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Generative KI als Wunderwaffe – ein Blick in die Zukunft mitten im Hype

Verantwortlicher Redakteur:in: Heiner Sieger 3 min Lesedauer

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Generative KI steht unbestreitbar an der Spitze eines kolossalen Paradigmenwechsels in unserer Interaktion mit Technologien. Ihre vielseitigen Anwendungen läuten eine neue Ära ein, in der die Grenzen zwischen Mensch und Maschine immer mehr verschwimmen. Szenarien, die uns immer mehr an futuristische Szenen aus Sci-Fi-Filmen erinnern lassen. Das Reich der Möglichkeiten scheint grenzen-los, aber ist es das wirklich?

(Quelle:  ABBYY)
(Quelle: ABBYY)

Wenn Unternehmen auf der Suche nach einem Wettbewerbsvorteil in das Labyrinth der generativen KI eintauchen, versinken sie oft in einem Sumpf aus technischen Feinheiten und Markttricks. Durch „KI-Washing“ haben sich viele neue Lösungen als moderne Fata Morgana entpuppt, die Unternehmen dazu verleitet, Ressourcen in KI-Lösungen zu investieren, die leider nicht in der Lage sind, die Probleme der realen Welt zu lösen. Der Markt ist voll von überschwänglichen Erklärungen über „Innovation“ und „generative KI“-Nutzung, doch bieten sie nur selten eine klare Aussage über greifbare Geschäftsergebnisse.

Hinter der schillernden Fassade von KI-gestützten Lösungen verbirgt sich oft eine harte Realität: Der Rummel um „GPT“ und „GenAI“ dient als Köder, der Unternehmen in einen Strudel unerfüllter Erwartungen lockt. Darüber hinaus geben die ausufernden Kosten im Zusammenhang mit großen Sprachmodellen (Large Language Models, LLMs) Anlass zur Sorge. Der finanzielle Tribut, den LLM-basierte Suchlösungen fordern, wird allmählich deutlich. Die exorbitanten Kosten, gepaart mit einem alarmierenden CO2-Fußabdruck, werfen einen langen Schatten auf die angeblichen Vorteile der generativen KI.

Spezialisierte KI- und ML-Lösungen führen eher zum Erfolg

In Anbetracht dessen wird es den meisten Unternehmen ohnehin verwehrt bleiben LLMs zu bauen, die dem großen Platzhirsch Konkurrenz bieten können. Das müssen sie aber auch nicht. Denn in Wirklichkeit liegt der wahre Wert in eng gefassten und spezialisierten KI- und ML-Lösungen. Diese maßgeschneiderten Lösungen versprechen hohe Genauigkeit und durchgängige Verarbeitung in realen Szenarien. Im Gegensatz zur generativen KI, die in die Breite geht, geht spezialisierte KI in die Tiefe und bietet präzise Lösungen für komplexe Geschäftsprobleme.

Zum Beispiel können auf Plattformen zur Intelligenten Dokumentenverarbeitung eine Vielzahl an vortrainierten Skills eingesetzt werden, die je nach Geschäftsfeld genau auf die speziellen Anforderungen der Dokumententypen, wie Rechnungen oder Bestellungen, maßgeschneidert sind. Durch den Einsatz von No-Code-Technologien können darüber hinaus den Mitarbeitenden die richtigen Tools zur Hand gegeben werden, sodass sie auch selbstständig einfach und sicher individuelle Dokumenten-Skills entwerfen und trainieren können.

Wie Sie die richtige Lösung für sich finden

Die Navigation durch die KI-Marketing-Buzzwords erfordert ein scharfes Auge und eine kritische Einstellung. Um sich vor den Verneblungen des „KI-Washing“ zu schützen, müssen Sie die richtigen Fragen stellen:

  1. Spricht die KI-Lösung Ihr Geschäftsproblem an?

  2. Kann der KI-Anbieter einen Erfolgsnachweis erbringen?

  3. Ist die KI-Lösung auf ethischen und verantwortungsvollen Praktiken aufgebaut?

  4. Bietet der Anbieter laufende Unterstützung und Verbesserungen an?

Eine sorgfältige Bewertung, die sich auf reale Fallstudien und transparente Praktiken stützt, ebnet den Weg, um echte Innovation von bloßer Theatralik zu unterscheiden. Da wir an der Schwelle zu einer KI-Revolution stehen, sind Umsicht und ein differenzierter Ansatz unabdingbar, wenn es darum geht, Lösungen zu finden, die über den Hype hinausgehen und einen echten Mehrwert bieten. Vor diesem Hintergrund werden kleinere KI-Modelle in Zukunft an Bedeutung gewinnen, um so den ökonomischen und ökologischen Kosten Einhalt zu gebieten und außerdem Unternehmen die Möglichkeit zu eröffnen KI durch Präzision besonders effizient nutzen zu können. Mehr hilfreiche Tipps und Insights gibt es online, beispielsweise im AI-Driven Enterprise Podcast von ABBYY.

Über den Autor: Maxime Vermeir ist Senior Director AI Strategy bei ABBYY.

(Maxime Vermeir ist Senior Director AI Strategy bei ABBYY. (Bild: ABBYY))
(Maxime Vermeir ist Senior Director AI Strategy bei ABBYY. (Bild: ABBYY))

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