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Datensicherheit Diensthandy: Neue KI-Lösung schützt vor Cyberangriffen

Verantwortlicher Redakteur:in: Heiner Sieger 2 min Lesedauer

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Derzeit zielt die Hacker-Szene verstärkt auf mobile Bankgeschäfte, die per App durchgeführt werden. Die Telekom Deutschland bietet jetzt eine KI-gestützte Technologie von Appvisory, mit der sich Apps auf einem Diensthandy auf Sicherheit und Datenschutz überprüfen lassen.

(Quelle:  iStock/denkcreative, iStock/Tingting Ji)
(Quelle: iStock/denkcreative, iStock/Tingting Ji)

Apps sind ein Sicherheitsrisiko für das Diensthandy. Wenn eine App ungesicherte oder schwach verschlüsselte Daten überträgt, fangen Hacker diese Informationen ab. Angreifer nutzen die Programme als Einfallstor. Sie schleusen Viren, Trojaner oder Erpresser-Software ins Firmennetz ein. Die deutschen Netzbetreiber meldeten vergangenes Jahr 15 Millionen Infektionen durch Schadsoftware an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die Telekom unterstützt Geschäftskunden mit einem neuen Service bei der Abwehr von Angriffen auf Handys und Tablets. Das Angebot Secure App Check von Appvisory prüft Anwendungen automatisch auf Sicherheit und Datenschutz. Eine durch künstliche Intelligenz gestützte Technologie scannt Apps vor und nach der Installation auf Schwachstellen.

App-Check schützt vor Infektion im Firmennetz

Der Service erkennt schadhafte Apps bevor sie aufs Gerät und damit ins Firmennetz kommen. Unternehmen finden so schneller Sicherheitslücken. Sie senken auch das Risiko, gegen interne Regelungen oder die Datenschutz-Grundverordnung (EUDSGVO) zu verstoßen. Dies gilt sowohl für Programme aus öffentlichen App-Stores als auch für Firmen interne sowie selbst entwickelte Anwendungen. Nach abgeschlossener Analyse informiert die Technik, wie der Kunde App-Löcher stopft. Er berät auch, wie sich Apps auf einem Diensthandy künftig besser schützen lässt.

KI unterstützt Cyberabwehr in Echtzeit

Klaus Werner, Geschäftsführer im Bereich Telekom Geschäftskunden, erklärt: „Die Sicherheit mobiler Arbeitsplätze erlaubt keine Pause. Per Hand lässt sich die App-Landschaft auf Dienstgeräten nicht mehr rechtzeitig patchen. Wir setzen daher auf KI-gestützte Lösungen wie Appvisory, um unsere Kunden in Echtzeit bei der Cyberabwehr zu unterstützen.“ Sebastian Wolters, CEO von Appvisory, ergänzt:  „Appvisory gehört jetzt zum Portfolio der Telekom. Geschäftskunden können den Service schnell sowie unkompliziert nutzen. Gemeinsam machen wir mobiles Arbeiten sicherer.“

Klaus Werner ist Geschäftsführer im Bereich Geschäftskunden bei der Telekom Deutschland GmbH. (Bild: Telekom Deutschland)(Quelle:  Deutsche Telekom AG)
Klaus Werner ist Geschäftsführer im Bereich Geschäftskunden bei der Telekom Deutschland GmbH. (Bild: Telekom Deutschland)
(Quelle: Deutsche Telekom AG)

Nach erfolgreicher App-Installation ist für den neuen Service nicht Dienstschluss: Er überwacht die App kontinuierlich weiter. Der Service warnt den Kunden, wenn er ein gefährliches Update herunterladen will.  Er kann den Download dann unterdrücken. Umgekehrt ordnet die Lösung auch Updates an, wenn für eine Sicherheitslücke ein Patch bereitsteht.

Diensthandy ist ein lukratives Angriffsziel

Mobile Geräte wie das Diensthandy  sind immer öfter Ziel von Cyber-Angriffen. Nach Studien waren bereits 2020 ein Drittel der Unternehmen weltweit betroffen. Ein Treiber dieser Entwicklung ist das Home-Office. Seit Covid arbeiten mehr Menschen mit ihren Mobilgeräten von zuhause aus. Bezahl-Apps auf Smartphones sind ein weiter Faktor. Neun von zehn Deutschen haben laut dem Branchenverband Bitkom 2022 mit App bezahlt.

Der Lockruf des Handy-Geldes wird in der Hacker-Szene immer lauter: Laut Zahlen des BSI waren 2022 waren 69 Prozent aller Spam-Mails Betrugs- oder Phishing-Attacken. In neun von zehn Fällen hatten es die Angreifer auf Bankgeschäfte abgesehen. Nach Angaben des Bitkom zielte 2022 fast jeder zweite Angriff auf Kundendaten von Unternehmen. Bei jeder dritten Attacke ging es um Cloud-Zugangsdaten. Jedes vierte Unternehmen meldete den Verlust kritischer Business-Informationen wie Marktanalysen sowie Daten von Beschäftigten. Jeder fünfte Hacker jagte Patente. (sg)

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