DB Podcast

IBM-Software IBMflation: Softwarepreise von IBM steigen um ein Drittel

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Derzeit zeigt sich die IBMflation deutlich: Die Preise für IBM-Software sind in den letzten drei Jahren um 50 Prozent gestiegen, während die Inflation in Deutschland im gleichen Zeitraum 12,3 Prozent betrug. Das bedeutet, dass die Preisanpassungen von IBM mit 38,5 Prozent über der allgemeinen Teuerungsrate liegen.

(Bild: Bücker GmbH)
(Bild: Bücker GmbH)

Die aktuelle IBMflation verdeutlicht, dass Softwarepreise nicht nur von wirtschaftlichen Faktoren, sondern auch von Unternehmensentscheidungen beeinflusst werden. Unternehmen, die auf IBM-Software angewiesen sind, müssen dadurch mit überproportional steigenden IT-Kosten rechnen. Diese massive Preisanhebung sorgt für deutlich höhere IT-Kosten und trifft insbesondere den Mittelstand wie auch große Unternehmen hart.

IBMflation: Steigende Kosten gefährden Wettbewerbsfähigkeit

IBM hat in den vergangenen drei Jahren wiederholt die Preise für Softwareprodukte erhöht: 2023 um 24 Prozent, gefolgt von weiteren sechs Prozent 2024 und 2025. Diese Preisentwicklung liegt weit über der erwarteten deutschen Inflationsrate von 2,1 Prozent und verdeutlicht, dass IBM seine Preisanpassungen nicht an allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen, sondern an strategischen Entscheidungen ausrichtet. Deutschland steckt im zweiten Rezessionsjahr. Besonders betroffen sind Schlüsselbranchen wie die Automobilindustrie, der Maschinenbau und die Chemiebranche, die mit sinkender Nachfrage und steigenden Kosten kämpfen. Steigende IT-Kosten belasten Unternehmen zusätzlich.

Auf alternative Anbieter umzusteigen ist mit hohen Migrationskosten verbunden und oftmals kurzfristig nicht realisierbar. In der Folge müssen viele Unternehmen die gestiegenen Kosten direkt weitergeben, was die importierte Inflation verstärkt. Dies beeinträchtigt langfristig die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen auf dem internationalen Markt. Hinzu kommen geopolitische Unsicherheiten, insbesondere durch neue Zölle und Handelsbarrieren, die den internationalen Handel weiter belasten. In diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld wiegen die steigenden IT-Kosten besonders schwer.

Branchenweiter Preisanstieg – Kapitalabfluss in die USA

IBMflation
IBMflation: Entwicklung der Softwarepreise von IBM im Vergleich zur Inflation in Deutschland und den USA.
(Bild: Bücker GmbH)

IBM ist nicht allein: Auch Microsoft, Oracle und Adobe haben in den vergangenen Jahren die Preise für ihre Software spürbar angehoben. Dadurch fließen jährlich Milliardenbeträge aus Deutschland in die USA, während Investitionen in Deutschland ausgebremst werden. Während US-Technologiekonzerne ihre Gewinne ausbauen, geraten deutsche Unternehmen zunehmend unter Kostendruck. Auch die Aktienkurse dieser Konzerne spiegeln dieses Wachstum wider: Der IBM-Aktienkurs hat sich seit 2022 von 129 US-Dollar auf 265 US-Dollar nahezu verdoppelt. Microsoft stieg im selben Zeitraum von 220 US-Dollar auf 416 US-Dollar, während Oracle von 65 US-Dollar auf 176 US-Dollar zulegte. Diese Kursentwicklungen unterstreichen die steigende Profitabilität der US-Softwareanbieter, während deutsche Unternehmen mit immer höheren IT-Kosten konfrontiert sind. Der IBM-Aktienkurs hat sich seit 2022 von 129 US-Dollar auf 265 US-Dollar nahezu verdoppelt.

Mit der Erhebung der IBMflation (2014 bis 2025) analysiert die Bücker GmbH jährlich im Februar die Preisentwicklung des Lizenzpartners IBM im Vergleich zur deutschen Inflation. Die Bücker GmbH ist seit über zwei Jahrzehnten IBM Gold Partner. Als Spezialist für IBM-Produkte und SaaS-Lösungen bietet die Bücker GmbH umfassende Beratung und Dienstleistungen an.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung