Ob Kassen- und Bestellsysteme, Zeiterfassung oder E-Payment-Lösungen: Gastronomische Betriebe wollen verstärkt auf digitale Tools zurückgreifen. Tech-Unternehmen sehen daher ein großes Potenzial bei der Digitalisierung.
(Quelle: Michaela Begsteiger - Adobe Stock)
Neue Chancen für die Gastronomie: Warum die technischen Zweifel bald dem Fortschritt weichen werden.
Kassen- und Bestellsysteme, Zeiterfassung und mehr: Gastronomische Betriebe wollen auf immer mehr Tools zurückgreifen.
Tech-Unternehmen aus aller Welt wollen deutsche Betriebe bei der Digitalisierung unterstützen.
Laut einer aktuellen Studie von kollex nutzen bislang nur 26 Prozent der deutschen Gastronomiebetriebe digitale Systeme. Eine Digitalisierung wie in den skandinavischen Ländern scheint hierzulande noch weit entfernt. Doch investieren immer mehr internationale Tech-Unternehmen in ihre deutschen Niederlassungen und sehen jetzt großes Potenzial. Wird der Zweifel tatsächlich bald dem Fortschritt weichen? Nachdem ganz Deutschland in den vergangenen zwei Jahren digitaler geworden ist, könnten Gastronomiebetriebe bald in großen Schritten folgen. Kassensysteme und E-Payment sind schon weit verbreitet. Nun ist es Zeit für den nächsten Schritt.
Großer Nachholbedarf bei digitalen Systemen
Nur 26 Prozent der Gastronomiebetriebe in Deutschland nutzen bislang digitale Systeme für ihre Personalverwaltung, zeigt die Studie des Berliner Startups kollex von Herbst 2021. Eine Tatsache, die viel über den Fortschritt der Technologien hierzulande aussagt, doch auch ihr großes Potenzial zeigt. Denn lange werden deutsche Gastronomiebetriebe nicht mehr auf sich warten lassen. Nicht ohne Grund stehen „digitale Innovationen und digitale Infrastruktur“ an erster Stelle im neuen Koalitionsvertrag. Deutschland will und wird digitaler werden. Die Generationen Y und Z stehen in den Startlöchern beim Berufseinstieg und halten nichts von veralteten Systemen. Sie setzen moderne digitale Tools an ihren Arbeitsplätzen voraus. Dies bringt viele Technologie-Anbieter dazu, in ihre deutschen Büros zu investieren und dem Gastgewerbe vor Ort mit ihren Lösungen unter die Arme zu greifen.
Immer weniger Gastronomiebetriebe mit analogen Gewohnheiten
Die Studie von kollex zeigt, dass sich viele Gastronomiebetriebe davor scheuen, technologische Anwendungen in ihren Arbeitsalltag zu integrieren. Zu hoch wäre der Aufwand einer Einarbeitung und die Umgewöhnung. Doch schon bald wird der Generationenwechsel diejenigen nachrücken lassen, die in einer von Internet und Smartphones geprägten Welt groß geworden sind und keinen Grund für Zweifel sehen. Darauf setzen nun auch zahlreiche internationale Unternehmen, die Technologien für den Arbeitsalltag in der Gastronomie-Branche entwickeln.
„Der technische Wandel ist in Deutschland schon jetzt in vollem Gange. In den kommenden Jahren wird er sogar noch stärker an Fahrt aufnehmen. Vor allem in der Gastronomie, die jetzt noch einiges ausbauen kann. Hier können mit neuen Tools sehr einfach Zeit und Geld gespart werden. Andere Länder, wie Dänemark, arbeiten schon längst damit. So wollen wir bei Planday diesen Fortschritt nun auch hierzulande möglich machen.“, erklärt Florian Berr, Sales Director DACH bei Planday.
(Florian Berr ist Director Sales Germany bei der Planday GmbH. (Bild: Planday))
Gastronomiebetriebe setzen vielfach Tools im Front-Office ein
Durch die Pandemie beschleunigte sich das Tempo der Digitalisierung des Gastgewerbes, doch geschah dies bislang hauptsächlich im Gästekontakt. Durch elektronische Kassensysteme, die bereits von 58 Prozent der Betriebe genutzt werden, Online-Speisekarten via QR-Code Scan oder E-Payment-Lösungen, wurde der Alltag der Gastronomen weniger analog. Die Einführung solcher Tools war ein wichtiger Schritt, um dem Personalmangel und geringeren Einnahmen durch Schließungen oder Kontaktbeschränkungen entgegenzuwirken. Laut einer aktuellen Studie von Lightspeed hielten rund 80 Prozent der deutschen Gastronomiebetriebe die Einführung von neuen Technologien als entscheidend für das Überleben ihres Unternehmens. Doch hat sich bislang nur ein Viertel dieser Unternehmen für weitere Mittel entschieden, die beispielsweise die Personalverwaltung digitalisieren können.
Papierstapel und Excel: Leichtes Chaos im Back-Office
Noch immer scheinen Excel und Notizzettel die beliebteren Hilfsmittel des Personalmanagements zu sein. „Unseren Kollegen in Dänemark ist es ein Rätsel, weshalb wir im Nachbarland noch so sehr an den analogen beziehungsweise veralteten Arbeitsweisen hängen. Dort zeigen sie uns, wie einfach digitale Lösungen wirken können und dass es möglich ist, sie generationenübergreifend anzuwenden“, erklärt Florian Berr. Als Land mit dem höchsten Digitalisierungsgrad, zeigt Dänemark, dass auch die älteren Generationen in den technischen Wandel mit einbezogen werden können, und dient Deutschland somit als Modell. Wie viele andere Tech-Unternehmen auch, investiert Planday, mit Hauptsitz in Kopenhagen, daher seit Anfang letzten Jahres intensiv in den Ausbau seines deutschen Büros. „Der Bedarf nach digitalen Tools in der Gastronomie wächst und nun folgt auch die Nachfrage“, ist Florian Berr überzeugt.
Stand: 16.12.2025
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Gastronomiebetriebe sollten Chancen der Digitalisierung nutzen
Deutsche Gastronomiebetriebe sind bereit für neue Tools. Die ersten Möglichkeiten werden schon täglich genutzt. Förderungen zur Digitalisierung und eine wachsende technische Kompetenz durch die Pandemie wie auch der Nachwuchs von jüngeren Generationen beschleunigen diesen Wandel. Daher ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr internationale Unternehmen mit Software- oder App-Angeboten in ihre deutschen Büros investieren. Eine digitalisierte Gastronomie-Branche ist somit greifbar und könnte den vielbeschäftigten Gastronomen schon bald den Arbeitsalltag erleichtern, wenn sie sich dafür entscheiden.
Mehr Menschlichkeit in der Schichtarbeit – das ist die Vision, die das dänische Unternehmen Planday seit seiner Gründung 2005 verfolgt. Mit seiner intuitiv bedienbaren Software ermöglicht es Planday HR-Verantwortlichen, den Überblick über ihre Zuständigkeitsbereiche zu behalten und Schichtpläne im Handumdrehen gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden zu erstellen. Nützliche Features wie Zeiterfassungen, interne Kommunikationsfunktion und die Verknüpfung zu schon bestehenden Tools ermöglichen es, dass Manager auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeitenden eingehen können. (sg)