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IT-Infrastruktur Datenverwaltung: Zwischen Cloud-Dynamik, KI-Einsatz und Regularien

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Unternehmen stehen vor der Aufgabe, eine ständig wachsende Menge an strukturierten und unstrukturierten Daten effizient zu verwalten. Die Nutzung von Echtzeitdaten aus Produktionsanlagen oder Bewegungsdaten in der Logistik erfordert eine effiziente Strategie zur Datenverwaltung.

(Bild:  ©  isz/stock.adobe.com - generiert mit KI)
(Bild: © isz/stock.adobe.com - generiert mit KI)

Neben der Datenverwaltungsstrategie nehmen regulatorische Anforderungen zu, während sich die technischen Rahmenbedingungen durch neue Cloud-Modelle, KI-gestützte Prozesse und verteilte Infrastrukturen laufend verändern. Hinzu kommen verschärfte gesetzliche Anforderungen, die Transparenz und Nachvollziehbarkeit bei der Datenverwaltung verlangen.

Hybrid- und Multi-Cloud-Architekturen prägen die Zukunft

Die klassischen, zentralisierten Datenzentren werden zunehmend durch hybride oder Multi-Cloud-Infrastrukturen ergänzt oder ersetzt. Diese Modelle ermöglichen es Unternehmen, Daten bedarfsgerecht zu speichern, zu verarbeiten und zu analysieren – lokal, in der Private Cloud oder über Public-Cloud-Anbieter. Entscheidend ist die nahtlose Orchestrierung dieser Systeme, damit Daten effizient verfügbar bleiben und Abhängigkeiten reduziert werden. Die Integration solcher Modelle bringt jedoch neue Herausforderungen mit sich, etwa beim Schnittstellenmanagement oder in der Sicherheitsarchitektur. Auch Governance-Konzepte müssen neu gedacht und flexibel angepasst werden.

Automatisierung und KI verändern Datenverwaltung

Automatisierte Prozesse spielen eine zentrale Rolle in der künftigen Datenverwaltung. Von der Datenaufnahme über die Klassifikation bis zur Analyse übernehmen intelligente Systeme immer mehr Aufgaben. Algorithmen erkennen Muster, optimieren Speicherprozesse und priorisieren Zugriffe auf kritische Informationen. Gleichzeitig entstehen durch generative KI neue Anforderungen an die Datenqualität, da fehlerhafte oder unvollständige Informationen die Ergebnisqualität ganzer Systeme beeinträchtigen. Um solche Systeme zuverlässig zu betreiben, ist eine konsistente Datenbasis nötig. Dies erfordert strukturierte Datenmodelle, standardisierte Schnittstellen und einheitliche Datenklassifikationen, und zwar unabhängig davon, ob die Datenspeicherung on-premises oder Cloud-basiert erfolgt.

Compliance und Datenhoheit gewinnen an Bedeutung

Regulatorische Vorschriften wie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), nationale Cloud-Gesetze oder branchenspezifische Anforderungen zwingen Unternehmen dazu, ihre Datenhaltung transparent und nachvollziehbar zu gestalten. Dabei rückt die Frage der Datenhoheit in den Mittelpunkt: Wer hat Zugriff auf welche Daten, in welchem Kontext und über welchen Zeitraum hinweg?

Zukunftsfähige Datenverwaltungsstrategien setzen auf automatisierte Rechteverwaltung, Audit-Mechanismen und Verschlüsselungstechnologien. Zusätzlich gewinnen regionale Rechenzentren an Relevanz, da sie es ermöglichen, gesetzliche Anforderungen besser umzusetzen und sensible Daten in geografisch kontrollierten Umgebungen zu speichern. Viele Unternehmen hierzulande greifen daher auf Rechenzentren in der Europäischen Union zurück.

Datenverwaltung als unternehmerische Ressource verstehen

Die bloße Speicherung von Daten reicht nicht aus. Unternehmen müssen in der Lage sein, vorhandene Informationen in verwertbares Wissen zu überführen. Voraussetzung dafür ist ein strategischer Umgang mit Daten als Vermögenswert. Dazu gehören ein unternehmensweiter Datenkatalog, klare Zuständigkeiten für Datenpflege und -qualität sowie eine enge Verzahnung mit Business Intelligence und Analytics.

Moderne Plattformen ermöglichen dabei neue Ansätze: Mit Datenvirtualisierung lassen sich fragmentierte Quellen logisch verknüpfen, während Zugriffskontrollen und Echtzeitfunktionen eine flexible Nutzung ermöglichen. Der Wandel von reaktiver Datenhaltung zu proaktiver Datensteuerung ist damit ein zentrales Zukunftsthema.

Datenverwaltung: Resilienz und Nachhaltigkeit im Fokus

Neben Skalierbarkeit und Effizienz rücken zwei weitere Aspekte in den Vordergrund: Ausfallsicherheit und Energieeffizienz. Die steigende Abhängigkeit von Datenverfügbarkeit erfordert redundante Systeme, geografisch verteilte Backups und automatisierte Wiederanlaufprozesse. Gleichzeitig wächst der Druck, ökologische Aspekte in der Dateninfrastruktur zu berücksichtigen.

Anbieter intelligenter Cloud- und Data-Center-Lösungen kombinieren energieeffiziente Hardware mit optimierten Kühlkonzepten, dynamischem Lastmanagement und Virtualisierung. Damit lassen sich Betriebskosten senken und Umweltziele ohne Einbußen bei Performance oder Sicherheit besser erreichen.

Zukunftsorientierte Weiterentwicklung erfordert klare Grundlagen

Für die Weiterentwicklung der Datenverwaltung sind klare Prioritäten notwendig: technische Struktur, automatisierte Prozesse, rechtssichere Abläufe und strategische Verankerung im Unternehmen. Nur wenn diese Elemente ineinandergreifen, entsteht eine leistungsfähige Umgebung für stabile Datennutzung und flexible Digitalisierungsvorhaben.

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