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Univention Summit 2026 Digitale Souveränität beginnt mit Identitäten und Open-Source-Software

Quelle: Pressemitteilung 4 min Lesedauer

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Zum diesjährigen Univention Summit 2026 mit dem Motto „Let’s connect“ kamen rund 550 Teilnehmern nach Bremen. Vor Ort konnten sie sich zu aktuellen Themen rund um digitale Souveränität austauschen und wurden bei Vorträgen von Experten umfassend informiert.

Peter Ganten, CEO der Univention GmbH, sagt in seiner Keynote: Digitale Souveränität muss jetzt beginnen!(Bild:  Univention GmbH)
Peter Ganten, CEO der Univention GmbH, sagt in seiner Keynote: Digitale Souveränität muss jetzt beginnen!
(Bild: Univention GmbH)

Der Univention Summit 2026, der am 28. und 29. Januar 2026 in Bremen und im Live-Stream stattfand, war ein voller Erfolg. Unter dem Leitmotiv „Let’s connect“ brachte die Veranstaltung rund 550 IT-Verantwortliche und Macher aus öffentlicher Verwaltung, Wirtschaft, Bildungssektor und IT-Industrie vor Ort und weitere 300 digital zusammen, um sich vor dem Hintergrund der wachsenden Bedrohung durch die Abhängigkeit von unkontrollierbaren, nicht europäischen Lösungen über die Chancen und Herausforderungen auszutauschen, die digitale Souveränität und nachhaltige IT-Infrastrukturen mit sich bringen.

Ein erstes Highlight stellte Peter Ganten, Gründer und CEO der Univention GmbH, gleich in seiner Keynote vor: Das neue Angebot Nubus for Business Continuity ermöglicht Organisationen ihre digitale Handlungsfähigkeit schnell und pragmatisch mit einem Open-Source-Backup-System für ihr IAM abzusichern. So wird digitale Souveränität nicht zu einem langfristigen Zukunftsprojekt, sondern zu einer unmittelbar wirksamen Vorsorgemaßnahme: strategisch klug, wirtschaftlich sinnvoll und operativ zeitnah abrufbar.

Vier Bühnen, starke Inhalte und enge Vernetzung

Auf vier Bühnen bot der Summit ein umfangreiches Programm: Vorträge und Panels zur digitalen Souveränität, zur europäischen Zusammenarbeit und zu Open-Source-Ökosystemen wurden ergänzt durch Impulse aus der Praxis. Hochkarätige Referenten aus dem Public Sector, der Wirtschaft, dem Bildungsbereich und der IT-Branche teilten ihre Erfahrungen zu erfolgreichen Open-Source-Projekten und souveränen IT-Strategien.

Digitale Souveränität: Input aus Verwaltung, Technik und Bildung

In den Vorträgen und Panels des Univention Summit 2026 wurde deutlich: Digitale Souveränität ist kein Zukunftsversprechen mehr, sondern eine konkrete Gestaltungsaufgabe. Peter Ganten, CEO der Univention GmbH, appellierte in seiner Eröffnungs-Keynote, dass digitale Souveränität jetzt beginnen müsse, denn ihr Fehlen führe zu gefährlichen Abhängigkeiten von unberechenbaren Regierungen sowie von großen Software-Konzernen und damit zum Verlust von Wertschöpfung, Wohlstand und Freiheit. Nur durch eine verantwortungsvolle und selbstbestimmte Digitalisierung könnten wir Abhängigkeiten reduzieren und so unseren Wohlstand und unsere Freiheit dauerhaft sichern.

 Ernst Mayer von KRZN zeigte auf, wie der vom Kommunalen Rechenzentrum auf Basis des Identity & Access Management Nubus entwickelte benutzerfreundliche Open-Source-Verwaltungsarbeitsplatz Akzeptanz und Effizienz gleichermaßen steigern könne. Auch die ambitionierte Open-Source-Strategie Schleswig-Holsteins und konkrete Projekte, wie der Aufbau eines auf Open Source basierenden Landesverzeichnisdienstes, stießen auf großes Interesse bei den Gästen des Summits.

Digitale Souveränität durch Kooperation und Standards umsetzen

Mit Blick auf Europa machten Milen Starke (CIO Thüringen), Dr. Matthias Stürmer (CH-Open), Emma Ghariani (Leiterin der Abteilung Open Source und Digital Commons der französischen Regierung) und Peter Ganten (CEO Univention) deutlich, dass digitale Souveränität nur durch grenzüberschreitende Kooperation und gemeinsame Standards erreichbar sei.

Die Anforderungen an den Deutschland-Stack diskutierten Dr. Martin Hagen (Staatssekretär Finanzen Bremen), Leonhard Kugler (ZenDiS & openCode), Jutta Horstmann (OSBA), Dr. Dirk Gernhardt (OS- Beauftragter der Stadt München) und Felix Kronlage (Sovereign Cloud Stack). Dabei herrschte große Einigkeit, dass es aktuell zu wenig Klarheit gebe. Nötig seien klare Vorgaben etwa zum Einsatz von Open-Source-Software und technischer Standards, an denen Länder und Kommunen, aber auch Unternehmen ihre Beschaffung und Entwicklung ausrichten könnten. Dies würde alle Beteiligten entlasten und gleichzeitig die Interoperabilität erhöhen.

Digitale Souveränität im Bildungsbereich

Im Bildungsbereich unterstrich Mario Schmid (Regierungsschuldirektor Baden-Württemberg), dass der souveräne digitale Arbeitsplatz für Lehrkräfte (DAP), der 2025 erfolgreich auf openDesk migriert wurde, ein Paradebeispiel sei, wie Open-Source-Technologie die Grundlage moderner und gleichzeitig digital unabhängiger Bildungsangebote bilde. Zehra Öztürk (komm. Referatsleiterin in der Senatskanzlei Hamburg) beschäftigte sich mit dem Thema Nachnutzung von IT-Lösungen in der öffentlichen Verwaltung. „Sie sollten gezielt als strategisches Werkzeug genutzt werden, um Innovation zu fördern, Ressourcen effizient einzusetzen und die Verwaltung nachhaltig weiterzuentwickeln.“

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Ergänzt wurden die strategischen Diskussionen durch Einblicke in die Roadmap 2026 der Univention Identity & Access Management-Lösungen Nubus, UCS und UCS@school sowie durch zahlreiche Partner-Keynotes und Praxisberichte von mehreren Schulträgern, die zeigten: Offene Ökosysteme funktionieren dann am besten, wenn Verwaltung, Wirtschaftsunternehmen, Open-Source-Anbieter und Systemhäuser konsequent zusammenarbeiten.

Univention Summit 2026: 40 Partner in der Ausstellung

Begleitet wurde das Konferenzprogramm von einer Ausstellung mit 40 Soft- und Hardwareherstellern sowie IT-Dienstleistern. Zahlreiche bekannte IT-Hersteller wie beispielsweise Collabora, Nextcloud, Open-Xchange. OpenCloud, Thomas-Krenn, B1, ITIS, Meetling, Opentalk und Relution sowie große Systemhäuser wie Bechtle, Cancom, B1, Dataport und der Cloud-Anbieter Ionos präsentierten ihre Lösungen – ein zentraler Treffpunkt für Austausch, Kooperation und neue Impulse.

„Der Univention Summit 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie groß das Interesse an digital souveränen und nachhaltigen IT-Lösungen ist – und wie wichtig der offene Austausch zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Bildung bleibt. Dass so viele Menschen teilgenommen und sich aktiv eingebracht haben, bestätigt unser Leitmotiv Let’s connect“, so das Fazit von Peter Ganten, CEO von Univention.