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Datenmanagement

Datenqualität: Herausforderungen durch Datenflut, KI und Compliance

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Compliance: Vom Kostentreiber zur strategischen Chance

Parallel zum Datenwachstum steigt auch der Compliance-Druck. 68 Prozent gehen davon aus, dass die Herausforderungen in der Einhaltung gesetzlicher Anforderungen in den kommenden drei Jahren weiter zunehmen werden. Über die Hälfte der Befragten (53 Prozent) äußert konkrete Sorgen vor möglichen Strafen.

Die wichtigsten Faktoren für die Nachfrage nach datengestützten Erkenntnissen.(Bild:  Splunk)
Die wichtigsten Faktoren für die Nachfrage nach datengestützten Erkenntnissen.
(Bild: Splunk)

Doch die Umfrage zeigt auch eine positive Perspektive: 71 Prozent der Unternehmen sehen in einer konsequenten Compliance einen echten Wettbewerbsvorteil. „Unternehmen verstehen regulatorische Konformität nicht nur als Pflicht, sondern als Chance – zur Differenzierung, zur Stärkung des Vertrauens bei Kunden und Partnern sowie als Basis für nachhaltigen Markterfolg“, sagt Petra Jenner. 73 Prozent der befragten  IT-Entscheidungsträger erklären, dass Compliance ihnen und ihren Kunden hilft, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Datenqualität und KI: Ambition trifft auf Realität

Eine weitere zentrale Erkenntnis der Umfrage betrifft den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Vier von zehn Befragten (42 Prozent) sagen, dass sie aktuell an eigenen KI-Projekten arbeiten – ein deutliches Signal für technologische Aufgeschlossenheit und Innovationsdruck. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass die Umsetzung stockt. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) bezeichnet KI selbst als eine der Hauptursachen für das wachsende Datenvolumen. 46 Prozent der Befragten befürchten eine künftig nicht verwaltbare Datenexplosion durch KI. Besonders kritisch ist der Blick auf rechtliche Rahmenbedingungen: Nur 32 Prozent der Befragten fühlen sich sehr sicher, dass ihre KI-Prozesse mit Vorgaben wie der DSGVO konform sind. Zudem sieht fast die Hälfte (45 Prozent) in schlechter Datenqualität einen erheblichen Nachteil im Wettlauf um den Einsatz von KI.

Datenqualität: Hohe Erwartungen an passende Strategien

Bei 47 Prozent der befragten Unternehmen ist das Daenvolumen um 50 Prozent gestiegen.(Bild:  Splunk)
Bei 47 Prozent der befragten Unternehmen ist das Daenvolumen um 50 Prozent gestiegen.
(Bild: Splunk)

Die Potenziale von Daten sind unbestritten. Produktivitätssteigerung (41 Prozent), technologische Entwicklungen (40 Prozent) und Effizienzgewinne (39 Prozent) zählen zu den wichtigsten Treibern für den verstärkten Einsatz datengetriebener Ansätze. Externe Einflüsse wie zunehmender Wettbewerbsdruck, wirtschaftliche Unsicherheiten und komplexe Marktbedingungen verstärken die Notwendigkeit, datengetrieben zu arbeiten. Hinzu kommt: Viele IT-Entscheider berichten, dass die Nachfrage nach datenbasierten Entscheidungsgrundlagen zunehmend direkt vom Vorstand kommt. Das Top-Management fordert datengetriebene Einblicke ein und verstärkt so den Druck auf IT-Abteilungen, tragfähige Strategien und eine leistungsfähige Infrastruktur für eine Datenqualität bereitzustellen.

Trotzdem fehlt es in vielen Organisationen an klaren Konzepten und Verantwortlichkeiten. Fast jeder Vierte (39 Prozent) der befragten IT-Entscheidungsträger in Deutschland gibt an, über keine wirksame Datenstrategie zu verfügen. Gleichzeitig sind 77 Prozent der Ansicht, dass schlechte Daten ein Risiko für ihr Unternehmen sein können. Das Bedürfnis nach datenbasierter Entscheidungsfindung ist da – doch der Weg dorthin bleibt für viele unklar.

„Die Umfrage zeigt: Unternehmen sehen die aus Daten gewonnenen Insights als strategischen Schlüssel – doch mangelnde Qualität, fehlende Strategien und wachsende Risiken bremsen das Potenzial aus. Wer heute in Governance, Compliance und eine solide Datenbasis investiert, schafft die Grundlage, um Innovationen wie KI erfolgreich und sicher zu nutzen“, sagt Petra Jenner abschließend.

Zur Methodik der Studie: Für die Studie „Die neuen Regeln des Datenmanagements“ von Splunk hat das Marktforschungshaus OnePoll eine Online-Umfrage von 500 deutschen IT-Entscheidungsträgern aus Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern gemäß dem Verhaltenskodex der Market Research Society durchgeführt. Die Daten wurden zwischen dem 17. und 28. April 2025 erhoben. Alle Teilnehmer haben sich ausdrücklich zur Teilnahme an der Umfrage bereit erklärt und eine Vergütung erhalten. Eine Umfrage mit ähnlicher Stichprobengröße wurde auch in Großbritannien und Frankreich durchgeführt.

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