Der Europäische Digitalgipfel machte es wieder einmal deutlich: Digitale Souveränität ist für Europas Wirtschaft und Politik von entscheidender Bedeutung. Verantwortliche setzten sich mit den Möglichkeiten auseinander, wie sie ihre digitalen Infrastrukturen transparenter aufstellen können.
1. Strategische Bedeutung: Die europäische Wirtschaft fokussiert sich verstärkt auf digitale Souveränität, um Abhängigkeiten zu reduzieren und Kontrolle über kritische Infrastrukturen, Datenschutz und Cyberresilienz zu sichern.
2. Praktische Umsetzung: Zero-Trust-Sicherheitsplattformen und Architekturen ermöglichen eine transparente Datenverarbeitung und -speicherung, während die operative Resilienz Geschäftskontinuität gewährleistet.
3. Wo die Entwicklung hingeht: Digitale Souveränität entwickelt sich vom Konzept zur Praxis. Unternehmen müssen vertrauenswürdige Technologiepartner identifizieren, die echte Souveränität bieten und europäische Anforderungen erfüllen.
Derzeit ist eine nie dagewesene Verschiebung der Einstellung hinsichtlich der digitalen Unabhängigkeit Europas zu beobachten. Gleichzeitig verändert sich die Psychologie und Wahrnehmung wichtiger technologischer und politischer Akteure. Die Bedenken zur digitalen Souveränität sind echt und begründet und belegen, dass die geopolitische Unsicherheit Einfluss auf die Überlegungen zu Autonomie und technologischer Unabhängigkeit nimmt. Europäische Entscheidungsträger setzen sich mit den entscheidenden Fragestellungen von Abhängigkeiten, Datenschutz und den Möglichkeiten auseinander, wie sie in Zeiten größerer Unsicherheit mehr Transparenz in ihre digitalen Infrastrukturen integrieren können.
Technologieunternehmen müssen diese Sorgen und Bestrebungen ernst nehmen, sie anerkennen und verstehen. Sie müssen umsichtig und verantwortungsbewusst auf die Bedürfnisse europäischer Organisationen eingehen. Letztendlich sollten sich Technologieunternehmen an Europas Bedürfnissen orientieren und nicht umgekehrt. Doch dafür bedarf es einer Einigkeit darüber, wie dies in der Praxis umgesetzt werden kann.
Digitale Souveränität in der Praxis
Weit weniger Konsens als über die Wichtigkeit der digitalen Souveränität besteht zu deren praktischer Umsetzung. Fest steht: Digitale Souveränität sollte wichtige Elemente beinhalten. Dazu gehören Datenschutz, Geschäftskontinuität und Cyberresilienz. Organisationen müssen die Kontrolle über ihre kritischen Infrastrukturen behalten. Das gilt besonders bei externen Bedrohungen.
Europas Daten müssen privat, sicher und lokal behandelt werden. Durch die Einführung globaler Cloud-Systeme entstehen allerdings Ängste, die Kontrolle über sensible Informationen an externe Akteure oder Angreifer zu verlieren. Bei der Datenhoheit geht es darum, Daten zu schützen und die Einhaltung nationaler Vorschriften sicherzustellen und gleichzeitig Vertrauen für kritische Betriebsprozesse aufzubauen.
Neben Cyberangriffen können Datenströme und kritische Systeme ebenfalls durch Naturkatastrophen, manipulierte Unterseekabel oder politische Unsicherheiten beeinträchtigt werden. Damit Unternehmen auch unter solch unvorhergesehenen Umständen funktionsfähig und sicher bleiben, bedarf es einer operativen Resilienz, die für Stabilität und Kontinuität im Geschäftsbereich sorgt.
Technologie muss Souveränität und Kontrolle bieten
Damit stellt sich die Frage, wie Technologie so gestaltet und bereitgestellt werden kann, dass sie Kunden echte Souveränität und Kontrolle bietet. Dazu braucht es Lösungen, die europäischen Unternehmen den Schutz bieten, den sie benötigen, und gleichzeitig Innovationsfähigkeit und Effizienz beflügeln, um auf globaler Ebene wettbewerbsfähig zu bleiben.
Durch einen Ansatz, der auf einer Zero-Trust-Sicherheitsplattform basiert und die Vorteile dieser föderierten Architektur nutzt, können Unternehmen transparente Datenverarbeitung und -speicherung in ihrer gesamten digitalen Umgebung realisieren. Sie erhalten somit die geforderte Transparenz und Kontrolle über alle Datenströme. Unternehmen, denen digitale Souveränität wichtig ist, sollten darauf achten, sich mit Partnern zusammenzutun, die digitale Souveränität durch die entsprechende Technologie ermöglichen.
Im nächsten Jahr wird sich digitale Souveränität von der bloßen Konzeptionsebene in die Praxis verlagern. Diejenigen Unternehmen, die ihre Anforderungen in konkrete technologische Ansätze übertragen können, werden in der Lage sein, Marktvorteile daraus zu realisieren. Dazu müssen sie sich durch einen Dschungel der Möglichkeiten kämpfen.
Es darf erwartet werden, dass vermehrt Technologien mit der Souveränitäts-Begrifflichkeit auf sich aufmerksam zu machen versuchen. Ähnlich wie vor wenigen Jahren die Terminologie KI unumgänglich für die Beschreibung moderner Produkte und Dienstleistungen war, wird das Stichwort „Souveränität“ die Technologielandschaft prägen. Dann ist es Aufgabe der Unternehmen, die verschiedenen Möglichkeiten zu validieren.
Auf die Nuancen kommt es an
Bei all der Wichtigkeit, was das Thema digitale Souveränität für Unternehmen in Europa angeht, sollten nicht alle außereuropäischen Technologieunternehmen in einen Topf geworfen werden. Technologieanbieter, die bereits heute in der Lage sind, Souveränitätsbestrebungen zu unterstützen, sollten relevant für die Umsetzung der Vision in die Realität wahrgenommen werden. Die EU-Politik muss auf vertrauenswürdige Technologieanbieter setzen, die nachweislich zur Souveränität von Europa beitragen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt nicht nur für Lippenbekenntnisse, sondern für die Umsetzung der Bestrebungen in die Realität.
Stand: 16.12.2025
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Casper Klynge ist VP und Head of Government Partnerships and Public Policy EMEA bei Zscaler, Anbieter einer Plattform für Zero-Trust-Sicherheit.