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Datenstrategie Datenmenge: Wie das Wachstum zum Risiko für Unternehmen wird

Ein Gastbeitrag von Julia Neumann 3 min Lesedauer

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Die Datenmenge in deutschen Unternehmen nimmt rasant zu und stellt Geschäftsmodelle, Infrastruktur und Prozesse vor nie dagewesene Herausforderungen. Wer jetzt keine Strategie für die Datenexplosion entwickelt, riskiert den Anschluss an die digitale Zukunft.

(Bild:  © Studios/stock.adobe.com)
(Bild: © Studios/stock.adobe.com)

Noch nie zuvor wurden in Unternehmen so viele Daten erzeugt, gesammelt und verarbeitet wie heute – und der Trend zeigt steil nach oben. Ob durch Maschinen, Sensoren, digitale Dienste oder Kundeninteraktionen: die steigende Datenmenge überfordert zunehmend die bestehenden Systeme. Was früher als wertvolle Ressource galt, wird nun zum Risiko, wenn es an Strategie, Struktur und Know-how fehlt.

Die Folgen betreffen Unternehmen jeder Größe und Branche. Besonders kritisch ist die Lage in datenintensiven Bereichen wie Industrie, Finanzwesen, Gesundheitssektor oder Handel. Dort sind Echtzeitprozesse längst Alltag und mit ihnen eine Flut an Informationen, die gespeichert, ausgewertet und abgesichert werden müssen.

Doch vielerorts fehlt es an einem klaren Plan, wie mit der Herausforderung der wachsenden Datenmenge umzugehen ist. Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern um einen Paradigmenwechsel: Daten sind nicht mehr nur Mittel zum Zweck, sie werden zum strategischen Rohstoff, der über Zukunftsfähigkeit entscheidet.

KI als Schlüsseltechnologie für exponentielles Datenwachstum

Nach Prognosen von IDC wurden im Jahr 2024 rund 150 Zettabyte Daten weltweit erzeugt. Bis 2035 soll diese Menge auf über 600 Zettabyte ansteigen. Zum Vergleich: Ein modernes Smartphone hat etwa 128 GB Speicherplatz. 1 Zettabyte entspricht dem Speicherplatz von rund 8 Milliarden solcher Smartphones – also eine unfassbar große Datenmenge. Quellen dafür sind vielfältig – Maschinenkommunikation, IoT-Sensorik, Kundeninteraktionen oder digitale Services.

Künstliche Intelligenz spielt dabei eine zentrale Rolle: Einerseits sorgt sie durch neue Anwendungen und Modelle selbst für steigende Datenmenge. Andererseits wird sie unverzichtbar, um Informationen effizient zu verarbeiten, Muster zu erkennen und Entscheidungen in Echtzeit zu treffen. Ohne KI wird es kaum möglich sein, diese Datenmenge gewinnbringend zu bewältigen.

Datenmenge: Vom Datensammeln zum Wertschöpfen

Auch wenn digitale Technologien längst in der Breite angekommen sind, verfügen viele Unternehmen bislang nur über rudimentäre Datenstrategien. Studien, unter anderem von Bitkom, zeigen, dass die wachsende Datenmenge zwar gesammelt, aber kaum systematisch erschlossen werden. Häufig mangelt es an Transparenz, Analysefähigkeiten und einer klaren Strategie.

Effektives Datenmanagement bedeutet mehr als Technologie. Es setzt auf durchdachte Strukturen: die gezielte Auswahl relevanter Daten, performante Speicherlösungen sowie fortschrittliche Analysetools. Hybride Architekturen – bestehend aus lokalen Rechenzentren, Cloud-Diensten und Data Lakes – gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung. Entscheidend bleibt die Qualität der Datenbasis: Nur valide und aktuelle Informationen ermöglichen fundierte Erkenntnisse.

Datenmenge: Quantencomputing als nächste Evolutionsstufe

Mit der Verfügbarkeit von Quantentechnologien bahnt sich bereits die nächste Welle an. Erste Pilotanwendungen in Deutschland – etwa bei Fraunhofer, DLR oder in Partnerschaften mit IBM – verdeutlichen, welche Leistungsfähigkeit Quantencomputer entfalten können, sei es bei komplexen Simulationen, in der Logistik oder in der Finanzmodellierung.Diese Entwicklung wird den Datenzuwachs nochmals beschleunigen und die Komplexität weiter erhöhen. Unternehmen sind gut beraten, frühzeitig in skalierbare Infrastrukturen und Sicherheitskonzepte zu investieren, um auf die Anforderungen vorbereitet zu sein.

Infrastruktur als Rückgrat der Datenwirtschaft

Jede Datenstrategie steht und fällt mit einer stabilen technischen Basis. Glasfaserinfrastrukturen bilden das Fundament, um große Datenmengen in Echtzeit zu übertragen und KI-gestützte Prozesse reibungslos umzusetzen. Niedrige Latenz und hohe Bandbreiten sind unerlässlich – gerade, wenn Quantencomputing in den operativen Einsatz kommt.

Darüber hinaus wird Resilienz zum strategischen Faktor. Unternehmen sollten sicherstellen, dass ihre Systeme auch bei Störungen oder Angriffen funktionsfähig bleiben. Redundante Netze, verteilte Rechenzentren und Notfallpläne gewährleisten Ausfallsicherheit und schützen kritische Geschäftsprozesse.

Nutzung der Datenmenge wird zum Wettbewerbsvorteil

Das rasant steigende Datenaufkommen ist nicht nur eine Frage moderner Technologie. Es markiert einen Wendepunkt für Geschäftsmodelle und Strukturen. Wer Daten strategisch nutzt und in Wertschöpfung übersetzt, wird langfristig profitieren. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die Grundlagen zu schaffen: Unternehmen sollten zunächst ihre bestehenden Datenstrukturen sorgfältig analysieren und bewerten. Darauf aufbauend gilt es, klare Ziele für den Einsatz von Daten zu definieren und skalierbare, sichere Speicher- und Analysearchitekturen zu etablieren.

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Ein weiterer entscheidender Schritt ist die Integration von Künstlicher Intelligenz, um Prozesse zu automatisieren und Erkenntnisse in Echtzeit zu gewinnen. Gleichzeitig sollten die Potenziale von Quantentechnologien frühzeitig geprüft und in Pilotprojekten erprobt werden. Nicht zuletzt ist es wichtig, die technische Infrastruktur durch leistungsfähige Glasfaseranbindungen und durchdachte Redundanzkonzepte abzusichern. Der Weg zur Datenreife ist ein umfassender Transformationsprozess – technologisch, organisatorisch und kulturell. Wer ihn heute anstößt, legt den Grundstein für nachhaltigen Erfolg in einer datengetriebenen Wirtschaft.

Julia Neumann GlobalConnect DatenmengeJulia Neumann
ist  zertifizierte KI-Managerin und Head of Communication bei GlobalConnect Germany, einem Anbieter von digitaler Infrastruktur und Datenkommunikation.

Bildquelle: GlobalConnect