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Neues Forschungsprojekt Datensouveränität und Sicherheit in der Cloud-Infrastrukturen verbessern

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 2 min Lesedauer

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Cloud-Infrastrukturen eröffnen KMU zwar neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit, stellen sie jedoch vor Herausforderungen hinsichtlich Datensouveränität. In dem Forschungsprojekt „DREAM“ der TH Köln sollen dezentrale Angebote für mittelständische Betriebe entwickelt werden.

Die Forschungsgruppe der TH Köln für das „Dream“-Projekt (v.l.n.r.): Prof. Dr. Hoai Viet Nguyen, Vimal Seetohul, Prof. Dr. Matthias Böhmer und Selim Perk.(Bild:  Monika Probst/TH Köln)
Die Forschungsgruppe der TH Köln für das „Dream“-Projekt (v.l.n.r.): Prof. Dr. Hoai Viet Nguyen, Vimal Seetohul, Prof. Dr. Matthias Böhmer und Selim Perk.
(Bild: Monika Probst/TH Köln)

Die Nutzung von Cloud-Infrastrukturen eröffnen kleinen und mittelständischen Betrieben zwar neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit, stellen sie aber auch vor Herausforderungen, was Cybersicherheit, Datenschutz und Anbieterabhängigkeit betrifft. In dem neuen Forschungsprojekt „Dezentrale Datenräume für mehr Sicherheit und Souveränität bei der Cloud-Nutzung“ (DREAM) will die TH Köln dezentrale Angebote für KMU entwickeln, die die Anforderungen an die Datensouveränität erfüllen.

Prof. Dr. Hoai Viet Nguyen vom Advanced Media Institute der TH Köln, erklärt: „Durch Cloud-Anwendungen werden IT-Ressourcen wie Server, Speicher, Netzwerke oder Software bereitgestellt. Dadurch können Unternehmen von überall auf Daten sowie Programme zugreifen und damit sowohl effizienter als auch agiler zusammenarbeiten. Trotz dieser Vorteile verwenden weniger als 40 Prozent der deutschen Unternehmen solche Dienste. Grund dafür ist vor allem die Sorge um die Datensouveränität, da viele Infrastrukturen von US-Marktführern nicht über ein angemessenes Datensicherheits- und Datenschutzniveau verfügen.“

Im Forschungsprojekt „Dream“ sollen daher dezentrale Software-Architekturen und Technologien erforscht werden, mit denen die Sicherheit und Datensouveränität bei der Cloud-Nutzung gesteigert sowie die Abhängigkeit von marktdominierenden Angeboten reduziert werden können. Im Fokus stehen insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen, da die Nutzung von Cloud-Diensten diese aufgrund begrenzter personeller, technischer und rechtlicher Ressourcen vor besondere Herausforderungen stellt.

Projekt zur Datensouveränität: Kostenfreie Bereitstellung der Ergebnisse

Das Vorhaben wird von der TH Köln gemeinsam mit der HK Business Solutions GmbH (HKBS), der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und der luckycloud GmbH umgesetzt. Das Team der TH Köln ist dabei für die Entwicklung und Evaluation von Technologie-Bausteinen für den Betrieb dezentraler Datenräume verantwortlich. Projektkoordination und Praxisanbindung liegen bei der HKBS. Die JLU entwickelt ebenfalls Technologie-Bausteine, untersucht Nutzungs- sowie Anwendungsperspektiven und leitet die Evaluation der Ergebnisse. Als unabhängiger Cloud-Provider bringt die luckycloud GmbH ihre Erfahrung ein und unterstützt den Transfer der Ergebnisse in die Praxis.

Prof. Dr. Hoai Viet Nguyen betont: „Wir wollen im Rahmen des Projekts eine Grundlage schaffen, auf der kleine und mittelständische Unternehmen digitale Dienste sicher einsetzen und langfristig flexibel bleiben können. Dazu sollen die Projektergebnisse in Form von Demonstratoren, Leitfäden und Werkzeugen kostenfrei bereitgestellt werden, um KMU den Einstieg in souveräne Cloud-Technologien zu erleichtern.“

Das Kickoff-Meeting der Konsortialpartner bei der HK Business Solutions GmbH in Friedrichsthal.(Bild:  Astrid Schmidt/HK Business Solutions GmbH)
Das Kickoff-Meeting der Konsortialpartner bei der HK Business Solutions GmbH in Friedrichsthal.
(Bild: Astrid Schmidt/HK Business Solutions GmbH)

Das Forschungsprojekt „Dezentrale Datenräume für mehr Sicherheit und Souveränität bei der Cloud-Nutzung“ (DREAM) wird an der TH Köln von Prof. Dr. Hoai Viet Nguyen vom Advanced Media Institute und Prof. Dr. Matthias Böhmer vom Cologne Institute for Digital Ecosystems geleitet. Das Vorhaben wird im Rahmen der Fördermaßnahme „KMU-innovativ: Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)“ vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt noch bis Oktober 2028 mit rund 1,28 Millionen Euro gefördert. 
Die TH Köln bietet den derzeit über 21.000 Studierenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland ein inspirierendes Lern-, Arbeits- und Forschungsumfeld in den Sozial-, Kultur-, Gesellschafts-, Ingenieur- und Naturwissenschaften.

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