Am 27. November 2020 tritt die nächste Stufe der EU-Richtlinie 2014/55/EU in Kraft. Zulieferer öffentlicher Behörden müssen bis dahin alle Rechnungen elektronisch ausstellen, welche einen Betrag von 1.000 Euro überschreiten. Mirjana Stanišić-Petrović vom Fraunhofer IAO gibt Einblicke in die Praxis beim E-Invoicing.
(Quelle: Andrey Popov/Shutterstock)
Wie sind die Rechnungsabteilungen der 200 größten Unternehmen in Deutschland derzeit aufgestellt?
Welche Formate nutzen sie und welche Erfahrungen haben sie bei der Umsetzung von E-Invoicing-Projekten gemacht?
Die Studie „Papierloses Büro und E-Invoicing in Deutschlands Top-700-Unternehmen: Status Quo, Pain Points und Erfolgsfaktoren“ von Fraunhofer IAO und Comarch gibt eine Bestandsaufnahme aus dem Alltag von Rechnungsabteilungen.
Für Unternehmen stellen sich angesichts des näher rückenden Stichtags zahlreiche Fragen nach rechtlichen Anforderungen, erlaubten Austauschformaten und der generellen Herangehensweise. Eine Bestandsaufnahme aus dem Alltag deutscher Rechnungsabteilungen liefert die Studie „Papierloses Büro und E-Invoicing in Deutschlands Top-700-Unternehmen: Status Quo, Pain Points und Erfolgsfaktoren“, welche von Fraunhofer IAO und Comarch durchgeführt wurde.
200 der 700 größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen wurden zu ihrem Rechnungswesen befragt. Das eigene Rechnungsvolumen, Zahl der Transaktionspartner, Digitalisierungsgrad, Zufriedenheit mit elektronischen Lösungen und mehr werden im Detail von den Anwendern aus den Großunternehmen beschrieben.
E-Invoicing: Papierrechnungen immer noch akzeptiert
Eine der Autorinnen der Studie ist Mirjana Stanišić-Petrović. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) und stellvertretende Leiterin des IAO-Zentrums „Dokumenten- und Workflow-Management“ hat sie die Antworten der Unternehmen untersucht. Ihr Fazit lautet: „Wir haben in Deutschland die Situation, dass bisher immer Papierrechnungen akzeptiert wurden. Der Gesetzgeber war also bislang kein Innovationstreiber für eine Digitalisierung des Rechnungswesens. Hinzu kommt immer noch die Problematik, dass Unternehmen mit sehr vielen Geschäftspartnern zusammenarbeiten und Rechnungen austauschen. Daher müssen Prozesse nicht nur innerhalb einer Organisation, sondern auch über Unternehmensgrenzen hinaus, geschaffen werden.“
(Quelle: Comarch)
Investitionsrisiko durch Digitalisierung der Prozesse
Eine weitere Thematik, die Unternehmer umtreibt, ist das Investitionsrisiko. Werden Prozesse digitalisiert und eine neue Software eingeführt, so ist dies immer mit Aufwänden verbunden. Daher blicken Verantwortliche auch sehr genau auf die Zielerfüllung. Ein Drittel der befragten Unternehmen hat noch keine Software für E-Invoicing, zwei Drittel konnten sich dagegen bereits zu einem Softwareeinsatz äußern. Davon erklärten 59 Prozent, dass alle ihre Erwartungen erfüllt wurden.
Die Anzahl der Unternehmen, die ihr erstes Produkt abgelöst haben, zeigt, dass es selbst bei bestehenden Lösungen zu entsprechenden Erneuerungen kommt. Und auch bei dem Drittel, das noch keine Software nutzt, sind erste Schritte zur Digitalisierung geplant. Fast alle von diesen rund 30 Prozent, nämlich 24 Prozent, wollen in den nächsten fünf Jahren zum ersten Mal eine Software für E-Invoicing einführen.
Ein Drittel der befragten Unternehmen hat noch keine Software für E-Invoicing im Einsatz.
(Quelle: Comarch)
E-Invoicing: neue Webinar-Reihe von Comarch
Comarch hat 2020 eine Webinar-Reihe zu E-Invoicing gestartet, die vor Inkrafttreten der Regelung alle wichtigen Fragen rund um das Thema Elektronischer Rechnungsaustausch von unabhängigen Experten erläutern lässt. Beim ersten Webinar am 14. Januar 2020 ging es um den derzeitigen Stand sowie positive und negative Erfahrungen von 200 der Top-700-Unternehmen in Deutschland. Mirjana Stanišic-Petrovic vom Fraunhofer IAO vermittelte einen exklusiven Einblick in die Ergebnisse der E-Invoicing-Studie und gab Anregungen für die erfolgreiche Umsetzung von E-Invoicing.
Comarch E-Invoicing ist eine Lösung zum schnellen und sicheren Austausch von elektronischen Belegen. Eine schnelle und sichere Übertragung qualitativ höherwertiger Daten ist die Grundlage für effizientere Entscheidungsfindung, verbesserte Kontrolle des Warenflusses (Nachverfolgbarkeit) und Kostensenkung. Comarch E-Invoicing bietet dafür ein zuverlässiges Onboarding aller Partner und Lieferanten sowie Full-Service-Betreuung und einen weltweit rechtskonformen Rechnungsversand. (sg)
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