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Web-Anwendungen schützen Frame Injection: So erkennt und verhindert man die hinterhältige Taktik von Cyberkriminellen

Ein Kommentar von Thomas Boele 3 min Lesedauer

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Frame Injection ist eine raffinierte Methode von Cyberkriminellen. Wenn Sie nicht schnell genug entdeckt und entfernt wird, dann verwandeln sich die eigenen Web-Anwendungen in Abschussrampen für Phishing und Malware.

(Bild:  Skórzewiak / Adobe Stock)
(Bild: Skórzewiak / Adobe Stock)

Frame-Injection-Angriffe sind eine Untergruppe von Code-Injection-Angriffen, bei denen böswillige Angreifer die Struktur einer Website manipulieren, indem sie bösartige HTML-Frames in eine legitime Website einfügen. Hierbei handelt es sich um eine hinterhältige Taktik der Cyberkriminellen. Allerdings gibt es auch Methoden, um Frame-Injection-Angriffe wirksam zu entschärfen. Und mit wenigen Schritten schützen Sicherheits-Teams ihre digitale Landschaft.

Aus finanzieller Sicht können durch die Verhinderung solcher Angriffe erhebliche Kosten eingespart werden, die mit Datenschutzverletzungen verbunden sind– Systemausfallzeiten, Abhilfemaßnahmen, potenzielle Geldstrafen und Reputationsschäden. Robuste Sicherheitspraktiken bieten einen Wettbewerbsvorteil, da sie den unbefugten Zugriff auf sensible Benutzerdaten verhindern, das Vertrauen der Benutzer stärken und den Ruf des Unternehmens verbessern, was wiederum zu einer besseren Einhaltung der Vorschriften beiträgt.

Frame Injection: Erkennen und Verhindern

Vorbeugende Maßnahmen wie die folgenden Schritte können dieses Risiko verringern:

1.  Das Risiko verstehen: Der erste Schritt zum Erkennen und Verhindern von Frame Injections besteht darin, zu verstehen, womit man es zu tun hat. Wie bereits erwähnt, werden Webseiten durch das Hinzufügen bösartiger Frames manipuliert, die für den durchschnittlichen Benutzer oft unsichtbar sind. Diese Frames können Phishing-Seiten, irreführende Informationen oder Malware-Downloads enthalten. Security-Administrator sollten wachsam sein und sicherstellen, dass ihre Webanwendungen nicht missbraucht werden.

2. Regelmäßige Code-Reviews: Die Durchführung regelmäßiger Code-Reviews ist eine wirksame Strategie, um potenzielle Schwachstellen aufzudecken. Dabei wird der Quellcode einer Webanwendung systematisch daraufhin überprüft, an welchen Stellen Frame Injection auftreten kann. Security Administratoren sollten beispielsweise auf Codebereiche achten, in denen Benutzereingaben direkt in den Inhalt der Webseite integriert werden.

3. Sicherheits-Tools verwenden: Durch den Einsatz von Sicherheits-Tools wie Intrusion Detection Systems (IDS), Schwachstellen-Scannern und Web Application Firewalls können Security-Administratoren potenzielle Frame-Injection-Punkte in ihrem Code erkennen und darauf hinweisen. Sicherheitstools sind von unschätzbarem Wert, aber es sollte daran gedacht werden, dass sie kein gleichwertiger Ersatz für eine gründliche Codeüberprüfung sind und in Verbindung damit verwendet werde   

4. Implementierung sicherer Kodierungs-Praktiken: Eine sichere Kodierungspraxis ist die Eingabevalidierung, das heißt die Überprüfung aller Benutzerdaten vor ihrer Verwendung auf ihre Angemessenheit. Security-Administratoren sollten keine Benutzereingaben direkt in ihren Webseiten verwenden, ohne sie ordnungsgemäß zu bereinigen. Sie sollten auch das Least-Privilege-Prinzip berücksichtigen, bei dem jeder Teil einer Anwendung nur die Berechtigungen hat, die dieser zum Funktionieren tatsächlich benötigt. 

5. Benutzereingaben entschlüsseln: Das Escape-Verfahren für Benutzereingaben garantiert, dass Zeichen mit besonderer Bedeutung in HTML und JavaScript neutralisiert werden, so dass sie als normaler Text angezeigt werden und nicht zur Änderung der Seitenstruktur verwendet werden können. Sonderzeichen wie <, >, ", ' und & sollten durch ihre entsprechenden HTML-Zeichenentitäten („HTML Character Entities“, z. B. ‚<‘ anstatt ‚<‘) ersetzt werden. Dadurch wird verhindert, dass ein böswilliger Benutzer HTML- oder Skript-Code in die Webseiten einschleust. 

6. Verwendung einer Content Security Policy: Die Content Security Policy ist ein Sicherheits-Standard, der dazu beiträgt, Frame-Injection-Angriffe zu verhindern, indem Security-Administratoren festlegen können, welchen Inhaltsquellen vertraut wird, und so die Möglichkeiten eines Angreifers einschränken, schädliche Inhalte einzuschleusen. Durch die Implementierung eines robusten CSP in Ihre Web-Anwendungen können sie das Risiko von Frame-Injection-Angriffen erheblich reduzieren. 

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7. Regelmäßige Aktualisierungen und Patches: Für jede Cyber-Sicherheitsstrategie ist es von entscheidender Bedeutung, dass Security-Administratoren ihre Systeme und Software auf dem neuesten Stand halten. Es versteht sich von selbst, dass regelmäßige Updates und Patches vor bekannten Schwachstellen schützen können, die Hacker für Frame Injection ausnutzen könnten. 

 Idealerweise folgt man der vierstufigen Architektur: Development, Testing, Staging und Production, um Betriebsrisiken zu minimeren.

Frame Injection: Fazit

Frame Injection ist eine tückische Taktik im Arsenal der Cyberkriminellen, die Web-Anwendungen kompromittieren und schwere finanzielle und Reputationsschäden verursachen kann. Die Bedrohungen lässt sich jedoch wirksam eindämmen, indem die Risiken verstanden, regelmäßige Code-Reviews durchgeführt, robuste Sicherheitstools eingesetzt, sichere Kodierungspraktiken implementiert, Benutzereingaben vermieden, strenge Inhaltssicherheits-Richtlinien durchgesetzt und Systeme regelmäßig aktualisiert und gepatcht werden.

 Im digitalen Zeitalter ist es von entscheidender Bedeutung, diese Sicherheitslücken proaktiv zu bekämpfen, das Vertrauen der Nutzer zu fördern und die Integrität der Systeme zu bewahren.

Frame InjectionThomas Boele
ist Regional Director, Sales Engineering CER/DACH bei Check Point Software

Bildquelle: Check Point Software