Eine neue Umfrage von mailbox.org zeigt, dass rund ein Viertel der deutschen Unternehmen ihr E-Mail-Hosting über US-amerikanische Cloud-Anbietern beziehen. Dabei ist für sie die digitale Souveränität von großer Bedeutung.
(Quelle: Thapana Studio - Adobe Stock)
Unternehmenskritische IT-Risiken sind weit verbreitet: Obwohl sich deutsche Unternehmen ein stark ausgeprägtes Bewusstsein für die Wichtigkeit von digitaler Souveränität attestieren, sind weiterhin rund ein Viertel der Unternehmen in ihrer E-Mail-Infrastruktur stark von US-Cloud-Anbietern wie Microsoft oder Google abhängig. Das geht aus einer Umfrage von YouGov im Auftrag von mailbox.org, einem auf Datenschutz spezialisierten Anbieter von E-Mail-Hosting, hervor. Die Umfrage wurde im Juli 2022 durchgeführt. Sie basiert auf Online-Interviews mit mehr als 500 IT-Entscheidern in kleinen und mittelgroßen deutschen Unternehmen aus verschiedenen Branchen.
E-Mail-Hosting wird häufig im Unternehmen betrieben
Im Rahmen der Umfrage gaben 58 Prozent der Befragten an, dass ihr Unternehmen eigene E-Mail-Server betreibt. 35 Prozent sind dagegen bei einem SaaS-Provider oder Cloud-Dienstleister und sieben Prozent konnten dazu keine Angaben machen. Die Gründe für die Entscheidung zum E-Mail-Hosting inhouse sind oftmals historisch gewachsen. Strategische Entscheidungen der Geschäftsführung, die Daten im eigenen Haus zu behalten, Datensicherheits- und Datenschutzbedenken sowie ein ausreichender Grad an Inhouse-Know-how und entsprechend geschultem Personal sind die am häufigsten genannten Gründe. Dennoch gibt es bei 38 Prozent dieser Befragten Bestrebungen mit dem eigenen E-Mail-Hosting in die Cloud zu wechseln.
Für Unternehmen, die sich für einen Cloud-Anbieter entschieden haben, standen zum Großteil wirtschaftliche Überlegungen im Vordergrund. So gaben die Befragten an, dass die Cloud-Angebote komfortabler im Geschäftsalltag und einfacher skalierbar hinsichtlich Speicherplatz und Postfachanzahl seien. Außerdem seien diese kostengünstiger, da keine eigene Expertise und Technik vorgehalten werden muss. Auch der Spam- und Virenschutz als unternehmenskritischer Faktor wird in der Cloud als besser angesehen.
E-Mail-Hosting: Wunsch nach digitaler Souveränität
Von den Unternehmen, die externes Hosting nutzen, gaben 67 Prozent der Befragten an, dafür Microsoft Office 365 oder Google G-Suite zu verwenden. Damit ist fast ein Viertel aller Befragten bei diesen beiden amerikanischen Anbietern. Die stark überwiegende Nutzung von Microsoft- und Google-Angeboten für die eigene unternehmenskritische IT-Infrastruktur wie E-Mail-Postfächer ist insofern überraschend, als dass in deutschen Unternehmen ein hoher Grad an Sensibilisierung für die Wichtigkeit von digitaler Souveränität besteht. 81 Prozent der Befragten schätzen digitale Souveränität, also die Möglichkeit, die eigene IT selbstbestimmt zu nutzen und zu gestalten, als „eher“ oder „sehr“ wichtig für ihr Unternehmen ein. 76 Prozent sind sogar „eher“ oder „voll und ganz“ der Meinung, dass digitale Souveränität sicherzustellen essenziell ist. Und zwar dafür, die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens zu erhalten.
Jedoch ist der tatsächliche Grad an Unabhängigkeit von den Tech-Giganten eher gering. 64 Prozent der Befragten sind der Meinung, ihr Unternehmen ist „eher“ oder „sehr“ abhängig von großen Tech-Unternehmen. Gleichzeitig gibt es allerdings nur teilweise fokussierte Anstrengungen diese Abhängigkeiten zu reduzieren. Nur ein Drittel der Befragten gab an, dass ihr Unternehmen innerhalb des kommenden Jahres plant, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Angebote lokaler Cloud-Provider nutzen
„Rund ein Drittel der befragten Unternehmen hat seine unternehmenskritische E-Mail-Infrastruktur bereits in die Cloud verlagert. Und weitere 20 Prozent überlegen ebenfalls in die Cloud zu wechseln. Meist begeben sich die Unternehmen dann leider in die Abhängigkeit von internationalen Tech-Unternehmen. Und das, obwohl digitale Souveränität, Datenschutz und Sicherheit erklärte Ziele der Unternehmen sind“, sagt Peer Heinlein, Gründer und Geschäftsführer von mailbox.org. „Die Lösung dieses Problems sind sichere und komfortable Angebote für E-Mail-Hosting von lokalen Providern, aus der EU und Deutschland, die Datenschutz ernst nehmen und den Unternehmen mittels offener Schnittstellen ihre Unabhängigkeit belassen. Das ist auch mit Blick auf die Souveränität der deutschen und europäischen Wirtschaft ein erstrebenswertes Ziel.“
(Peer Heinlein ist Geschäftsführer der Heinlein Support GmbH. (Bild: Heinlein Support))
Der deutsche E-Mail-Provider mailbox.org zeigt, dass sich digitale Souveränität, Sicherheit und Datenschutz auch mit Komfort und umfangreichen Features vereinen lassen. Neben klassischen E-Mail-Kernfunktionen erhalten Privat- und Geschäftskunden auf Basis einer Open-Source-Lösung auch Anwendungen wie Kalender, Adressbuch, Aufgabenverwaltung, Online-Textverarbeitung und einen Cloud-Speicher. Zusätzlich hat mailbox.org Videokonferenzen und Web-Chat integriert. Die notwendige Technik wird mit eigener Infrastruktur in zwei deutschen Rechenzentren betrieben. mailbox.org ist eine Marke der Heinlein Support GmbH, deren Inhaber und Geschäftsführer der E-Mail-Experte und IT-Sicherheitsberater Peer Heinlein ist. Seit über 30 Jahren ist Heinlein Support auf E-Mail-Server und Linux im Rechenzentrum spezialisiert. (sg)
Stand: 16.12.2025
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