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Global Data Protection Index Datensicherheit: Jedes zweite Unternehmen erlebte 2023 IT-Ausfälle mit Datenverlust

Verantwortlicher Redakteur:in: Heiner Sieger 2 min Lesedauer

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Cyberattacken werden für Unternehmen immer teurer. Zugleich hat generative KI bei der Datensicherheit zwei Seiten und Ransomware-Versicherungen greifen oft nicht. Das zeigt der neue „Global Data Protection Index“ von Dell.

(Quelle:  Zaleman - Adobe Stock)
(Quelle: Zaleman - Adobe Stock)

Der neue „Global Data Protection Index 2023“ von Dell Technologies untersucht wie schon die früheren Ausgaben die Strategien von Unternehmen zur Datensicherheit. Für sie wurden im Herbst 2023 weltweit 1.500 IT-Verantwortliche befragt, darunter auch 150 aus deutschen Unternehmen. Laut der Studie erlebten 54 Prozent der weltweit befragten Unternehmen im Jahr 2023 Cyberangriffe oder Systemausfälle. Diese führten dazu, dass sie nicht mehr auf ihre Daten zugreifen konnten. Bei den meisten Unternehmen, die von einer Cyberattacke betroffen waren, drangen die Angreifer von außen ein. Sie schickten Spam- oder Phishing-Mails an Mitarbeiter, brachten sie dazu, auf bösartige Links zu klicken und stahlen ihre Anmeldedaten. Oder sie hackten ihre mobilen Endgeräte.

IT-Vorfälle mit Datenverlust nehmen zu

Die Auswirkungen von IT-Vorfällen mit Datenverlust sind immens: Im Jahr 2023 kosteten sie jedes der betroffenen Unternehmen durchschnittlich 2,61 Millionen US-Dollar (2,38 Millionen Euro). Zudem verursachten die Cyberangriffe 26 Stunden ungeplante Ausfallzeiten und Datenverluste in Höhe von 2,45 Terrabyte. Die Kosten durch IT-Ausfälle, die durch Cyberattacken verursacht waren, lagen 2023 bei durchschnittlich 1,41 Millionen US-Dollar (1,29 Millionen Euro). Und haben sich damit im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

Im Durchschnitt lag der Datenverlust der Unternehmen bei 2,45 Terrabyte und verursachte Kosten von 2,61 Millionen US-Dollar.(Dell Technologies)
Im Durchschnitt lag der Datenverlust der Unternehmen bei 2,45 Terrabyte und verursachte Kosten von 2,61 Millionen US-Dollar.
(Dell Technologies)

Generative KI hat Auswirkungen auf Datensicherheit

Generative KI (GenAI) ist offenbar auf dem Weg, zu einem neuen strategischen Werkzeug für die Cyberabwehr zu werden. So gaben 52 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass sie in der Integration von GenAI einen Vorteil für die IT-Sicherheit ihres Unternehmens sehen. Den Verantwortlichen ist allerdings auch bewusst, dass generative KI die Komplexität der Datensicherheit weiter vergrößert. 88 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, dass diese Technologie große Mengen neuer Daten erzeugen und den Wert bestimmter Datentypen weiter steigern wird. Was Ransomware angeht, zeigen Unternehmen ein überraschend großes Vertrauen in die Wirkung von Lösegeldzahlungen. 74 Prozent der Befragten glauben, dass sie im Falle einer Zahlung tatsächlich alle ihre Daten zurückerhalten. Und 66 Prozent denken, dass sie nach Zahlung eines Lösegelds von den Erpressern künftig nicht mehr attackiert werden.

Versicherungen decken Datensicherheit nicht vollständig ab

Mit 93 Prozent gab zwar eine sehr große Mehrheit der Befragten an, dass ihr Unternehmen über eine Versicherung gegen Ransomware verfügt. Von denjenigen, die tatsächlich von einem Angriff betroffen waren, konnten allerdings nur 28 Prozent berichten, dass die Versicherung den entstandenen Schaden vollständig bezahlte . Die Ransomware-Versicherungen sind offenbar mit zahlreichen Ausschlussklauseln versehen. So sagten zahlreiche Befragte, dass ihr Unternehmen eine Best Practice zur Abwehr von Cyberbedrohungen nachweisen musste, dass ihre Police die Entschädigungssumme begrenzt oder dass bestimmte Szenarien ihre Police unwirksam werden lassen. (sg)

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