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Abwehr von Cyberangriffen Fünf Einsatzmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz in der Cybersicherheit

Ein Gastbeitrag von Marco Eggerling 3 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz in Cybersicherheits-Lösungen ermöglicht eine proaktive Bedrohungsabwehr. Zudem trägt sie zu einer agileren und robusteren Sicherheitsposition von Unternehmen bei. 

(Bild:  igor.nazlo / Adobe Stock)
(Bild: igor.nazlo / Adobe Stock)

Künstliche Intelligenz in der Abwehr von Cyberangriffen sorgt zudem für schnellere Reaktionszeiten, weniger Fehlalarme, Ressourcenoptimierung und Kosteneffizienz. 

1. Proaktive Prävention und Erkennung von Bedrohungen

Einer der Hauptvorteile von KI in der Cybersicherheit besteht darin, dass Unternehmen von einem reaktiven zu einem proaktiven Ansatz im Umgang mit Bedrohungen übergehen können.  

In der Vergangenheit haben sich Sicherheits-Tools auf bekannte Signaturen oder Regeln verlassen. Dies hat jedoch dazu geführt, dass Unternehmen für unbekannte Bedrohungen anfällig sind. Um dieses Problem zu umgehen, kann Künstliche Intelligenz auf Trends, Muster und Anomalien zurückgreifen und vorhandene Datenmengen nutzen, um neue, bisher unbekannte Angriffsarten zu identifizieren. 

Die Fähigkeiten der Künstlichen Intelligenz ermöglichen es Sicherheitsteams, Probleme zu entschärfen, bevor sie sich zu schädlichen Sicherheitsvorfällen ausweiten.

Wenn es zu einem Sicherheitsvorfall kommt, ist der Faktor Zeit von entscheidender Bedeutung. KI-gestützte Cybersicherheits-Lösungen können die ersten Phasen der Reaktion auf einen Vorfall automatisieren.

2. Reaktionszeiten verkürzen durch künstliche Intelligenz

Wenn es zu einem Sicherheitsvorfall kommt, ist der Faktor Zeit von entscheidender Bedeutung. KI-gestützte Cybersicherheits-Lösungen können die ersten Phasen der Reaktion auf einen Vorfall automatisieren: Identifizierung der Bedrohung, Bewertung der Auswirkungen und Eindämmung.

In einigen Fällen kann Künstliche Intelligenz kompromittierte Geräte automatisch vom Netzwerk isolieren. Dies wiederum verhindert die Verbreitung von Malware. Eine effiziente und automatische Isolierung von Geräten kann die finanziellen Auswirkungen eines Cyberangriffs auf ein Unternehmen minimieren

3. Fehlalarme reduzieren

False Positives – gutartige Aktivitäten, die fälschlicherweise als bösartig erkannt und eingestuft werden – sind seit langem ein Ärgernis für Sicherheitsteams. Sie verschwenden Zeit und Ressourcen und verbergen möglicherweise echte Bedrohungen.  

Aus verschiedenen technischen Gründen ermöglichen KI-gestützte Cybersicherheits-Tools im Vergleich zu herkömmlichen Cybersicherheits-Tools eine viel genauere Unterscheidung zwischen verdächtigem und normalem Verhalten. Dadurch sinken die False-Positive-Raten. 

Wenn es weniger Fehlalarme gibt, können sich die Sicherheitsteams intensiver mit echten Bedrohungen befassen, was insgesamt zu einer besseren Cybersicherheitslage des Unternehmens beiträgt.

Wenn es weniger Fehlalarme gibt, können sich die Sicherheitsteams intensiver mit echten Bedrohungen befassen, was insgesamt zu einer besseren Cybersicherheitslage des Unternehmens beiträgt.

4. Optimierung des Personaleinsatzes

Angesichts des Mangels an IT-Fachkräften stehen Unternehmen unter Druck, ihre Humanressourcen zu optimieren. Fast 50 Prozent der von Check Point in einer Studie befragten Unternehmen erkennen das Potenzial von Künstlicher Intelligenz bei der Automatisierung repetitiver Aufgaben und der Optimierung der Ressourcenzuweisung. 

Künstliche Intelligenz kann Log-Analysen und Korrelationen, Schwachstellenscans und -bewertungen, Patch-Management und die routinemäßige Suche nach Bedrohungen kompetent durchführen. Dadurch können sich die Mitarbeiter auf komplexere und strategische Initiativen konzentrieren. 

Letztlich stellt dieser Ansatz – die Arbeitsteilung zwischen Künstlicher Intelligenz und Menschen – sicher, dass die Personalressourcen so eingesetzt werden, dass die Wirkung maximiert und die Ergebnisse optimiert werden.

5. Kosteneffizienz durch künstliche Intelligenz

KI-gestützte Werkzeuge können den Bedarf an Einzellösungen verringern. Dies ist darauf zurückzuführen, dass viele KI-gestützte Cybersicherheits-Plattformen umfassende, integrierte Funktionen bieten. Eine solche Konsolidierung kann zu erheblichen Kosteneinsparungen bei Softwarelizenzen, Wartung und Interoperabilität führen. 

Künstliche Intelligenz trägt auch zur Kosteneffizienz der Cybersicherheit bei, da sie die Wahrscheinlichkeit und die Auswirkungen von Sicherheitsvorfällen verringern kann. KI-gestützte Systeme sind in der Lage, Bedrohungen rasch zu erkennen und schnell zu reagieren, verringern sich das Schadenspotenzial und die voraussichtlichen Kosten von Sicherheitsverletzungen.

Künstliche Intelligenz erfolgreich implementieren

Die erfolgreiche Implementierung von künstlicher Intelligenz in Cybersicherheits-Lösungen erfordert eine durchdachte Integration und ein zentrales Management. Geeignete Governance-Mechanismen sind entscheidend, um sicherzustellen, dass Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll und effektiv eingesetzt wird. 

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Marco Eggerling
ist Global CISO bei Check Point Software.

Bildquelle: Checkpoint Software