Laut einer Studie von Pegasystems haben sich Investitionen im IT-Bereich nur für jeden achten Verantwortlichen ausgezahlt. Ein Wandel in IT-Abteilungen könnte die Situation in den nächsten Jahren aber verbessern.
(Quelle: Dmytro Zinkevych/Shutterstock)
In den kommenden fünf Jahren werden die Aufgaben der IT-Abteilung in Unternehmen einen grundlegenden Umbruch erleben. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie „The Future of IT: Get ready for radical shifts“ von Pegasystems. Hierfür hat das Marktforschungsunternehmen iResearch 750 leitende IT-Manager aus den Regionen Amerika, Asien-Pazifik und Europa befragt. Der Untersuchung zufolge steht das Vertrauen der IT-Führungskräfte in ihre eigene Abteilung auf wackligen Beinen. 51 Prozent aller weltweit befragten IT-Entscheider sind unsicher, ob ihre Teams in den nächsten fünf Jahren positive Veränderungen herbeiführen können. Und fast jeder Sechste (17 Prozent) hat entweder überhaupt kein Vertrauen oder hegt erhebliche Zweifel.
IT-Abteilung: Investitionen in ungeeignete IT-Lösungen
Diese Bedenken werden durch Fehlinvestitionen zusätzlich verstärkt: Fast zwei Drittel (58 Prozent) der Befragten haben in den letzten fünf Jahren für ungeeignete IT-Lösungen zwischen einer und zehn Millionen US-Dollar verschwendet. Und für lediglich zwölf Prozent waren die Ausgaben sinnvoll. Ungeachtet dieser Verschwendung befürchtet ein Drittel (29 Prozent) eine Unterfinanzierung der IT, wenn die Budgets nicht dezentralisiert und ebenso wie die IT-Aufgaben selbst in andere Abteilungen integriert werden.
Die gute Botschaft ist, dass bereits ein tiefgreifender Strukturwandel stattfindet, der die Aufgaben der IT-Abteilung wesentlich verändern und zu einer besseren Entscheidungsfindung, klügeren Investitionen und einer stärkeren abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit führen wird. Der Umfrage zufolge müssen sich Unternehmen auf folgende fünf Veränderungen einstellen:
1. Höhere Wertschöpfung der IT durch Dezentralisierung
Die Studie belegt, dass durch die digitale Transformation 68 Prozent der IT-Führungskräfte die Zuständigkeiten auf andere Bereiche verlagern und 54 Prozent sie dezentralisieren, indem sie Aufgaben an andere delegieren. Durch klügere Investitionen in Technologien wie Low-Code-Plattformen und intelligente Automatisierung wird es für Mitarbeiter im gesamten Unternehmen viel einfacher, Aufgaben zu erledigen, die früher der IT-Abteilung oblagen. Infolgedessen erwarten 66 Prozent der Befragten von der Digitalen Transformation einen Wandel, bei dem die IT-Mitarbeiter kreativer arbeiten, mehr mit anderen Abteilungen zusammenarbeiten und weniger Zeit mit Verwaltungsaufgaben verbringen.
2. Besserung Führungsqualitäten und Sozialkompetenz der IT-Mitarbeiter
IT-Mitarbeiter entwickeln sich von reinen „Machern“ zu strategischen Denkern. Hierbei wird von mehr als einem Drittel der Befragten die Bedeutung sozialer Kompetenzen in Zukunft als zunehmend wichtig erachtet. Für 38 Prozent ist klar, dass kollaborative, befähigende Technologien ihre Aufgaben und Zuständigkeiten ausweiten, sodass Führungsqualitäten für sie immer wichtiger werden. 37 Prozent meinen, dass Fähigkeiten wie Problemlösung zukünftig eine Schlüsselrolle spielen, während 35 Prozent emotionale und soziale Fähigkeiten als wichtig erachten.
3. IT-Abteilung – das Ende der spezialisierten IT-Manager
Für die Mehrheit der Befragten hat der Aufbau und das Erlernen neuer Fähigkeiten den größten Einfluss auf ihre Karriere. 78 Prozent der oberen Führungskräfte und 76 Prozent der Manager gaben an, dass ständiges lebenslanges Lernen entweder einen großen oder transformierenden Einfluss auf sie haben wird. Dies führt zum Aus für IT-Manager, die ihre gesamte Laufbahn mit der Spezialisierung auf einen bestimmten Technologiebereich verbringen. Sie werden künftig zunehmend die Rolle von IT-Generalisten übernehmen müssen.
4. Diversität, Chancengleichheit und Integration sind entscheidend
Für fast ein Drittel (30 Prozent) der Befragten werden Vielfalt, Gleichberechtigung und Integration in den nächsten drei bis fünf Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Infolgedessen dürfte die IT-Abteilung weiterhin mehr Talente aus historisch marginalisierten Gruppen einstellen. Dadurch sollen repräsentativere Teams in Bezug auf Rasse, Geschlecht, Behinderung, Sexualität und andere Merkmale gebildet werden.
5. Die Arbeitsbelastung der IT-Abteilung steigt
Es gibt jedoch nicht nur gute Nachrichten für IT-Mitarbeiter. Trotz der Tatsache, dass ihnen die Technologie zukünftig einen Großteil der administrativen Routinearbeiten abnimmt, erwarten 67 Prozent der Befragten eine Zunahme ihrer Arbeitsbelastung. Der Grund: Die IT wird zu einem immer wichtigeren und damit stärker beanspruchten Teil des Unternehmens.
„Die Rolle der IT wird sich in den nächsten drei bis fünf Jahren grundlegend von der heutigen unterscheiden“, erklärt Don Schuerman, CTO von Pegasystems. „Die Beschleunigung der digitalen Transformation hat IT-Verantwortliche in den Mittelpunkt gerückt. Viele Unternehmen haben dadurch den strategischen Wert erkannt, den diese Teams bieten können, wenn man ihnen die Werkzeuge und die Möglichkeit gibt, kreativ zu sein, zusammenzuarbeiten und sich auf die Bereiche zu konzentrieren, in denen sie den größten Mehrwert schaffen können. All dies wird zu einer besseren Entscheidungsfindung, vielfältigeren, qualifizierteren Arbeitskräften und einer offeneren, einheitlicheren Arbeitsweise führen. Diese trägt dazu bei, die Komplexität zu verringern und bessere Ergebnisse zu erzielen.“
Stand: 16.12.2025
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(Don Schuerman ist CTO von Pegasystems. (Bild: Pegasystems))
Pegasystems liefert innovative Software, mit der sich komplexe Arbeitsprozesse vereinfachen lassen. Unternehmen können dadurch gezieltere Entscheidungen treffen und ihren Tätigkeiten besser nachkommen. Pegasystems unterstützt Unternehmen dabei, den Customer Lifetime Value zu erhöhen, den Kundenservice zu optimieren und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Pega-Technologie nutzt Echtzeit-KI und Automatisierung, weist eine skalierbare Architektur auf und bietet eine Low-Code-Plattform. (sg)