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Geschäftsmodernisierung

Datenstrategie: Mit validen Daten zur erfolgreichen Transformation

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Logistik: Viele Akteure und Systeme – wenig Transparenz

In der stark fragmentierten Logistik ist es bislang keinem Start-up gelungen, etablierte Unternehmen so grundlegend herauszufordern wie etwa Airbnb, Tesla, Canva oder Revolut in ihren Branchen – auch wegen eines deutlich komplexeren Datenproblems. Vom Herstellungsort eines T-Shirts in Vietnam bis zum Kunden in Köln sind so viele Akteure – und damit Systeme – beteiligt, dass Echtzeit-Transparenz über Standort und Ankunft nach wie vor kein Standard ist. Nicht integrierte Datenflüsse bremsen die Reaktion auf Disruptionen – von Krieg über Hackerangriffe bis Ressourcenknappheit und Naturereignisse. Wer seine Daten system- und unternehmensübergreifend beherrscht, erzielt klare Vorteile: planbare Abläufe, resilientere Lieferketten, präzisere Prognosen. Darauf entfalten moderne Technologien ihren vollen Nutzen.

Datenstrategie beim Projekt HydrogenPort Infrastructure

Das Gemeinschaftsprojekt HydrogenPort Infrastructure zeigt, wie vernetzte Technologien ökologische Ziele fördern und gleichzeitig wirtschaftliche Potenziale freisetzen. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Digitalisierung systematisch zu verknüpfen und ein Zukunftsmodell für emissionsfreie Binnenhafenlogistik zu schaffen – datengetrieben und offen für Kooperationen. Dafür soll entlang des Rheins eine resiliente Infrastruktur entstehen, die mit grünem Wasserstoff betrieben und durch digitale Intelligenz optimiert wird. HydrogenPort Infrastructure setzt auf datengetriebene Technologien, um logistische Abläufe und den Energieverbrauch in Echtzeit zu steuern.

KI-gestützte Anwendungen und Echtzeit-Dashboards sollen den Betrieb effizienter und transparenter machen, sodass Unternehmen Transport und Energieversorgung effektiv optimieren können. So eine Plattform richtet sich nicht nur an große Akteure, sondern auch an kleinere Unternehmen ohne eigene IT-Abteilungen. Damit können auch diese von innovativen, datengestützten Steuerungstools profitieren und Zugang zur digitalen Zukunft der Binnenschifffahrt erhalten. Was zunächst branchenspezifisch erscheint, ist übertragbar: Auch Industrieunternehmen oder Handelsketten gewinnen erhebliche Mehrwerte, wenn sie Transport, Lieferketten und Energiebedarfe integriert steuern können und Risiken in Echtzeit erkennen und vermeiden. Der Schlüssel liegt in der Verbindung von Datenintegration, Automatisierung und intelligenten Assistenzsystemen.

Kernkompetenzen für die Datenstrategie nutzen

Unternehmen, die die digitale Transformation beim CTO verorten, begehen den ersten Fehler bei ihrer Datenstrategie. Die Verantwortung liegt im Top-Management und ist konsequent an Kundenbedürfnissen auszurichten. Gefragt sind die eigenen Stärken: Branchen-Know-how und Kundennähe. Ist die Unternehmens-IT teilweise veraltet, bleibt das unkritisch, solange Standardprozesse zuverlässig laufen. Für die Transformation hat das Datenproblem Vorrang. Eine moderne, modulare Datenplattform ist das zentrale Instrument für schnelleren Mehrwert, Resilienz und Differenzierung. Valide, einfach nutzbare Daten sind nicht alles – aber ohne sie ist alles andere nichts. KI schafft nur dann nachhaltige Mehrwerte, wenn sie auf valide, kundenrelevante Daten zugreifen kann – sonst bleibt selbst die innovativste KI-Strategie ein zahnloser Tiger. Business first, Data right.

RAIN Silke Fischer DatenstrategieSilke Fischer
ist Business Director Logistics bei der RAIN – Rapid Innovation GmbH.

Bildquelle: RAIN

RAIN Mathias Sinn DatenstrategieMathias Sinn
ist Co-Founder und Managing Director bei RAIN – Rapid Innovation.

Bildquelle: RAIN

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