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Datenschutzbedrohungen Datenschutzschulung: Ein Drittel der Unternehmen versäumt Aktualisierung

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 2 min Lesedauer

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Zum Safer Internet Day warnt ISACA vor den Risiken, denen Unternehmen aufgrund unzureichender Datenschutzschulungen ausgesetzt sind. Laut einem neuen Bericht von ISACA bietet zwar eine Mehrheit ihren Mitarbeitern eine Datenschutzschulung an, aber nur 68 Prozent aktualisieren diese regelmäßig.

(Bild: Shevon/Adobe Stock)
(Bild: Shevon/Adobe Stock)

Der Bericht „State of Privacy 2025“ von ISACA zeigt, dass zwar 87 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern eine Datenschutzschulung anbieten, aber nur 68 Prozent die Inhalte regelmäßig aktualisieren, sodass sie aufgrund der Lücken anfällig für neue Bedrohungen sind. Diese besorgniserregende Erkenntnis wird durch Daten der Weltbank noch untermauert, aus denen hervorgeht, dass Cybervorfälle in den letzten zehn Jahren um durchschnittlich 21 Prozent pro Jahr zugenommen haben.

Obwohl 74 Prozent der Befragten angaben, dass ihre Datenschutzstrategien mit den Unternehmenszielen übereinstimmen, aktualisieren nur 59 Prozent die Datenschutzschulung jährlich, während neun Prozent dies alle zwei bis fünf Jahre tun. Das bedeutet, dass etwa 32 Prozent der Mitarbeitenden nicht ausreichend geschult werden, um neue Datenschutzbedrohungen am Arbeitsplatz zu bekämpfen.

Datenschutzschulung legt Basis für Risikominderung

Cybersicherheit und Datenschutz sind nicht mehr nur technische Fragen, sondern haben sich zu strategischen Herausforderungen entwickelt, bei denen es um den Schutz des digitalen Vertrauens geht. Wie sich in den Ergebnissen von ISACA zeigt, sind regelmäßige Schulungen ein entscheidendes Element für zwei wichtige Cybersicherheits-Strategien: Risikominderung und Datenschutz. Mehrere Studien beweisen, dass Unternehmen, die in diesem Bereich bewährte Praktiken anwenden, in der Regel weniger Cyber-Vorfälle erleben und ein größeres Vertrauen bei Kund:innen und Partner:innen genießen.

Der Safer Internet Day ist eine ideale Gelegenheit, um sich bewusst zu machen, wie wichtig es ist, den Datenschutz in allen Geschäftsbereichen zu verankern. Neue Technologien wie künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge vergrößern die Angriffsfläche, so dass sowohl Mitarbeitende als auch Unternehmensleitungen darauf vorbereitet sein müssen, auf mögliche Vorfälle zu reagieren. Eines der Hauptprobleme für Unternehmen ist die wachsende Rolle von KI bei der Verwaltung des Datenschutzes.

Automatisierung von Risikobewertungen und Erkennung von Anomalien

Laut dem Bericht State of Privacy 2025 nutzen bereits elf Prozent der Unternehmen KI für datenschutzrelevante Aufgaben wie die Automatisierung von Risikobewertungen, die Erkennung von Anomalien und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Diese Instrumente verbessern zwar die betriebliche Effizienz, bergen aber auch Risiken, wenn ethische Grundsätze und „Privacy by Design“ nicht angewandt werden. Ein Mangel an Transparenz in Bezug auf die Funktionsweise von Algorithmen kann das Vertrauen untergraben und zu Verstößen gegen Vorschriften führen, insbesondere im Hinblick auf den kürzlich erlassenen EU AI Act.

Daher empfiehlt ISACA Unternehmen, die ihre Programme für die Datenschutzschulung verbessern wollen, einen kontinuierlichen Ansatz zu verfolgen. Dazu gehören nicht nur die Aktualisierung von Schulungsinhalten und das Erlangen von Zertifizierungen, sondern auch das Durchführen von Simulationen und praktischen Übungen, um die Reaktionsfähigkeit auf Vorfälle zu stärken.

Unternehmen finden Ressourcen zum Datenschutz in dem Datenschutz-Hub von ISACA. Darüber hinaus bietet ISACA die Zertifizierung Certified Data Privacy Solutions Engineer (CDPSE) und On-Demand-Schulungen zu einer Reihe von AI-bezogenen Themen an.

ISACA ist ein global tätiger Berufsverband und eine Lernorganisation, die das Fachwissen ihrer mehr als 165.000 Mitglieder nutzt, die in Bereichen des digitalen Vertrauens wie Informationssicherheit, Governance, Assurance, Risiko, Datenschutz und Qualität arbeiten. Sie ist in 188 Ländern vertreten, darunter 225 Ortsverbände weltweit.

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