denodo, hat fünf Schritte zusammengestellt, mit denen sich die Herausforderungen durch logisches Datenmanagement meistern lassen:
1. Integration unterschiedlicher Datensysteme:Logisches Datenmanagement ermöglicht die nahtlose Integration von Daten aus unterschiedlichen Quellen wie ePAs, KIS, LIMS, PDMS oder RIS. Durch die Überwindung von Datensilos wird eine einheitliche Sicht auf alle Daten und ein einheitliches Gesundheitsdaten-Ecosystem geschaffen. Umfangreiche Konnektoren zu SAP und Non-SAP Systemen, FHIR oder APIs tragen dazu bei, die Prinzipien von FAIR Data umfassend umzusetzen
2. Bereitstellung von Echtzeit-Datenzugriff:Im Gesundheitswesen ist der sofortige Zugriff auf patientenrelevante Daten entscheidend für zeitnahe Entscheidungen. Verzögerungen können in Notsituation dem Wohlergehen von Patienten erheblich schaden. Logisches Datenmanagement gewährleistet den Echtzeit-Zugriff auf integrierte Daten, wodurch Verzögerungen minimiert und die Reaktionsfähigkeit erhöht werden. Eine hochperformante Query-Engine und eine Abstraktionsschicht, die die IT-Komplexität von den Daten entkoppelt, tragen zu einer schnellen Bereitstellung der Daten an die entsprechenden Akteure bei.
3. Einhaltung von Vorschriften und Datenschutz: Die Einhaltung der komplexen regulatorischen Anforderungen im Gesundheitswesen wird durch eine zentrale Plattform für das Datenmanagement vereinfacht. Diese Plattform stellt sicher, dass alle Patientendaten sicher verwaltet und globale Standards eingehalten werden. Mit dem Patientendatenschutzgesetz (PDSG) entscheidet alleine der Patient, was mit seinen Daten geschieht. Ein integriertes Zugriffs- und Sicherheitsmanagement unterstützt diese Anforderungen.
4. Kosten- und Komplexitätsreduktion: Ein umfassendes Datenmanagement und die Vereinfachung der Datenintegrationsprozesse reduzieren die finanziellen und operativen Belastungen erheblich. Diese Effizienzgewinne ermöglichen es Gesundheitsorganisationen, Ressourcen effektiver zu nutzen und sich stärker auf strategische Initiativen zu konzentrieren. Schneller und einfacher Datenzugriff, um Innovationen voranzutreiben und die Ergebnisse für Patienten zu verbessern sowie gleichzeitig deren sensiblen Patientendaten zu schützen und die strengen Vorschriften wie HIPAA/GDPR einzuhalten, stellen keinen Widerspruch mehr dar.
5. Verbesserung der Patientenergebnisse: Ein integrierter Blick auf Patientendaten ermöglicht eine bessere Diagnose, eine präzisere Behandlungsplanung und eine optimierte Patientenversorgung. Durch eine fundierte Entscheidungsfindung werden die Patientenergebnisse und die Qualität der Versorgung deutlich verbessert. Gleichzeitig wird die Kontrolle über die persönlichen Daten der Patienten gestärkt, was das Vertrauen in die Gesundheitsdienstleister erhöht. Ein integriertes Zugriffs- und Sicherheitsmanagement unterstützt die strengen Vorschriften für den Schutz der Patientendaten.
Otto Neuer, Regional VP und General Manager von Denodo: In fünf Schritten zu einem logischen Datenmanagement im Gesundheitswesen
(Bild: Denodo)
Die Vorteile von logischem Datenmanagement
Logisches Datenmanagement unterstützt Gesundheitsdienstleister, indem es eine konsolidierte Ansicht von Patientendaten aus verschiedenen Quellen wie ePA, Bildgebung und Laborergebnissen bietet. Dies verbessert die Entscheidungsfindung und die Qualität der Patientenversorgung. Es hilft ebenso, komplexe Anwendungen wie KIS effizienter zu integrieren, was zu präziseren Bestandsverwaltungen und finanziellen Prognosen führt. Zudem steigert es die Betriebseffizienz in Bereichen wie Personalwesen und klinischer Versorgung, indem es die Datenanalyse verbessert und die Nutzung von KI ermöglicht, um die Versorgung und Entscheidungsprozesse zu optimieren.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Die Integration und das Management von Gesundheitsdaten stellt eine erhebliche Herausforderung dar, insbesondere wenn Datenharmonisierung- und Standardisierung, Sicherheit und Effizienz gewährleistet werden müssen. Eine logische Datenmanagementplattform bietet eine robuste Lösung, um unterschiedliche Datensysteme zu integrieren und einen einheitlichen, sicheren Zugang zu diesen Informationen zu ermöglichen.
Durch die Bereitstellung von patientenrelevanten Daten in Echtzeit, die Einhaltung regulatorischer Anforderungen und die Reduzierung der Komplexität im Datenmanagement können Gesundheitsorganisationen nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch die Qualität der Patientenversorgung verbessern. Datensouveränität bleibt dabei ein zentrales Element, das durch die Fähigkeit zur strikten Kontrolle über Datenzugriff und -nutzung gewährleistet wird, was zu besseren Gesundheitsergebnissen führt.