DB Podcast

Retrieval-Augmented Generation (RAG) Gesundheitsversorgung: Intel und Charité kooperieren bei KI-Lösungen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Intel und die Charité Berlin wollen die Gesundheitsversorgung verbessern. Es geht um die KI-Nutzung von Gesundheitsdaten für die Unterstützung des Krankenhauspersonals und der Patienten.

(Bild:  ipopba / Adobe Stock)
(Bild: ipopba / Adobe Stock)

Das Ziel der Kooperation zwischen der Berliner Charité  und dem Chip-Hersteller Intel ist es, eine digitale Umgebung für die Gesundheitsversorgung zu schaffen, die als Grundlage für eine Reihe von Anwendungen im Bereich der Krankenversorgung genutzt werden kann. Damit sollen sowohl das medizinische Personal bei der täglichen Arbeit als auch die Patienten während ihres Klinikaufenthalts unterstützt werden.

Um die Patientenversorgung und den Klinikbetrieb zu verbessern sowie die Charité für die Zukunft gut aufzustellen, gehen wir bei der Umsetzung von KI-Methoden voran.

Prof. Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité

Für ein initiales Projekt entwickelt Intel zunächst den Prototyp eines Chatbots. Anschließend werden gemeinsam mit der Charité typische Anwendungsfälle aus verschiedenen Bereichen, zum Beispiel der Krankenversorgung oder der Forschung, entwickelt. Der Chatbot wird voraussichtlich bereits in der zweiten Jahreshälfte 2025 als Pilot zur Verfügung stehen. 

Retrieval-Augmented Generation (RAG)

RAG ist eine Technologie, die Künstliche Intelligenz mit der Fähigkeit kombiniert, aus externen Datenbanken oder Dokumenten Informationen abzurufen. Anstatt sich nur auf bereits trainierte Daten zu stützen, kann ein KI-Modell durch RAG gezielt auf aktuelle und spezifische Informationen zugreifen und diese in seine Antworten integrieren. Dadurch werden die Genauigkeit und die Aktualität der Ergebnisse verbessert, insbesondere bei komplexen Fragestellungen, die auf umfangreiches Wissen zurückgreifen müssen.

Gesundheitsversorgung mit Retrieval-Augmented Generation

Die Künstliche-Intelligenz-Partnerschaft zwischen Intel und der Charité ist über das Pilotprojekt hinaus langfristig angelegt. Davon soll das Krankenhauspersonal zukünftig im täglichen Betrieb profitieren. So können mithilfe der Anwendung beispielsweise der Zugang zu spezifischen Informationen im Klinikalltag erleichtert und die Qualität der erfolgten Behandlung besser überwacht und mögliche Aktionen eingeleitet werden.

Perspektivisch soll den Patienten der Zugang zu Informationen über ihren persönlichen Gesundheitszustand und Behandlungsverlauf mithilfe einer Reihe von Anwendungen erleichtert werden. Es ist zunächst vorgesehen, die Technologie zur Überprüfung der Behandlungsqualität anhand von ärztlichen Entlassbriefen bei ausgewählten Krankheitsbildern zu nutzen. Längerfristig ist geplant, über die Analyse von Patientendokumenten mittels RAG-Technologie (Retrieval-Augmented Generation) auch Krankheitsverläufe besser vorhersehen zu können.

Bei der Umsetzung des Projektes sollen Sicherheit, Datenschutz und Zuverlässigkeit oberste Priorität für die beiden Kooperationspartner haben –  „um eine datenschutzgerechte Nutzung der Gesundheitsdaten und damit das Vertrauen der Patienten sicherstellen zu können“.

„Um die Patientenversorgung und den Klinikbetrieb zu verbessern sowie die Charité für die Zukunft gut aufzustellen, gehen wir bei der Umsetzung von KI-Methoden voran“, erklärt Prof. Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité. „In institutsübergreifenden Kooperationen entwickeln Wissenschaftler:innen dafür ganzheitlich innovative KI-Ansätze.“

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung