Wie ein neuer Report von Zscaler zeigt, erfolgen 86 Prozent der Cyberangriffe über verschlüsselten Datenverkehr. Verschlüsselte Malware und bösartige Inhalte gehören mit 78 Prozent der Angriffe zu den größten Bedrohungen.
(Quelle: Karl - Adobe Stock)
Laut dem ThreatLabz Report von Zscaler sind Bedrohungen, die über HTTPS-Traffic transportiert werden, in der Zscaler-Cloud im Jahresvergleich um 24 Prozent gestiegen, was fast 30 Milliarden blockierten Gefahren entspricht.
Verschlüsselte Malware und bösartige Inhalte gehören mit 78 Prozent der beobachteten Angriffe zu den größten Bedrohungen.
Das verarbeitende Gewerbe war mit 32 Prozent der verschlüsselten Angriffe am stärksten betroffen. Hierbei wurden über 2,1 Milliarden KI- und ML-bezogene Transaktionen verarbeitet.
Zscaler, Anbieter von Cloud-Sicherheit, hat jetzt die Ergebnisse des jährlichen „ThreatLabz 2023 State of Encrypted Attacks Report“ veröffentlicht. Demnach stellte der Anbieter ein kontinuierliches Wachstum von Bedrohungen über HTTPS-Kanäle fest. Im Vergleich zu 2022 stiegen die Angriffe über verschlüsselte Kanäle im Datenverkehr um 24 Prozent. Im zweiten Jahr in Folge steht die Fertigungsindustrie an der Spitze der am häufigsten angegriffenen Branchen. Bildungs- und Regierungseinrichtungen hatten hingegen den höchsten Anstieg der Angriffe im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen.
Darüber hinaus dominierten schädliche Web-Inhalte und Malware-Payloads gegenüber anderen Arten von verschlüsselten Angriffen und Werbe-Spyware-Seiten. Cross-Site-Scripting machten 78 Prozent aller blockierten Angriffe aus. Der Report analysierte fast 30 Milliarden Bedrohungen von Oktober 2022 bis September 2023 die von der Zscaler Zero Trust Exchange-Plattform blockiert wurden. Insgesamt werden 86 Prozent aller Cyber-Bedrohungen einschließlich Malware, Ransomware und Phishing-Angriffe über verschlüsselte Kanäle übertragen.
Die Bedrohungen über den Datenverkehr nehmen für Unternehmen zu.
(Zscaler)
Datenverkehr: VPNs und Firewalls durch ZTNA-Lösung ersetzen
„Da fast 95 Prozent des Internetverkehrs über HTTPS fließt und 86 Prozent der modernen Bedrohungen über verschlüsselte Kanäle übertragen werden, stellt jeder HTTPS-Datenverkehr ohne Inline-Inspektion einen toten Winkel dar. Diese nutzen Cyberkriminelle für ihre Angriffe auf globale Organisationen aus. Um sich gegen verschlüsselte Angriffe zu schützen, sollten Unternehmen Appliances wie VPNs und Firewalls durch eine Zero Trust Network Access (ZTNA)-Lösung ersetzen. Damit können IT-Teams den TLS-Verkehr in großem Umfang inspizieren. Und gleichzeitig Bedrohungen abwehren und damit den Verlust sensibler Daten verhindern“, erläutert Deepen Desai, Chief Security Officer bei Zscaler.
Deepen Desai ist Chief Security Officer bei Zscaler.
(Zscaler)
Malware bleibt der Spitzenreiter unter den verschlüsselten Bedrohungen. Zwischen Oktober 2022 und September 2023 verzeichnete ZScaler 23 Milliarden verschlüsselte Angriffe, was 78 Prozent aller versuchten Cyberangriffe ausmacht. Zu verschlüsselter Malware zählen schädliche Web-Inhalte, Malware-Payloads, makrobasierte Malware und mehr. Die am weitesten verbreitete Malware-Familie im Jahr 2023 war ChromeLoader, gefolgt von MedusaLocker und Redline Stealer.
Verarbeitendes Gewerbe am stärksten betroffene Branche
Das verarbeitende Gewerbe verzeichnete mit über 2,1 Milliarden KI-/ML-Transaktionen die größte Menge an KI-/ML-Transaktionen im Vergleich zu allen anderen Branchen. Mit 31,6 Prozent der von Zscaler erfassten verschlüsselten Angriffe bleibt sie die am stärksten angegriffene Branche. Mit der zunehmenden Verbreitung von Smart Factories und dem Internet der Dinge (IoT) in der Fertigungsindustrie vergrößert sich die Angriffsfläche und setzt den Sektor weiter unter Druck. Dadurch werden zusätzliche Einfallstore für Cyber-Risiken geschaffen, die Malware-Akteure für Angriffe auf Produktions- und Lieferketten nutzen können. Darüber hinaus erhöht der Einsatz populärer generativer KI-Anwendungen wie ChatGPT in vernetzten Geräten in der Fertigung das Risiko des Verlusts sensibler Daten über verschlüsselte Kanäle.
Diese Länder sind am meisten von verschlüsselten Cyberangriffen betroffen.
(Zscaler)
Starker Anstieg der Angriffe auf Bildung und Regierung
Die Sektoren Bildung und öffentliche Verwaltung verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der verschlüsselten Angriffe um 276 beziehungsweise 185 Prozent. In den letzten Jahren hat sich die Angriffsfläche des Bildungssektors erheblich vergrößert. Denn in diesem Bereich hat Fernunterricht und vernetztes Lernen zugenommen. Der öffentliche Sektor ist nach wie vor ein attraktives Ziel, insbesondere für Attacken mit staatlich motivierten Akteuren, was sich in der Zunahme der verschlüsselten Angriffe widerspiegelt.
Angriffe durch verschlüsselten Datenverkehr stoppen
Um sich gegen die Ausbreitung dieser Bedrohungslandschaft zu schützen, müssen Unternehmen ihre traditionellen Sicherheits- und Netzwerkansätze überdenken und umfassendere Zero Trust-Ansätze einführen. Unternehmen sollten eine Zero-Trust-Architektur implementieren, die den gesamten verschlüsselten Datenverkehr prüft. Diese nutz KI- und ML-Modelle, um bösartigen Datenverkehr zu blockieren oder zu isolieren. Ein Plattformmodell bietet eine einfache Möglichkeit, Richtlinien auf den gesamten Datenverkehr anzuwenden, ohne die Leistung zu beeinträchtigen oder Compliance-Wildwuchs zu schaffen.
Stand: 16.12.2025
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Die Plattform Zscaler Zero Trust Exchange ermöglicht einen ganzheitlichen Ansatz für Zero Trust-Sicherheit sowie Sicherheitskontrollen. Diese reduzieren wieder das Geschäftsrisiko in jeder Phase eines Angriffs. Darüber hinaus ermöglicht sie eine skalierbare HTTPS-Inspektion mit einem mehrschichtigen Ansatz, der Inline-Bedrohungsinspektion, Sandboxing und Data Loss Prevention sowie eine breite Palette von KI-gesteuerten Abwehrfunktionen umfasst. Die Plattform nutzt den Cloud-Effekt, um sich innerhalb von Sekunden automatisch zu aktualisieren. Zugleich stellt diese sicher, dass Kunden schnell vor neuen Bedrohungen und Schwachstellen geschützt sind und ihre Sicherheitslage kontinuierlich verbessern können.
Empfehlungen im Kampf gegen verschlüsselte Angriffe
Einsatz einer Cloud-nativen, Proxy-basierten Architektur, um Bedrohungen im gesamten verschlüsselten Datenverkehr in großem Umfang zu entschlüsseln, zu erkennen und zu verhindern.
Untersuchung des gesamten Datenverkehrs zu jeder Zeit durch SSL-Inspektion, um Malware-Payloads, Phishing und C2-Aktivitäten zu erkennen, die SSL-/TLS-Kommunikation nutzen.
Nutzung einer KI-gesteuerten Sandbox, um unbekannte Angriffe unter Quarantäne zu stellen und Patient-Zero-Malware zu stoppen, die möglicherweise über TLS übertragen wird.
Bewertung der Angriffsfläche des Unternehmens, um das Risiko zu quantifizieren und die exponierte Angriffsfläche zu sichern.
Verwendung einer Zero-Trust-Architektur, um die gesamte Konnektivität ganzheitlich zu sichern.
Verwendung der User-to-App-Segmentierung mit Hilfe des Prinzips des Least privileged Access-Modells auch für authentifizierte User.
Zur Methodik der Studie: Für den „ThreatLabz 2023 State of Encrypted Attacks Report“ von Zscaler wurden 29,8 Milliarden blockierte Bedrohungen innerhalb verschlüsselter Kanäle wie SSL und TLS im Datenverkehr von Oktober 2022 bis September 2023 in der Zscaler Cloud analysiert. Der Report verwendet Daten aus Kundenimplementierungen, die mit der Sicherheits-Cloud von Zscaler verbunden sind. Die Plattform verarbeitet täglich über 500 Billionen Signale und blockiert 9 Milliarden Bedrohungen und Richtlinienverstöße pro Tag. Es erfolgen täglich über 250.000 Sicherheits-Updates. Zscaler ist Anbieter der Zero-Trust-Exchange-Plattform, die Unternehmen vor Cyberangriffen und Datenverlusten schützt, indem sie Nutzer, Geräte und Anwendungen an jedem Standort sicher verbindet. Die SSE-basierte Plattform ist über mehr als 150 Rechenzentren verteilt und gilt als die weltweit größte Inline-Cloud-Sicherheitsplattform. (sg)