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Neue Ära der Versorgung

Digital Health: Technologie ebnet den Weg für eine digitale Gesundheitsrevolution

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Künstliche Intelligenz spielt eine Schlüsselrolle

Was vor wenigen Jahren nach Science-Fiction klang, ist längst Alltag: KI analysiert radiologische Bilder, berechnet Risikoprofile, steuert Produktionsprozesse oder unterstützt klinische Studien. Maschinelles Lernen erkennt Muster, die Menschen übersehen würden.

Doch mit wachsender Bedeutung steigen auch die Anforderungen: Der EU AI Act stuft nahezu alle medizinischen KI-Systeme als Hochrisiko ein und verlangt lückenlose Trainingsdaten, transparente Modelle und klare Kontrollmechanismen. Für Unternehmen bedeutet das erheblichen Aufwand – aber auch die Chance, sich durch sichere, nachvollziehbare und qualitativ hochwertige KI weltweit zu positionieren.

Parallel dazu verändert Digitalisierung das Verhältnis zwischen Patientinnen beziehungsweise Patienten und Gesundheitsanbietenden grundlegend. Selfmonitoring und Wearables erfassen kontinuierlich Werte wie Herzfrequenz, Schlaf oder Belastung und liefern Informationen, die früher nur im klinischen Umfeld verfügbar waren. Patientinnen und Patienten werden damit zu aktiven Mitgestaltenden ihrer Versorgung. Frühwarnsignale werden schneller erkannt, Therapien präziser angepasst und Risiken besser eingeschätzt – ein deutlicher Schritt hin zu Prävention und personalisierter Medizin.

Nachhaltigkeit und Corporate Digital Responsibility im Digital Health

Dieser Wandel zeigt sich auch in den Geschäftsmodellen. Jennifer Meschnig, Projektmanagerin bei Bayern Innovativ, hat gemeinsam mit ihrem Team den Technologieradar 2026 verfasst und einen weiteren wichtigen Trend entdeckt: „Immer mehr Unternehmen entwickeln sich vom klassischen Hersteller zum Anbieter vernetzter Lösungen. Geräte werden durch Software ergänzt, Services digital erweitert, Plattformen verbinden Daten mit Anwendungen.“ Auch Abo-Modelle, Remote-Wartung und datengetriebene Zusatzservices gewinnen immer mehr an Bedeutung. Digitale Geschäftsmodelle sind zudem international skalierbar – sofern Datenschutz, Interoperabilität und regulatorische Vorgaben eingehalten werden.

Doch Digitalisierung endet nicht bei Innovation und Effizienz. Nachhaltigkeit und Corporate Digital Responsibility gewinnen strategisch an Gewicht. Dazu gehören CO2-Reduktion, Kreislaufwirtschaft, digitale Fairness, algorithmische Transparenz und der verantwortungsvolle Umgang mit sensiblen Daten. Unternehmen, die diese Prinzipien verankern, schaffen Vertrauen in einem zunehmend digitalen Markt.

Die Gesundheitsindustrie bewegt sich in rasantem Tempo auf eine vernetzte, datenintelligente und patientenzentrierte Zukunft zu. Die Herausforderungen bleiben groß – von Fachkräftemangel über regulatorische Komplexität bis zu hohen Investitionskosten. Doch die Chancen sind ebenso gewaltig: Wer heute in Infrastruktur, Datenkompetenz, sichere KI und benutzerfreundliche digitale Anwendungen investiert, gestaltet die Standards von morgen. Die digitale Revolution ist nicht erst in Vorbereitung – sie hat längst begonnen. 

Digital HealthSophia Wenzel
ist Gesundheitskommunikatorin und für die Kommunikationsaktivitäten des Bereichs Gesundheit bei Bayern Innovativ verantwortlich. Ihre Themen sind zudem Aufklärung, Prävention und Digitalisierung im Gesundheitswesen.

Bildquelle: Bayern Innovativ

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