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ERP-Systeme: Höchste Zeit, in die Cloud zu wechseln 

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ERP-Systeme: Ganz sicher in der Cloud

Das dürfte einer der Gründe dafür sein, warum Unternehmen mit dem Thema Cloud-ERP nach anfänglichen Sicherheitsbedenken mittlerweile offener umgehen. Zudem hat man in vielen Betrieben bereits erste Erfahrungen gesammelt, etwa im Office-Bereich. Hinzu kommt, dass sich namhafte Cloud-Anbieter wie Microsoft klar zur DSGVO bekennen, sich an den Code of Conduct für Cloud Provider (CISPE) halten und Daten nur innerhalb der EU speichern. So haben viele Betriebe inzwischen erkannt, dass das hohe Maß an Sicherheit und Verfügbarkeit, das viele Cloud-Anbieter garantieren, im eigenen Haus kaum realisierbar ist. 

Individuelle Erweiterungen einfach mitnehmen

Ein weiteres Hemmnis für den Wechsel in die Cloud ist die Sorge um individuelle Anpassungen vieler Unternehmenslösungen. Hier zeigt sich jedoch, dass sich diese meist auch in der Cloud realisieren lassen. Dazu werden sie in der ursprünglichen Technologie aktualisiert oder aber kurzfristig neu aufgesetzt. Wird dies sauber nach Cloud-nativen Prinzipien realisiert, sind auch Zusatzlösungen jederzeit automatisch updatefähig. 

Mit modernen LowCode-/NoCode-Entwicklungs-Plattformen wie Microsoft Power Automate oder Microsoft Power Apps kann der Aufwand für Anpassungen deutlich reduziert werden. Die Entwicklungswerkzeuge nehmen der IT viel Arbeit rund um die Themen Sicherheit, Authentifizierung oder Deployment auf unterschiedliche Endgeräte wie Smartphones oder Tablets ab. Sie erleichtern nicht nur die Migration in die Cloud, sondern auch die individuelle Weiterentwicklung, etwa in Richtung Kunden-Apps. 

Bestehende Prozesse auf dem Prüfstand

Dennoch empfiehlt es sich, gewachsene Prozesslandschaften vor einem Wechsel in die Cloud zu überprüfen. Mit KI-Technologien wie Sensoren, Bild- oder Spracherkennung lassen sich viele papierbasierte Prozesse automatisieren und verschlanken. So können etwa automatische Benachrichtigungen oder Erinnerungen verschickt oder bestimmte Daten zwischen Geräten, Maschinen und Anwendungen ausgetauscht werden. In Logistik und Fertigung kann man zusätzliche Optimierungspotenziale erschließen, indem Sensor- und Maschinendaten für Predictive Maintenance oder Predictive Control eingesetzt werden.

ERP-Systeme: Tools unterstützen Migration in die Cloud

Cloud-Lösungen und Migrationswerkzeuge haben einen hohen technologischen Reifegrad erreicht. Damit lässt sich ein Umzug auch parallel zum Alltagsgeschäft stemmen. Erprobte Migrationskonzepte können potenzielle Probleme bereits im Vorfeld erkennen und lösen. Der Wechsel in die Cloud verlagert viele Standardaufgaben und die Sorge um Sicherheit und Verfügbarkeit auf den Partner. Damit verändern sich das Selbstverständnis und die Aufgaben der eigenen IT-Teams. Sie kennen die Unternehmensprozesse besonders gut und haben nun mehr Zeit, gemeinsam mit den Fachabteilungen neue digitale Services oder Geschäftsmodelle voranzutreiben, statt sich mit Routinetätigkeiten oder Administration zu befassen. Und wenn die IT durch eine Cloud-Migration mehr Spielraum erhält, kann sie sogar zum Treiber der Digitalisierung im Unternehmen werden.

ERP-SystemeDaniel Schmid
ist Chief Portfolio Officer der Cosmo Consult Gruppe.

Bildquelle: Cosmo Consult

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