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Digitale Souveränität IT aus Europa: Extra Computer gründet Verein zur Förderung

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Mit den aktuellen Herausforderungen im transatlantischen Verhältnis werden die Rufe nach mehr technologischer Unabhängigkeit laut. Eben jene digitale Souveränität zu stärken ist das Ziel des neu gegründeten Vereins zur Förderung von IT aus Europa (ITE).

Die Gründungsmitglieder des Verein zur Förderung von IT in Europa (v.l.n.r.): Berthold Schuster, Christian Herzog, Oliver Schmid, alle von Extra Computer, Peter Hoser, Kontron AG und Armin Stutzmiller, Extra Computer GmbH.(Bild:  Extra Computer GmbH)
Die Gründungsmitglieder des Verein zur Förderung von IT in Europa (v.l.n.r.): Berthold Schuster, Christian Herzog, Oliver Schmid, alle von Extra Computer, Peter Hoser, Kontron AG und Armin Stutzmiller, Extra Computer GmbH.
(Bild: Extra Computer GmbH)

Zu den Gründungsmitgliedern zählen neben Mitarbeitern der Extra Computer GmbH auch Beschäftigte von deren Muttergesellschaft, dem Server- und Storage-Anbieter Thomas-Krenn.AG. Zudem sind Vertreter der IT-Beratung Sysfacts AG, der frisch gegründeten CoreCooling GmbH sowie von der Mainboard-Sparte des Embedded-Experten Kontron AG von Anfang an dabei. Diese Unternehmen bzw. Personen haben sich bereits der Charta des noch jungen Vereins verpflichtet, wie es gemäß Satzung auch künftige Mitglieder vornehmen müssen: die Unabhängigkeit, Qualität und Nachhaltigkeit im IT-Sektor durch europäische Lieferketten stärken – der zentrale Vereinszweck. Dieser wird über Verbands- und Öffentlichkeitsarbeit sowie ein zugehöriges Siegel verfolgt.

Minimierung wirtschaftlicher Risiken für Unternehmen in Europa

Auf diese Weise möchte der Verein die Abhängigkeit von nicht-europäischen Technologien reduzieren. In der Folge sollen wirtschaftliche Risiken europäischer Unternehmen minimiert werden, wie sie etwa durch geo- und wirtschaftspolitische Unwägbarkeiten, Datenschutzbedenken sowie technologische Abhängigkeit entstehen und jüngst besonders offensichtlich wurden. Vor diesem Hintergrund wird der ITE auch politische Initiativen wie den European Chips Act unterstützen. Um zugehörige Aktivitäten mit entsprechender Belegbarkeit und Transparenz zu versehen, wird der Verein überdies das Siegel „IT aus Europa“ etablieren.

Neues Gütesiegel „IT aus Europa“

Das Gütesiegel „IT aus Europa“ (ITE) soll entsprechend ausschließlich für Unternehmen zugänglich sein, die hohen Ansprüche an regionale Fertigung, Entwicklung und Dienstleistung genügen: Es wird für Produkte aus den Bereichen IT-Hardware, IT-Dienstleistung und Software inklusive Cloud-Angeboten vergeben werden, die belegbar u. a. einen hohen Anteil an Wertschöpfung im europäischen Wirtschaftsraum samt UK und der Schweiz enthalten. Forschungsprojekte- und -einrichtungen können das Siegel ebenfalls verliehen bekommen. Es hilft Entscheidern aus Wirtschaft und öffentlicher Hand, Produkte und Dienstleistungen zu identifizieren, die einen besonders hohen lokalen Wertschöpfungs-Anteil bieten und zugleich europäische Sicherheitsstandards, DSGVO-Konformität sowie Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Für die Einhaltung und Prüfung aller Kriterien wird ITE mit einer etablierten Prüforganisation zusammenarbeiten. Mehrere Abstufungen werden dabei unter anderem die Höhe des Anteils der Wertschöpfung innerhalb Europas abbilden.

IT aus Europa: Stärkung der digitalen Souveränität

„Wir haben im europäischen Wirtschaftsraum einen Binnenmarkt mit 500 Millionen Menschen und enormer Wirkkraft. Wir haben ein starkes Ausbildungssystem und sind innovativ. Es wird Zeit, dass wir diese Stärken selbstbewusster einsetzen“, sagt Christian Herzog, Geschäftsführer der Extra Computer GmbH und erster Vorstand des ITE „Das ist jedoch kein Selbstläufer. Wir müssen aktiv daran arbeiten, unsere Souveränität zu stärken, in vielen Bereichen. Zu den wichtigsten zählt nach unserem Verständnis die IT-Industrie, da sie das Rückgrat für jede weitere Branche bildet. Daran werden wir arbeiten, indem wir regionale Produktion und ein starkes Netzwerk unterstützen.“

Der Verein erwartet nach jüngst erfolgten Gesprächen in Kürze eine Reihe weiterer namhafter Unternehmen als Mitglieder, die ebenfalls für „IT aus Europa“ stehen. Für die künftige Verbandsarbeit seien überdies gemäß Vorstandschaft – komplettiert durch Christian Maier, CEO der Thomas-Krenn.AG – auch weitere Mitglieder willkommen. Der Vereinssitz befindet sich in Giengen an der Brenz, dem Unternehmenssitz der Extra Computer GmbH. Auf der Agenda des Vereins steht nun als nächster Schritt die Anerkennung der Gemeinnützigkeit.

Die seit 2022 zur Thomas-Krenn.AG gehörende Extra Computer GmbH ist ein mittelständischer IT-Hersteller mit Produkten wie PCs, Thin Clients, Notebooks, Servern, Industrie-PCs, Rugged Tablets, Touch-Computern, Panel-PCs, Cloud-Diensten und vielem mehr. Die Produkte werden unter den Marken exone, Calmo und Pokini an qualifizierte Fachhändler und Systemhäuser vertrieben. Viele Systeme werden individuell nach Kundenwunsch konfiguriert und gebaut. Die Thomas-Krenn.AG ist Hersteller individueller Server- und Storage-Systeme in Deutschland.

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