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Künstliche Intelligenz: Zwischen Effizienz und Verantwortung

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Künstliche Intelligenz in der Praxis und die „AI Factory“ 

Künstliche Intelligenz ist inzwischen ein weites Feld, bei dem man als Nicht-Experte schnell den Überblick verlieren kann. Viele Unternehmen, die KI nutzen möchten, fragen sich aktuell: Wo fange ich mit KI an? Was empfiehlst du?

Ulrike Rüger: Der Einstieg in KI kann in der Tat überwältigend wirken. Viele Projekte scheitern, weil eine klare Vision fehlt. Deshalb bieten wir kostenlose Accelerator-Workshops an. Dort definieren wir gemeinsam mit dem Kunden den Ist- und Soll-Zustand, analysieren Potenziale und entwickeln eine Transformations-Roadmap. Oft entstehen dabei die besten Ideen, weil erstmals alle Stakeholder an einem Tisch sitzen. Im vergangenen Jahr haben wir fast 300 solcher Workshops durchgeführt – auch zu Themen wie Resilienz, Multicloud oder Modern Workplace.

Wie unterstützt ihr Eure Kunden konkret bei der Umsetzung von KI in der Praxis?

Ulrike Rüger: Wir begleiten Unternehmen je nach Reifegrad: Manche brauchen Grundlagenworkshops, andere sind schon weiter und setzen auf gezielte Optimierung. Wir begleiten Unternehmen immer von der ersten Idee bis zur Umsetzung im Betrieb. Wir setzen bei beiden Typen auf drei Schwerpunkte: IT-Sicherheit, Produktivität sowie hybrides und kreatives Arbeiten. Bei der IT-Sicherheit nutzen wir KI-basierte Systeme zur Bedrohungserkennung, etwa mit unseren Managed Detection and Response Services. Im Bereich Produktivität helfen wir, Daten effizient zu nutzen und neue Auswertungsmöglichkeiten zu schaffen – zum Beispiel bei der Krebsdiagnose, wo die KI Bilder schneller und genauer analysieren kann als jeder Mensch. 

Für hybrides Arbeiten bieten wir sichere, effiziente Tools. Ein Beispiel ist die Stadt Amarillo in den USA, die mit Dell Technologies einen mehrsprachigen digitalen Assistenten entwickelt hat. Dieser erleichtert den Zugang zu Behördendiensten und verbessert das bürgerschaftliche Engagement.

GLOSSAR

KI (Künstliche Intelligenz): Computerprogramme, die Aufgaben lösen, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern, wie Bilderkennung oder Sprachverarbeitung.

Dell AI Factory: Eine modulare, skalierbare Plattform von Dell Technologies für den Aufbau, das Training und den Betrieb von KI-Anwendungen.

Managed Detection and Response: IT-Sicherheitsdienst, der Bedrohungen erkennt und abwehrt.

Edge: Bezeichnet den logischen oder physischen Netzwerkrand, also den Ort, an dem Daten entstehen oder erfasst werden, bevor sie an ein zentrales Rechenzentrum gesendet werden.

Lassen sich solche Lösungen auch auf Deutschland übertragen?

Ulrike Rüger: Ja, definitiv. Wir arbeiten bereits mit Kunden aus dem Einzelhandel, dem öffentlichen Sektor und dem Gesundheitswesen an ähnlichen Projekten. Workshops und Pilotprojekte laufen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Dell bietet mit der „AI Factory“ eine Plattform für KI-Infrastruktur. Was steckt dahinter?

Ulrike Rüger: Die AI Factory ist ein integriertes Ökosystem mit dem branchenweit umfassendsten KI-Portfolio – von Workplace- und Data-Center-Produkten bis zu Edge- und Cloud-Lösungen. Durch die Auswahl optimaler Komponenten für jede Kundensituation lassen sich Emissionen, Energieverbrauch und Kühlung reduzieren. Die AI Factory funktioniert wie ein Baukastensystem: Kunden können klein starten und flexibel ausbauen. Partnerschaften mit Unternehmen wie Nvidia und Microsoft sorgen für eine nahtlose Integration und hohe Qualität. Im Gegensatz zu herkömmlichen IT-Setups vereint die AI Factory alle Prozesse – von der Datenaufbereitung bis zur Bereitstellung – auf einer skalierbaren Plattform.

Welche Rolle spielen dabei Aspekte wie Skalierbarkeit, Kosten und insbesondere Datenhoheit – gerade für deutsche und europäische Kunden?

Ulrike Rüger:  Die hybride KI-Infrastruktur bietet maximale Flexibilität: Unternehmen können Ressourcen zwischen lokalen Systemen und der Cloud bedarfsgerecht verteilen. Das sichert Skalierbarkeit und Kostenkontrolle. 

Studien zeigen, dass unsere On-Premises-Lösungen für KI-Anwendungen oft bis zu viermal kostengünstiger sind als Cloud-Dienste. Ein zentrales Thema ist für unsere Kunden die Datenhoheit: Mit unserer Lösung behalten Unternehmen die Kontrolle über ihre Daten – wichtig vor allem in Europa, wo Datenschutzbestimmungen wie die DSGVO strikt sind. Daten können lokal gespeichert werden, während andere Anwendungen aus der Cloud bezogen werden. Das nimmt die Sorgen vieler Kunden, etwa hinsichtlich Zugriffsrechten oder Datensouveränität.

Wenn du nach vorne blickst – wie wird sich KI in den nächsten Jahren entwickeln, und worauf sollten sich Unternehmen einstellen?

Ulrike Rüger: Die Entwicklung in der KI ist rasant. Wir sehen bereits, wie sie von einer Innovations-Spielwiese zu einer unverzichtbaren Infrastruktur wird. KI wird Branchen grundlegend verändern – durch Automatisierung, vorausschauende Analysen und individuelle Kundenansprache, Stichwort Hyperpersonalisierung. Nachhaltigkeit und Ethik werden zu zentralen Themen, weil Unternehmen bestrebt sind, die Umweltauswirkungen von KI zu minimieren. Dell Technologies investiert massiv in eigene KI-Tools, um Beratung, Support und Operations weiter zu automatisieren und effizienter zu gestalten. Unser Rat an Unternehmen: Bleiben Sie neugierig, setzen Sie auf die richtigen Partner und bewahren Sie sich auch im technologischen Wandel das Menschliche.

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