Die Fertigungsindustrie hat aktuell einen akuten Bedarf: Sie ruft mit steigendem Digitalisierungsgrad nach schnellen und sicheren Möglichkeiten zur wertschöpfenden Nutzung von Daten. Durch Edge-Lösungen können Industrieunternehmen ihre Daten in vernetzten Umgebungen schnell, einfach und sicher verfügbar machen. Dabei kommt es auch auf die souveräne Kontrolle der Daten zum Schutz des Know-hows an.
(Quelle: Pand P Studio/shutterstock)
Die Industrie 4.0 verfolgt zwei wesentliche Ziele: Die Prozessoptimierung und damit einher gehend die Effizienzsteigerung in der Produktion, Transparenz und Resilienz in unternehmensübergreifenden Lieferketten sowie mehr Wertschöpfung zur Etablierung neuer datengetriebener Geschäftsmodelle. Dies sind vor allem in der produzierenden Industrie Grundvoraussetzungen für Zukunftsfähigkeit und internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Für die I4.0-Zielerreichung spielt der Einsatz verschiedener Cloud- und Edge Technologien sowie -Plattformen eine wichtige Rolle. Bei der Vernetzung über Clouds wollen Unternehmen jedoch nach wie vor die volle Kontrolle über ihre Daten behalten und ihr wertvollstes Gut schützen: Ihr Know-how. Wie die Erfüllung all dieser Anforderungen funktioniert, zeigt die German Edge Cloud (GEC) mit ihrem Kooperationspartner IBM.
GEC und IBM lösen Bedürfnisse der Digitalisierung in der Industrie
Während des Produktionsprozesses fallen an den Maschinen und Anlagen massenweise Daten zum Status und Zustand der Maschine, zum Produkt sowie zum jeweiligen Prozessschritt an. Diese Daten müssen ohne Zeitverlust direkt vor Ort erfasst, analysiert und weiterverarbeitet werden. Die Gründe dafür sind vielfältig: Kurze Latenzzeiten für Echtzeit-Anwendungen, schneller Relevanz-Verfall der Daten, gesetzliche Regularien oder Vorgaben für Datensicherheit. Hinzu kommt der essenzielle Wunsch der Unternehmen nach Datensouveränität zum Schutz ihres geschäftskritischen Know-hows.
(Während des Produktionsprozesses fallen an Maschinen und Anlagen massenweise Daten an, die es schnell zu verarbeiten gilt. Bild: 24Novembers/shutterstock)
GEC hat dafür mit der Industrial Edge Appliance ONCITE eine Lösung für die intelligente Analyse von Produktionsdaten und die Vernetzung von Fabriken entwickelt. Die Appliance bietet vor allem für die industrielle Produktion entscheidende Vorteile: Digitalisierung in der Industrie mittels Edge-Computing in Kombination mit der sicheren Anbindung an Public und Private Clouds ebenso wie die konstante Prozessoptimierung.
Das Edge-Cloud-Rechenzentrum mit industriellen Software-Applikationen ermöglicht echtzeitfähige, produktionsnahe Anwendungen und gleichzeitig eine sichere, GAIA-X konforme Anbindung an bestehende Cloudlösungen. Daten aus der Produktion und weiteren Wertschöpfungsprozessen können so sicher über Unternehmensgrenzen ausgetauscht und genutzt werden. Durch die GAIA-X Konformität trägt German Edge Cloud zum Aufbau einer sicheren europäischen Dateninfrastruktur bei.
Schnelle Inbetriebnahme und flexible Integration für Anwender
Auf der ONCITE-Plattform können bestehende Applikationen betrieben und mit neuen Anwendungen kombiniert werden. Getrennte Maschinendateninseln werden zusammengeführt und homogenisiert. Ein flexibles Softwaresystem dirigiert dabei die Produktionsanlagen. Eine modulare, flexible gestaltbare Fertigung löst somit starre Linienkonzepte ab.
IBM hat die Appliance jetzt um die IBM Cloud Pak-Lösung erweitert. Das Ergebnis für die Industrie-Anwender: schnellere Inbetriebnahme und flexiblere Integration der Appliance in alle Leitebenen der Fertigung.
Was zunächst einfach klingen mag, ist immer noch eine der größten Herausforderungen in modernen Fertigungsumgebungen: das Sichtbarmachen der relevanten Produkt- und Prozessdaten während des laufenden Transports – lückenlos von Station zu Station bis zur Qualitätskontrolle und Auslieferung der serialisierten Produkte an den Kunden. Hier kommt IBM ins Spiel.
Damit diese Visualisierung gelingt, müssen in nahezu Echtzeit alle relevanten Daten zusammengeführt werden. Und das entlang der gesamten „Automatisierungs-Pyramide“ der Fertigung: Von den lokalen IT-Systemen der Fabrik mit ERP an der Spitze, über PLM, MES und SCADA bis zu den Sensoren und Aktoren der verarbeitenden Maschinen an der Basis.
Digitalisierung in der Industrie: OT-IT-Integration mit IBM
Die ersten eingesetzten Module aus den IBM Cloud Paks adressieren die OT-IT-Integration durch die IBM-Lösung Plant Service Bus. Die Kern-Integrationskomponente darin – IBM App Connect for Manufacturing – verbindet nahtlos Anwendungen, Maschinen und Prozesse miteinander. Zusätzlich kommt der IBM Operational Decision Manager zum Einsatz, der es Nicht-IT-Mitarbeitern ermöglicht, das Verhalten und die Datenflüsse im Shopfloor über Geschäftsregeln zu steuern. Dabei erfasst der IBM Operational Decision Manager alle Daten aus dem operativen Bereich (OT) und vereinheitlicht sie mit den IT-Systemdaten, um sie dann dem Smart MOM zur Verfügung zu stellen.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Die Lösung läuft auf Red Hat OpenShift, womit nicht nur die von GEC und IBM zur Verfügung gestellten Komponenten, sondern auch weitere Lösungen von Drittanbietern in einer modernen Container-, Automations- aber auch virtualisierten Umgebung als die neue Fertigungs-IT laufen. Mit Red Hat OpenShift bekommen Kunden die Flexibilität, ihre Anwendungen lokal oder in der Cloud-Umgebung auszuführen – der große Nutzen einer Hybrid-Cloud-Umgebung.
Der Vorteil der mit IBM erweiterten ONCITE-Lösung liegt auf der Hand. Die produzierenden Unternehmen profitieren durch den Einsatz von Hyperscaler-Technologie schnell von einem hohen Digitalisierungsgrad in ihrer Fertigung, ohne selbst umfassendes Know-how dafür entwickeln zu müssen. Während die Fabrikbetreiber sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können, sorgen German Edge Cloud und IBM für IT-Infrastruktur, die zu ihren Produktions-Anforderungen, Investitionsplänen und Datensouveränitäts-Ansprüchen passt.
Basis für I4.0-Technologien und neue Geschäftsmodelle
Mit einem Edge-Cloud-Rechenzentrum wie ONCITE in Kombination mit der IBM Cloud Pak-Lösung ist die Voraussetzung für beispielsweise industrielle Analytics- und KI-Anwendungen geschaffen. Unternehmen können außerdem Prozesse automatisieren und Engpässe erkennen, bevor sie entstehen. Daraus ergeben sich Kostenvorteile sowie neue Daten- und Service-basierte Geschäftsmodelle. Die Wertschöpfungskette kann um digitale Services erweitert werden – vom Produkt-Design über die Produktion bis hin zum fertigen Produkt und die spätere Kundennutzung.
Über den Autor: Dr. Sebastian Ritz ist Geschäftsführer von German Edge Cloud in der Friedhelm Loh Group und für die Entwicklung von IIoT und KI-basierten Edge Cloud Lösungen verantwortlich.