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Softwarelizenzierung Gebrauchte Software: Chance zu Kostenreduzierung und nachhaltiger IT

Ein Gastbeitrag von Melanie Achten 2 min Lesedauer

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Wer Secondhand-Kleidung kauft, spart Ressourcen. Doch wie ist das bei Software? Auch gebrauchte Lizenzen schonen das Budget und die Umwelt. Gebrauchte Software ist daher ein strategischer Faktor in hybriden IT-Infrastrukturen.

(Bild:  © Supatman/stock.adobe.com)
(Bild: © Supatman/stock.adobe.com)

Darum Geht's

Der Kauf von gebrauchter Software spart nicht nur Budget, sondern auch Ressourcen, indem er den CO2-Fußabdruck reduziert. Gebrauchte Software bietet besonders in hybriden IT-Umgebungen einen strategischen Vorteil.

Gebrauchte Volumenlizenzen für Microsoft-Software können Unternehmen zum Beispiel über Reseller beziehen und dabei bis zu 70 Prozent gegenüber Neukäufen sparen. Seit 2017 konnten so 318 Tonnen CO2e eingespart werden.

Die Nachhaltigkeit von Secondhand-Lizenzen hängt von einigen Faktoren ab, ergänzt jedoch auf sinnvolle Weise bestehende IT-Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen.

Stromsparende Hardware, intelligentes Gerätemanagement, Virtualisierung von Servern: In vielen Unternehmen wird IT heute nachhaltig gedacht. Denn mit den richtigen Maßnahmen lässt sich Energie einsparen – und damit CO2-Emissionen. Der Beitrag von Microsoft-Lizenzen zur CO2-Emission ist bislang wenig beachtet. Doch auch in diesem Bereich gibt es Einsparpotenzial: durch Wiederverwendung statt Neukauf, also gebrauchte Software. Und durch die Kombination von gebrauchter Software und Cloud.

Gebrauchte Software rechtssicher beziehen

Wie aber kommen Unternehmen verlässlich, rechtssicher und in den benötigten Stückzahlen an gebrauchte Software? Über Reseller und Distributoren. So kauft beispielsweise MRM Microsoft-Volumenlizenzen auf, die in Unternehmen nicht länger zum Einsatz kommen. Diese geben wir zurück in den Markt. Wer sie in Anspruch nimmt, spart bis zu 70 Prozent gegenüber dem Neukauf ein. Das ist allein vom Gedanken der Chancengleichheit nachhaltig.

Wie es bei unserer Gebraucht-Software um die Einsparung von Treibhausgasen bestellt ist, wollte ich ebenfalls wissen, als ich im vergangenen Jahr die Geschäftsleitung übernahm. Mein Team ließ den Impact aller von uns gehandelten Lizenzen wissenschaftlich berechnen. Das Ergebnis: 318 Tonnen CO2e seit der MRM-Firmengründung im Jahr 2017.  Das wurde von Climate-Partner auf Basis von Nutzungsdaten, Lizenztypen, Downloadvolumen und Prozessorlast ermittelt.

In die Cloud – aber auf nachhaltige Weise

Diesen Hebel für eine nachhaltigere IT kann– und sollte – jede Organisation nutzen. Vom Steuerbüro bis zum Konzern. Das kann unterschiedlich aussehen: Für die einen sind reine On-Premises-Strukturen das passende Modell. Zunehmend kommen gebrauchte Volumenlizenzen für Office und Server aber in Verbindung mit M365-Produkten zum Einsatz. IT-Verantwortlichen geht es nicht mehr um ein Entweder-Oder zwischen Cloud und On-prem. Vielmehr erleben hybride Setups einen Schub.

Gebrauchte Software eröffnet hier Handlungsspielräume – sowohl finanziell als auch technisch. Etwa wenn bestehende Infrastrukturen um Cloud-Komponenten ergänzt werden, ohne dass ganze Systeme umgestellt werden müssen. Andererseits sind moderne Dienste oft nur cloudbasiert verfügbar – etwa im Bereich der künstlichen Intelligenz. Dann hilft wiederverwendete Software, die Cloud bezahlbar und flexibel umzusetzen. Denn auch das ist nachhaltig gedacht: Lizenzkosten einsparen, wo möglich, um zukunftsweisende Digitalprojekte stemmen zu können.

Gebrauchte Software: Zwischen Klimabilanz und Kosteneffizienz

Ob die ökologischen Einsparungen in der Breite skalieren können, hängt von mehreren Faktoren ab: dem CO2-Fußabdruck neuer Software, der Nutzungsintensität – und inwiefern gebrauchte Programme den Lebenszyklus von Hardware verlängern. Secondhand-Lizenzen ersetzen nicht die eingangs genannten IT-Maßnahmen zur Treibhausgasreduzierung. In Zeiten knapper Budgets und wachsender Nachhaltigkeitsanforderungen können sie aber ein sinnvoller Baustein sein – besonders dort, wo ökonomische und ökologische Argumente zusammenfallen.

Gebrauchte Software Melanie Achten MRM DistributionMelanie Achten
ist Geschäftsführerin der MRM Distribution GmbH. Das Unternehmen ist auf Gebrauchtsoftware-Handel und ganzheitliche IT-Lösungen spezialisiert.

Bildquelle: MRM Distribution

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