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Business GPT

So wurde Kollege KI bei der UKA-Gruppe sicher

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Change-Management und Akzeptanz der Mitarbeiter

Mandy Günzel ist IT Service Delivery Managerin bei der UKA-Gruppe.(Bild:  UKA)
Mandy Günzel ist IT Service Delivery Managerin bei der UKA-Gruppe.
(Bild: UKA)

Die UKA-Gruppe verfolgt einen systematischen Ansatz zur Förderung der KI-Akzeptanz. Praxisorientierte Schulungen vermitteln konkrete Anwendungsfälle aus dem Arbeitsalltag. Im Intranet stehen Prompting-Hilfen und Guidelines zur Verfügung. „Wir wollen die KI mittelfristig noch viel stärker nutzen, um Prozesse zu automatisieren und Daten intelligenter zu verarbeiten. Dafür brauchen wir den Input unserer Mitarbeitenden. Dieser kann uns Anregungen liefern, wo KI im Unternehmen überall sinnvoll eingesetzt werden kann“, erläutert Mandy Günzel, IT Service Delivery Managerin bei der UKA-Gruppe.

Die Strategie basiert auf der Erkenntnis, dass KI-Innovation von unten nach oben erfolgen muss. Ideen für sinnvolle KI-Anwendungen können nur entstehen, wenn Mitarbeiter experimentieren dürfen. Deshalb legt die UKA-Gruppe Wert darauf, eine Unternehmenskultur zu etablieren, die Neugier und Experimentierfreude fördert.

Generative KI: Messbare Veränderungen im Arbeitsalltag

Eine exakte quantitative Bewertung der Effizienzgewinne ist nach einem Jahr noch nicht möglich, da die Ausgangssituation nicht systematisch erfasst wurde. Dennoch zeigen sich deutliche Indikatoren für den Erfolg: Die Nutzungsintensität von Business GPT nimmt kontinuierlich zu.

Besonders deutlich wird die Veränderung bei der Protokollierung von Meetings. Meeting-Transkriptionen werden nun mithilfe von KI in kurzer Zeit zu strukturierten Protokollen verarbeitet. Dies standardisiert die Dokumentation und spart erhebliche Zeit. Die KI unterstützt zudem beim Verfassen und Korrigieren von Texten, bei Übersetzungen und bei der strategischen Auswertung von Dokumenten.

Weiterentwicklung der KI-Strategie

Die Einführung von Business GPT markiert den Beginn einer umfassenderen KI-Strategie. Ein bereits geplanter nächster Schritt ist der Ausbau des Assistenten-Konzepts. Für einzelne Unternehmensbereiche sollen fachspezifische Assistenten entwickelt werden, die unter Berücksichtigung von Berechtigungsmodellen bereitgestellt werden.

Darüber hinaus identifiziert die UKA-Gruppe erhebliches Potenzial bei der Flächenanalyse für Energiepark-Standorte. Die KI könnte wirtschaftliche Faktoren wie Ertragsprognosen, Windverhältnisse oder die Entfernung zum nächsten Stromanschluss automatisch bewerten. Dies würde eine frühzeitige Einschätzung ermöglichen, ob ein potenzieller Standort ökonomisch tragfähig ist.

Generative KI: Erkenntnisse für andere Unternehmen

Die Erfahrungen der UKA-Gruppe liefern wichtige Erkenntnisse für andere Unternehmen. Zentral ist die Einsicht, dass das bloße Sperren öffentlicher KI-Sprachmodelle keine nachhaltige Lösung darstellt. Angesichts der rasanten Entwicklung und der freien Verfügbarkeit von KI-Technologien werden Mitarbeiter früher oder später Umgehungslösungen finden.

Produktiver ist es, frühzeitig auf sichere, datenschutzkonforme Alternativen zu setzen und den Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, generative KI transparent und produktiv anzuwenden. Entscheidend für den Erfolg ist, dass alle Mitarbeiter die bereitgestellten, sicheren Werkzeuge auch tatsächlich nutzen. Dies gelingt nur durch eine Kombination aus technischer Niedrigschwelligkeit, praktischem Nutzen und kultureller Offenheit. Das Beispiel der UKA-Gruppe zeigt, dass diese Balance erreichbar ist.

Martin Wunderwald Telekom MMS generative KIMartin Wunderwald
ist Portfolio Lead AI & Cognitive Services bei der Telekom MMS, einem Digital Experience Service Provider und Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG. Der Schwerpunkt von Wunderwald liegt in der Übersetzung von Herausforderungen der Kunden in eine technische Lösungskonzeption mittels Methoden der künstlichen Intelligenz, insbesondere in dem Bereichen Computer Vision und Optimierung.

Bildquelle: Telekom MMS

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