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Digitale Souveränität: Wie Deutschland unabhängig von US-Cloud-Diensten wird

Ein Gastbeitrag von Tobias von der Heydt 7 min Lesedauer

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Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Europa reagiert auf US-Strafzölle mit Gegenzöllen auf digitale Dienstleistungen. Dadurch könnten Cloud-Dienste wie AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud deutlich teurer oder regulatorisch eingeschränkt werden. Dies kann sich auch auf die digitale Souveränität auswirken.

(Bild: Amjad/Adobe Stock)
(Bild: Amjad/Adobe Stock)

Nach der Ankündigung von Donald Trump, EU-Importe mit 20 Prozent zu belegen, prüft die Europäische Kommission Vergeltungsmaßnahmen – darunter explizit auch digitale Dienste. Der plötzliche Verlust oder die Verteuerung zentraler Cloud-Infrastrukturen würde Deutschland erheblich treffen – mit negativen Folgen für Verwaltung, Gesundheitswesen, Energieversorgung und Industrie. Der Begriff „Digitale Souveränität“ ist längst mehr als ein politisches Schlagwort und beschreibt eine strategische Notwendigkeit. Nämlich die Fähigkeit, kritische digitale Infrastrukturen unabhängig betreiben zu können. Deutschlands Rechenzentren spielen dabei eine zentrale Rolle – doch die Bestandsaufnahme offenbart gefährliche Lücken.