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Zahlreiche Herausforderungen Die Gesundheitsbranche ist auf Künstliche Intelligenz nicht gut vorbereitet

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Die Gesundheitsbranche leidet unter Herausforderungen wie Kostendruck, Fachkräftemangel oder Regularien. Künstliche Intelligenz ist eine Lösung – doch die Branche ist schlecht vorbereitet.

(Bild:  ColorfulFlowerStudio / Adobe Stock)
(Bild: ColorfulFlowerStudio / Adobe Stock)

Die Gesundheitsbranche hat momentan schwere Zeiten vor sich: Steigender Kostendruck, Fachkräftemangel und immer mehr regulatorischen Anforderungen. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz wäre hier eine Lösung. Doch das Problem: Die Gesundheitsbranche ist auf den KI-Einsatz kaum vorbereitet.

Die Studie „Future of Health – The AI (r)evolution“ von Roland Berger unter Managern in der Gesundheitsbranche kommt zu dem Ergebnis, dass Künstliche Intelligenz zwar bereits in vielen Bereichen zum Einsatz kommt, doch die Branche fühlt sich noch immer nicht gut vorbereitet.

Es müssen sich alle Unternehmen der Branche mit dem Thema Künstliche Intelligenz befassen, sonst laufen sie Gefahr, bei Innovation und Effizienz ins Hintertreffen zu geraten und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren.

Ulrich Kleipaß, Partner bei Roland Berger

Einsatz von Künstlicher Intelligenz

Alle Befragten nutzen KI bereits – 74 Prozent von ihnen regelmäßig. Dennoch haben bisher nur 15 Prozent die Technologie zumindest teilweise in Standardprozesse integriert. Für die Zukunft erwarten die Manager, dass die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen weiter zunimmt – vor allem in den Bereichen Diagnostik und Prävention. Fast alle (94 Prozent) rechnen mit starken oder sehr starken Auswirkungen auf ihr eigenes Unternehmen und 90 Prozent haben bereits eine spezielle Abteilung für KI eingerichtet. Dennoch sagen derzeit nur 29 Prozent der Befragten, dass ihre Organisation gut für das Thema aufgestellt ist.  

„Künstliche Intelligenz ist in der Gesundheitsbranche angekommen und verursacht bereits jetzt große Umwälzungen“, sagt Ulrich Kleipaß, Partner bei Roland Berger. Das betreffe alle Akteure in der Wertschöpfungskette, von Pharma- und Medizintechnikunternehmen, deren Geschäftsmodelle sich mit KI verändern, über Krankenversicherungen, die KI nutzen, um ihre Effizienz zu steigern, bis hin zu den Fachkräften in Krankenhäusern, Laboren und Arztpraxen, die neue KI-unterstützte Diagnose- und Therapiemethoden anwenden. „Deshalb müssen alle Unternehmen der Branche sich mit dem Thema befassen, sonst laufen sie Gefahr, bei Innovation und Effizienz ins Hintertreffen zu geraten und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren.“

Bisher hilft KI im Gesundheitswesen vor allem bei der Optimierung von Prozessen und Kosten: 81 Prozent der Befragten nennen als Vorteil die Beschleunigung von Abläufen, 79 Prozent eine gesteigerte Qualität und 77 Prozent Kosteneinsparungen. Im Zuge weiterer technologischer Fortschritte dürfte sich Künstliche Intelligenz in allen Bereichen der Patientenversorgung und in der gesamten Wertschöpfungskette im Gesundheitswesen durchsetzen: Zum Beispiel KI-unterstützte Diagnoseverfahren, etwa in der Radiologie, versprechen schnellere und genauere Ergebnisse.

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