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Deepfakes: Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt

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Deepfakes: Cyberversicherungen passen Anforderungen an

Cyber-Haftpflichtversicherer erkennen zunehmend die Bedrohung durch Deepfake-Phishing-Angriffe und passen ihre Anforderungen an die Cybersicherheit entsprechend an. Sie verlangen unter anderem eine verbesserte Cyber-Hygiene im gesamten Unternehmen und einen verstärkten Fokus auf die Sicherheit im Homeoffice. Darüber hinaus fordern sie eine durchgängige Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), eine Out-of-Band-Bestätigung, um Phishing-Versuche zu verhindern, die Schulung von Mitarbeitern und Partnern sowie kontextbasierte Überprüfungsdienste oder -tools von Drittanbietern. Und das alles dokumentiert und in einem kontinuierlichen Prozess geregelt.

Gesetzliche Regulierungen gegen Deepfakes

Deepfakes nutzen fortschrittliche Algorithmen wie Generative Adversarial Networks (GANs), um realistische Videos, Bilder und Audioaufnahmen zu erzeugen. (Bild:  Adlon Intelligent Solutions GmbH)
Deepfakes nutzen fortschrittliche Algorithmen wie Generative Adversarial Networks (GANs), um realistische Videos, Bilder und Audioaufnahmen zu erzeugen.
(Bild: Adlon Intelligent Solutions GmbH)

Auf gesetzlicher Ebene gibt es verschiedene Ansätze, um der Bedrohung durch Deepfakes zu begegnen. Die EU-Kommission hat im Rahmen des KI-Regulierungsvorschlags gefordert, dass alle mit Deepfake-Technologie erstellten Materialien als solche gekennzeichnet werden müssen. In Deutschland gibt es keine speziellen rechtlichen Regelungen für Deepfakes, aber sie werden durch Normen aus verschiedenen Rechtsgebieten erfasst. Diese Regulierungen sollen verhindern, dass Deepfakes ungekennzeichnet in Umlauf gebracht werden und somit Schaden anrichten können.

Deepfake-Betrug betrifft eine Vielzahl von Branchen. Laut einer Umfrage von Regula meldete im Jahr 2024 weltweit jedes zweite Unternehmen Fälle von Deepfake-Betrug. Besonders betroffen sind die Finanzdienstleistungsbranche, die Luftfahrt und die Krypto Industrie. Auch Technologieunternehmen und FinTech-Unternehmen melden vermehrt Fälle von gefälschten Videoaufnahmen.

Die Rolle von Politik, Firmen und Menschen

Die Bedrohung durch Deepfakes ist real und wächst stetig. Unternehmen müssen proaktiv handeln, um sich gegen diese neuen Formen des Betrugs zu schützen. Durch die Kombination von Informationssicherheit und Risikomanagement können sie ihre Abwehrkräfte stärken und die Auswirkungen von Deepfake-Angriffen minimieren. Es ist unerlässlich, dass Unternehmen sich der Risiken bewusst sind und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um ihre Daten und ihr Werte zu schützen. Um der Bedrohung durch Deepfakes effektiv zu begegnen, müssen Politik, Unternehmen und die Gesellschaft gemeinsam handeln:

  • Gesetzgeber müssen klare Regulierungen schaffen, die die Kennzeichnung von Deepfakes vorschreiben und Sanktionen für Missbrauch festlegen.
  • Unternehmen sollten in Erkennungstechnologien investieren und ihre Sicherheitsstrategien kontinuierlich anpassen.
  • Mitarbeiter müssen sensibilisiert und geschult werden, um die Bedrohungen zu erkennen und sensibel mit Werten im digitalen Raum umzugehen.

Dieses starke Dreieck aus Politik, Firmen und Menschen kann dazu beitragen, die Bedrohung durch Deepfakes zu minimieren und die Integrität von Informationen zu schützen.

DeepfakesSven Hillebrecht
ist General Manager bei der Adlon Intelligent Solutions GmbH. Das IT-Beratungsunternehmen erhöht die Produktivität, Flexibilität und Innovationskraft durch maßgeschneiderte IT‐Lösungen.

Bildquelle: Adlon Intelligent Solutions GmbH

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