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Rettungskette 5G Herz-Kreislauf-Stillstand: Rettungsdrohne bringt einen Defibrillator

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Das Anleiten von Ersthelfern durch den Notruf zur Reanimation bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand wird bereits genutzt. Nun soll eine Rettungsdrohne einen Defibrillator zum Ersthelfer bringen. 

(Bild:  Alberto Masnovo / Adobe Stock)
(Bild: Alberto Masnovo / Adobe Stock)

Notruf, Erste Hilfe, Rettungsdienst, Klinik: Das sind die konventionellen Glieder, die im Notfall ineinandergreifen. Dabei stellt sich die Frage, ob die starre zeitliche Abfolge durch innovative Technologien aufgebrochen werden kann, um zum Beispiel beim einem Herz-Kreislauf-Stillstand wertvolle Zeit zu sparen.

So sieht die Rettungsdrohne aus, die bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand einen automatisierten Defibrillator zum Ersthelfer fliegt.(Bild:  Deutsches Rotes Kreuz / Kreisverband Aalen)
So sieht die Rettungsdrohne aus, die bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand einen automatisierten Defibrillator zum Ersthelfer fliegt.
(Bild: Deutsches Rotes Kreuz / Kreisverband Aalen)

Ansätze wie die Anleitung von Ersthelfenden zur Telefonreanimation durch die Leitstelle oder das Alarmieren von Helfer-vor-Ort-Gruppen sind vielerorts bereits erfolgreich in der Anwendung.

Nun schafft es eine weitere zukunftsweisende Idee in die Testphase: Mittels Rettungsdrohne und der 5G-Mobilfunktechnologie erfolgt die schnelle Zustellung eines automatisierten externen Defibrillators an Ersthelfer im Fall eines Herz-Kreislauf-Stillstands. 

Hilfe bei Herz-Kreislauf-Stillstand: Projekt „Rettungskette 5G“

Der Kreisverband Aalen des Deutschen Roten Kreuzes ist Ideengeber und Partner des Forschungsprojekts „Rettungskette 5G“. Das Projekt verfolgt die Vision und Zielsetzung, die Notfallversorgung entlang der traditionellen Rettungskette durch den Einsatz neuer Technologien zu verbessern. Und ein Teil des Projekts ist die Rettungsdrohne mit Defibrillator.

Im Hintergrund prüft ein intelligenter Algorithmus alle verfügbaren Helfersysteme und errechnet deren jeweiligen Zeitbedarf zum Eintreffen an der Einsatzstelle. Die Drohne kommt also immer dann zum Einsatz, wenn Sie die schnellste Handlungsoption zur Zustellung des Defibrillators ist.

Das ist die Idee hinter dem Projekt „Rettungskette 5G“: Alle Akteure in der Notfallversorgung, vom Ersthelfers über den Rettungsdienst bis hin zur Klinik, werden digital über den leistungsfähigen 5G-Mobilfunkstandard miteinander vernetzt.(Bild:  Deutsches Rotes Kreuz / Kreisverband Aalen)
Das ist die Idee hinter dem Projekt „Rettungskette 5G“: Alle Akteure in der Notfallversorgung, vom Ersthelfers über den Rettungsdienst bis hin zur Klinik, werden digital über den leistungsfähigen 5G-Mobilfunkstandard miteinander vernetzt.
(Bild: Deutsches Rotes Kreuz / Kreisverband Aalen)

Die Idee der Defibrillator-Drohne wurde bereits in mehreren Studien und mathematischen Simulationen aufgegriffen. Im Rahmen des Forschungsprojekts „Rettungskette 5G“ wird die Rettungs-Drohne nun erstmalig in Deutschland in ein Ersthelfersystem integriert und hierfür notwendige Prozesse werden digitalisiert. Im Ergebnis sollen wertvolle Informationen zum technischen Betrieb in einem 5G-Netz, zur Verkürzung von Prozesszeiten sowie zur Wirtschaftlichkeit gesammelt werden.

Noch bis zum Jahresende 2024 finden hierfür über Aalen, Essingen und Lauterburg erste Testflüge der autonomen Rettungsdrohne des DRK-Kreisverbands Aalen statt, die mit einem Defibrillator ausgestattet ist. Die normale Flughöhe der Drohne beläuft sich auf 60 Meter und es werden keine Video- oder Bildaufnahmen gespeichert.

DRK bildet Drohnen-Piloten aus

Der DRK-Kreisverband Aalen hat für das Projekt erfolgreich acht Piloten mit den erforderlichen Führerscheinen und Einweisungen ausgebildet. 

DRK-Kreisgeschäftsführer Matthias Wagner ist sich sicher: „Mit unserer Forschungsarbeit im Projekt legen wir einen wichtigen Grundstein, um die Notfallversorgung in der Region und darüber hinaus weiterzuentwickeln mit dem Ziel mehr Leben zu retten.“ 

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